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Diplomarbeit ist… (6) – Päusken

Donnerstag, Juli 2, 2009

Pause

Wünsche euch einen schönen Sommer!

*schnüffz*

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Na, sieh ma einer kuck!

Donnerstag, Juni 25, 2009

Dieses sommerliche Wetter entblößt – im wahrsten Sinne des Wortes – einen Vorteil der riesigen Dauer-Baustelle, die mir die Ruhe raubt, in Windeseile Fenster und Auto verdreckt und mich sehr verlässlich jeden Morgen um sieben Uhr aufwachen lässt. Die Bauarbeiter, verschwitzt und dreckig wie se sind, neigen dazu, ihre T-Shirts auszuziehen und dann nur mit Blaumann oder Zimmermannshose und Helm ihre Arbeit zu erledigen. Ich sach nur: Uniform. Wie in der Getränke-Werbung damals. Sprich: Et gibt wahrlich schlimmeres. Irgendwie muss ich als geplagte Anwohnerin ja auch entschädigt werden, woll? Hömma: Die können sich gar nicht so viel ausziehen, wie ich entschädigt werden müsste nach fast zwei Jahren Lärmbelästigung!

Da fallen mir auch direkt eine ganze Hand voll dämlicher Anmach-Sprüche ein. Leider würden sie die auf Grund des selbst produzierten Baulärms wohl nicht einmal hören, wenn ich sie aus vollem Halse rüber brüllen würde. Dabei hätte ich gerne auch mal völlig niveaufrei dem Hormonstau gefröhnt. So wie die. Alle paar Minuten hört man die irgendwelchen Frauen hinterher pfeifen. Aber so genieße ich meine Lernpäuschen eben schweigend. Und meine Tomaten gießend. Total unauffällig natürlich. Die brauchen aber auch viel Wasser, sach ich euch! Und so hab ich wenigstens auch wat vom Sommer.

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Bald ist es eben nicht vorbei

Donnerstag, Juni 25, 2009

“Bald ist es ja vorbei.” Das wird mir in diesen Tagen ständig um die Ohren gehauen, von allen Seiten. Und das sage ich mir auch selbst andauernd. Noch acht Wochen, dann ist Abgabe. Zum ersten Mal während der Diplomarbeit habe ich das Gefühl, dass da ein Ende in Sicht ist. Die Freude darüber hält sich allerdings in Grenzen.

Mit dem näher kommenden Abgabetermin steigt Panik auf, es bis dahin nicht zu schaffen. Ja ja, ich weiß. So ist es immer. Und man schafft es doch irgendwie. Und das werde ich auch. Aber es wird wesentlich knapper, als ich gedacht hatte und da kann man reden, wie man will, das macht nervös. Das würde jeden nervös machen. Floskeln hin oder her.

Aber das ist es eigentlich gar nicht, was die Freude auf das Ende trübt. Der Stress mit der Arbeit, das monatelange sich zurückhalten, sich disziplinieren, sich motivieren… das alles gehört nunmal dazu. Es ist anstrengend und stressig, ja. Aber so ist das halt und – ich hab’s schonmal geschrieben – ich mag mein Thema nach wie vor, stehe voll und ganz dahinter, stecke sehr viel Herzblut da rein. Es ist kein stumpfes hinter sich bringen von Pflichterfüllung. Diese Arbeit ist mir persönlich wichtig und das nicht bloß, weil ich damit endlich die Hürde nehme, auf die ich unter denkbar schlechten Umständen hingearbeitet habe.

Die Dinge, die mir wirklich zu schaffen machen, die hören eben nicht am 23. August auf. Die werden sich dann noch viel mehr in mein Bewusstsein ätzen als sie es jetzt tun. Und sie tun es jetzt schon. In jeder der wenigen freien Minuten. In dem Moment, in dem ich meine Ordner und Tabellen schließe, brechen sie über mich herein. Und es fällt mir zunehmend schwer, das zu verdrängen. Deshalb möchte ich am liebsten nur arbeiten und anschließend  übergangslos einschlafen. Weil die Zeit dazwischen nicht nur kurz, sondern schmerzhaft ist.

Diese Dinge fangen nach der Abgabe erst richtig an. Und deshalb weiß ich nicht, was ich mit diesem “Bald ist es ja vorbei” überhaupt anfangen soll. Ich hab Angst vor der Zeit.

Wie singt Brian Molko? “No one can take it away from me. And no one can tear it apart. Cause a heart that hurts, is a heart that works.” Na. Immerhin.

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Ich empfehle… (wird nach 18.45 Uhr, Montag, nicht mehr aktualisiert)

Donnerstag, Juni 18, 2009

Update: Ich werde diese Liste nun nicht weiter aktualisieren. Interessante aktuelle Texte zu diesem und anderen Themen gibt es wie vorher auch unter “Fremdlesen”.

… einen ausführlichen Blick in die Sidebar, unter “Fremdlesen” und folgende Linkliste. Bitte.

Weitere Links zu guten Quellen bitte in die Kommentare (ich bin sicher, morgen gibt’s sehr viel dazu, Gutes wie Schlechtes). Wenn ich Zeit habe, update ich hier auch, aber das kann ich leider nicht garantieren.

Zur aktuellen Entwicklung hier Meinungen, Aktuelles und auch noch einmal Quellen mit Argumenten, Fragen / Antworten:

Zensur-Euphoriefetzen

Demo-Teilnehmerin in Berlin. Foto: "Euphoriefetzen", CC-Lizenz

Die Argumente

  • AK Zensur stellt die Argumente gegen das Gesetz anschaulich und übersichtlich dar.
  • Warum es sehr wohl um Zensur geht – Ein Text mit Fragen und Antworten für alle, die sich im Internet nicht so gut auskennen

Fakten & Entwicklung (in chronologischer Reihenfolge)

Meinungen

Weiterführende Links:

Bin für Tipps und Links dankbar, da ich das Thema aus Zeitmangel nur bedingt selber verfolgen kann in diesen Tagen. Danke dafür! :)

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Moby: Haben! Müssen!

Dienstag, Juni 16, 2009

Mein Herz geht gerade schon wieder auf, bumpert, tut weh, fühlt sich gut an, weint, freut sich, badet in Erinnerungen – alles gleichzeitig! Es gibt ein neues Moby-Album, “Wait for me”. Nun verbinde ich mit Moby unzählige tolle Momente und bin deshalb schon lange Moby-Fan. Sobald ich die Musik höre, kann ich mich in bestimmte Situationen zurück versetzen. Ich will ihn schon viele Jahre live sehen und krieg’s irgendwie nie hin. Moby ist für mich der Inbegriff dafür, niemals unscheinbare Menschen zu unterschätzen, immer einen zweiten Blick zu wagen. Ein Genie im Normalo-Pelz. Wie kann aus einer so grauen Maus so unendlich viel Tolles heraus kommen? :)

Sein Disco-Album gefiel mir allerdings nicht so gut. Ich mag von Moby eher die melodiösen Stücke, von mir aus auch ganz ohne Gesang. Das sind die Stücke, zu denen man tagelang Auto fahren kann, zu denen man sich in einer Hängematte die Nase von der Sonne kitzeln lassen und dabei tagträumen kann und die Stücke, für die der Sternenhimmel so aussieht, wie er aussieht. “Play” war für mich deshalb immer das beste Album und ich halte Lied Nummer 14 auf dieser Platte – “Everloving” – für eines der besten Musikstücke. Ever. (Loving.)

Mit “Wait for me”  kehrt Moby meiner Meinung nach genau zu dieser Stärke zurück. Sorry, aber ich bin noch einmal wegen Musik ganz hin und weg.

Ach ja, es wäre irgendwie nicht Moby, gäbe es nicht irgendeinen ungewöhnlichen Fakt zum Album. Dieses Mal ist es dieser: Das Album wurde in Mobys Schlafzimmer aufgenommen. (Ich spar mir jetzt mal die dummen Schlafzimmer-Witze, die mir auf der Zunge liegen…)

Anhören! Das ganze Album, HIER. (Entdeckt via @coffeeandtv.)

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Muschelschubserin mit Placebo-Effekt

Dienstag, Juni 9, 2009

Beim allerersten Hören ging mir das Lied auf den Keks. I, I, I, I, I… You, You, You, You, You… Beim zweiten Mal hören fing die hypnotische Wirkung an und mittlerweile hab ich das Stück auch dann im Kopf, wenn es nicht läuft.

Ich fand Placebo mal ganz gut. Damals. Als Black Market Music rauskam und davor. Die Platte lief bei mir rauf und runter – bis ich sie tot gehört hatte. Bis mir Brian Molkos Stimme auf den Geist ging. Immer dieses Quäken, ich konnt’s nicht mehr hören. Und bis ich zu viele schmerzhafte Erinnerungen mit Placebo verband. “Battle For The Sun”, das frisch erschienene Album von Placebo, hab ich mir letzte Woche als Mp3-Album zugelegt. Ich dachte, ich könnte ja mal… Ich wünscht, ich hätte es mit allem drum und dran gekauft.

Ich tu mich wirklich schwer damit, etwas so subjektives wie Musik zu kritisieren und mache das deshalb so gut wie nie hier im Blog, aber dieses Album gefällt mir so gut, dass ich quasi nicht an mich halten kann. Mir kommt es so vor, als hätten Placebo seit Black Market Music einen riesen Sprung gemacht. Das ganze Album halte ich für dicht und ausgereift. Es gibt so gut wie kein Stück, das mir nicht gefällt. Alle sind typisch Placebo und doch sind überall kleine musikalische Gadgets und Leckerlis versteckt. Mal ist es der etwas andere Drumbeat, mal sind es gefühlsbetonte Flächen, mal lassen mir die Streicher und andere klassische Elemente eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Dabei gibt es nie ein zu viel oder zu wenig an Effekten. Brian Molko spielt meiner Meinung nach sehr viel mehr mit seiner Stimme als früher, setzt sie viel pointierter ein (ich mag’s ja, wenn er dunkel singt) und er singt mit einer Leidenschaft, die man hören kann. Man beachte zum Beispiel das Ende des folgenden Stückes – wer da keine Gänsehaut kriegt, der muss ein Fisch sein. Zudem kommen mir die Texte weniger kryptisch vor als früher und ich finde mich in etlichen Passagen wieder. (Wobei ich mich auch ein bisschen amüsiere: Ich habe bisher fünf Lebensweisheiten gefunden, mit denen Placebo da um sich schmeißen. Das find ich irgendwie süß. Placebo wisdom.)

Ich bin ja derzeit auf einem ziemlichen Richard Ashcroft / The Verve-Trip, aber den ersten Platz in meinem muskalischen Herzen teilen sich ab sofort zwei Bands. Hach!