h1

Rombergpark im pinken Gewand

Sonntag, Mai 11, 2008

Zum ersten Mal in diesem Jahr - ENDLICH - war ich wieder im Rombergpark. Der ist ja, wie ich auch hier schonmal erwähnt hatte, meine persönliche Ruheoase in Dortmund, und somit war ein Besuch eigentlich längst überfällig. War das schön, mal wieder durch den alten Teil des Parks zu schlendern und ein bissl zu knipsen. Zwar blüht noch längst nicht alles, aber vor allem die blühenden Azaleen geben dem Park derzeit ein farbenprächtiges Gewand, das in allen Rot-, Pink- und Lilatönen erstrahlt. Und als besonderes Leckerli blüht momentan der Taschentuchbaum, der in der Nähe des kleinen Baches am Rande des alten Parkteils liegt. :)

Hier ein paar pinke Eindrücke:

Auch beim Reviersternchen gibt’s übrigens aktuelle Impressionen aus dem Rombergpark.

h1

Outtakes

Donnerstag, Mai 8, 2008

Das passiert, wenn auf einem solchen Event kurzzeitig die Demut flöten geht :D :

h1

Kampf, Spaß und glänzende Augen

Mittwoch, Mai 7, 2008

Es war eines der besten Lager, an denen ich teilgenommen habe. Irgendwie passte so ziemlich alles: Der Veranstalter kümmerte sich vorbildlich um uns, es gab vernünftige Toiletten und sogar eine Duschmöglichkeit, die “Touris” und Gäste waren höchst interessiert und stellten viele Fragen, die anderen Gruppen, Aussteller und Künstler waren super nett, lustig und gesellig, der Veranstalter war sehr zufrieden mit uns, das Wetter spielte gut mit, unsere neue Schaukampf-Show wurde sehr gut angenommen, die Bogenbahn hatte unzählige kleine und große Fans, der Gruppenzusammenhalt war nahezu perfekt, wir bekamen großes Lob anderer Gruppen und Veranstalter, unser Lager sah vorbildlich aus wie selten und das Essen war lecker. Und nicht zuletzt fand diese Veranstaltung in einer wunderschönen Kulisse, einer Burg aus der Zeit, die wir als Gruppe darstellen (1230), statt und somit passte sie zu uns wie Faust auf Auge.

All das positive Feedback, dass wir von den Touris, dem Veranstalter und anderen Gruppen bekommen haben, tut so richtig gut. So ein authentisches Lager ist schließlich auch mit einer Menge Arbeit und Herzblut verbunden, kostet vor allem privates Geld, bedeutet eine Wahnsinns-Schlepperei und logistischen Aufwand. Alleine unser Wachturm wiegt etliche hundert Kilo (geschätzt 900). Dazu kommt ein riesiges Sonnensegel, das einer alleine kaum tragen kann, 5-10 kleine Mittelalter-Zelte, zwei große Zelte, ein Küchenzelt, eine Feuerstelle, Stühle, Tische und Bänke und natürlich all die Waffen, Truhen und Kettenhemden (à 15-20 Kilo), Helme und sonstige Ausrüstungsgegenstände, die die Tempelritter so mit sich rumschleppten. Trotz der Anstrengung und Schlepperei bis nachts um 2 Uhr (mann, war ich erschlagen am Montag!) hat sich der Aufwand jedoch gelohnt.

Man kann wohl sagen, dass wir selten einem so interessierten Publikum begegnet sind - und das, obwohl es sich dieses Mal um einen sehr gemischten Kunst- und Kulturmarkt handelte, nicht um ein reines Mittelalter-Lager. Ich persönlich mochte am liebsten die leuchtenden Augen der Kleinen und Kleinsten, wenn sie die ihnen viel zu großen Helme und Handschuhe anzogen und stolz wie Oskar Mama und Papa oder Oma und Opa zeigten, während sie vor lauter Gewicht fast das Gleichgewicht verloren. Aber auch die älteren Gäste zeigten sich interessiert und offen, fragten, was in den Töpfen kocht (und wollten es nicht selten selber essen), blickten erstaunt in die Zelte (”Aber da schlafen Sie doch nicht wirklich drin, oder?”), sahen zu, wie die Knappen Waffen polierten und interessierten sich für das Leben in einem Heerlager. Besonders gut kam unsere neue Schaukampf-Show an. Zunächst führten wir vor, was ein Ritter alles anzuziehen hatte - von der Unterhose bis zum Schild - und machten so erst richtig nachvollziehbar, wie anstrengend so ein Kampf ist, wie sich die Waffen entwickelt haben und warum ein Tempelritter aussieht wie er aussieht. Mir schien, dass dies besonders die Erwachsenen, speziell die Väter und Opas interessierte, denen das ein oder andere Licht aufzugehen schien. Danach kam dann das, worauf vor allem die Kinder gewartet hatten: Nachdem sie Schwerter, Äxte, Kettenhemden und Helme anfassen durften, führten wir kleine Kämpfe durch und sorgten so auch hier mindestens für glänzende Kinderaugen.

Abends, nachdem Touris und Gäste das Gelände verlassen hatten, vermischten sich die Gruppen, feierten, zündelten, lachten und tranken was das Zeug hält und ich bin sicher, dass so mal wieder neue Bande zu anderen Gruppen geschlossen wurden. Wir haben eine Menge Wissen unter die Leute gebracht, so wie es die Aufgabe unseres Vereins ist, und selber viel gelernt - über die Steinzeit, über verschiedene Handwerke und nicht zuletzt darüber, dass es besonders gut organisierte Veranstaltungen, zuvorkommende Veranstalter und hoch interessierte Besucher gibt.

Jungs und Mädels, es hat mal wieder richtig Spaß gemacht mit euch und ich freue mich aufs nächste Mal, hoffentlich mit weniger Verletzten! :D Und trotzdem bin ich nach den vier Tagen froh, die Holzschuhe los zu sein, in einem richtigen Bett zu schlafen, jeden Tag zu duschen und vor allem, mich auf Stühle und Sofas mit Rückenlehne setzen zu können.

→Weitere Infos:

h1

Mittelalterliche Traumwelten - Ich bin schon fast weg

Dienstag, April 29, 2008

Am Packen bin ich schon, morgen Nachmittag geht’s los. 4 Tage Traumwelten, das hört sich doch gut an, oder? Endlich wieder Mittelalter, Lagerfeuer, bei Eiseskälte im Mittelalter-Zelt schlafen (die Nase von Grashalmen gekitzelt), Schaffelle unterm Hintern und Leinen am Körper, endlich wieder aussehen wie ne Bauersfrau, Holzschuhe anne Füße und Haube auf’m Kopf. Vier Tage weitestgehend plastikfrei, vier Tage fast ohne Elektronik, vier Tage Fackelschein, Heu und Essen aus dem Riesentopf überm Feuer. Ich weiß nicht, ob sich das Wetter hält, ob es regnet oder richtig kalt wird, ich weiß nicht, ob diese Veranstaltung gut wird (es ist ein Kultur-, kein reiner Mittelaltermarkt) und ob mir die Schlepperei bekommt, aber ich freu mich nach etlichen Wintermonaten ganz ohne Lager.

Einen schönen 1. Mai wünsche ich schonmal! :)

Weitere Infos: Templer Komthurey Mark

Fotos: © Muschelschubserin; alle Fotos stammen vom nicht-öffentlichen Lager an der Brandenburg im vergangenen Jahr.

h1

“…wenn da nicht der neue Slogan wär”

Sonntag, April 27, 2008

Ach, ich muss da noch eben was dranhängen an den letzten Artikel. Es gibt einen weiteren Grund, warum ich den Ruhrpott so mag. Und das ist die grundehrliche, bodenständige, selbstironische und direkte Art der Menschen hier. Sie sind so ganz anders als in meiner “Heimat”, dem meiner 30-jährigen Erfahrung nach super-drögen Münsterland, welches ich nie als Heimat empfunden habe.

Und jetzt hab ich nach ein paar Tagen, in denen ich kaum online war, bei den Ruhrbaronen folgendes tolle Video gefunden, welches einen Song des “Spardosen-Terzetts” zum neuen Ruhrgebiets-Slogan zeigt. Dieser von einer Düsseldorfer Werbefirma gebastelte Slogan “Ruhr hoch N - Teamwork Capital”, mit dem sich das Ruhrgebiet zukünftig international präsentieren soll, hat ja für reichlich AufRUHR gesorgt, auch bei mir. Aber mit diesem Lied kann vielleicht sogar ich mir merken, wie dieser blöde Slogan nochmal geht. Ich muss jedenfalls sagen, gesungen gefällt er mir am besten. :D Auch, wenn einige von euch ihn sicherlich schon kennen, den kann man sich ja auch durchaus öfter anhören. Ich zumindest hab bereits nen Ohrwurm:

h1

Modernste Technologie, Kreativkultur und Seelandschaft - Es tut sich viel in Dortmund

Sonntag, April 27, 2008

Noch vor wenigen Tagen war es mal wieder so. Auf dem Dortmunder Wall in Höhe Westentor stehe ich mit meinem Auto mitten auf den Straßenbahngleisen, komme nicht weiter, weil sich vor mir der Verkehr staut und von links kommt die Straßenbahn. Trotz grüner Ampel passierte das ständig an dieser Stelle. Aber das ist nun vorbei, denn seit heute gibt es in Dortmund keine Straßenbahnen mehr. Der gesamte Bahnverkehr wurde unter die Erde verlegt, ab sofort gibt es nur noch U-Bahnen. Nach 127 Jahren fuhr gestern Nachmittag die letzte Stadtbahn überirdisch durch die City. Die Ost-West Trasse war die letzte noch befahrene Straßenbahnstrecke und wer in diesem Bereich in den letzten Monaten durch die Stadt fuhr, traf unweigerlich auf Baustellen, neue Tunneleingänge und konnte förmlich beim Bau der neuen U-Bahn-Haltestellen zusehen. Heute dann reger Fußgängerverkehr in diesem Gebiet - alle wollen bei diesem tollen Wetter in den Untergrund. 40 Jahre wurde in Dortmund an den U-Bahn-Tunneln gebaut. Ein riesengroßer und vor allem langwieriger Bauprozess ist somit abgeschlossen.

Überall in Dortmund entstehen derzeit Großprojekte, die das Stadtbild prägend verändern werden. Da wäre zunächst die seit Monaten heiß diskutierte Nutzung des U-Turmes, der zur “Kulturhauptstadt 2010″ Dortmunds neues und meiner Meinung nach beeindruckendes, weil in toller Ruhrpott-Kulisse eingebettetes, Kultur- und Kreativitätszentrum werden wird. 46 Millionen Euro, die Hälfte davon aus EU-Mitteln, kostet dieses Mammutprojekt. Schon vor ein paar Jahren fing die Sanierung des maroden Gebäudes an, damals machte ich vom 10. Stock des Hardenberg City Centers Aufnahmen (siehe Foto).

Nur wenige Fahrminuten von der Innenstadt entfernt entsteht außerdem auf einer ehemaligen Industriefläche der Phoenix-See, mit Bootsanlegern, Sonnenterassen, Seewiesen, Gastronomie, einer Strandpromenade, Wohnungen mit Blick auf den See und einem (neben dem Technologiepark an der Universität) weiteren hochmodernen Technologiezentrum. 99 Hektar Gesamtfläche, 24 davon Wasserfläche (größer als die Hamburger Binnenalster) werden derzeit zu einem weiteren zukünftigen Merkmal Dortmunds verwandelt. Vom Florienaturm im Westfalenpark aus kann man die Ausmaße schon jetzt bewundern. Im Herbst 2009 soll der See geflutet werden. So entstehen neben einem großen neuen Freizeit- und Erholungsareal 5.000 neue Arbeitsplätze, 900-1300 neue Wohneinheiten und Freizeiteinrichtungen, in Verbindung mit dem Westfalenpark und dem Botanischen Garten Rombergpark (über den ich schon einmal geschrieben hatte) ein grüner Gürtel um den Dortmunder Süden und einer der größten innovativen Lebensstandorte Deutschlands - man spricht auf Grund der sich hier verstärkt ansiedelnden hochmodernen Technologiefirmen bereits vom “Silicon Valley Deutschlands” . Auch eine dieser Firmen hab ich vor ein paar Jahren mal besucht und mich dort mit Schutzhüllen über den Schuhen, Haube auf dem Kopf und weißem Schutzanzug über Nano-Technologie informiert - beeindruckend!

Ich hab’s schonmal empfohlen und tue es hiermit nochmal: Wer wissen möchte, wie das Phoenix-Gebiet aussehen wird, oder immernoch das Bild des dreckigen, verrauchten und nirgends grünen Ruhrgebietes im Kopf hat, welches sich meiner Erfahrung nach hartnäckiger- und unberechtiger Weise in den Köpfen der Menschen (auch derer, die nahe des Ruhrgebiets wohnen) hält, sollte sich unbedingt diesen Film ansehen. Ich war und bin schwer beeindruckt und freue mich seit Baubeginn auf die Fertigstellung!

Als weiteres Großprojekt freue ich mich auf die Neustrukturierung der Kampstraße mitten in der Innenstadt. Sie wird - ebenfalls bis zur Kulturhauptstadt 2010 - zum Boulevard umstrukturiert. Den Anfang machen die Bagger in wenigen Wochen am westlichen Ende. Dort wird die “Westentor-Allee” entstehen. Die Straße, auf der bis gestern noch die letzte Straßenbahn fuhr, soll dann zum Bummeln einladen, Spielmöglichkeiten für Kinder bieten und sowohl als Erweiterung und Verbindung der Fußgängerzonen Westen- und Ostenhellweg sowie dem vor einigen Jahren neu aufgemotzten Brückstraßenviertel, als auch als neue, moderne Verbindung zwischen diesen Fußgängerzonen und dem neuen U-Turm dienen. Damit bekommt der absolute Kern und Mittelpunkt der Dortmunder Innenstadt ein neues Gesicht.

Direkt bei mir um die Ecke soll auf dem Gelände der Thier-Brauerei, auf dem bisher in den alten Brauereigebäuden verschiedene Szene-Clubs ansässig sind, ein neues Einkaufszentrum entstehen. Die Zusage dafür gab es am Donnerstag. Zwischen 27.000 und 34.000 Quadratmeter neue Verkaufsflächen sollen hier von Europas Marktführer im Bau von Shoppingpalästen gebaut werden. 2009 soll mit dem Bau begonnen werden, so dass die neue Stadtgalerie 2011 mit 150 neuen Fachgeschäften, Gastronomie und Unterhaltungsangeboten eröffnet werden kann.

Ich kann nicht leugnen, dass ich, obwohl ich nicht weiß, wie lange ich überhaupt noch hier wohnen werde nach meinem Studium, gespannt bin auf all diese Neuerungen und mich darauf freue, dass hier so viel passiert. Und ich halte das Ruhrgebiet - auch auf Grund der kreativen und landes-, vielleicht sogar europaweit einmaligen Nutzung und Umwandlung von ehemaligen Industrieflächen (siehe zum Beispiel Route Industriekultur) - für eine der spannendsten Regionen Deutschlands.

Fotos:

© Muschelschubserin: Haltestelle Westentor (aufgenommen während der Bauarbeiten am 30.10.2007) und die heute wesentlich weiter fortgeschrittenen Baumaßnahmen am U-Turm (Montage aus 2 Fotos; aufgenommen am 11.6.2004; auf dem ersten Foto sieht man Teile des neu gebauten Gebäudekomplexes um den U-Turm).

© Phoenix Dortmund 2005-2007: Luftaufnahme des Phoenix-Geländes von Juni 2007.

h1

Alter Sack!

Samstag, April 26, 2008

Jawoll, endlich bin ich nicht mehr alleine 30. :)

Alles LIEBE zum Geburtstag meinem Schatzi! Komm du mir nach Hause und dann gibt’s Geschenkeeeeee und ein von Herzen kommendes “Ich liebe dich”. Ich hoffe, Fans und Veranstalter haben euch und vor allem dich gestern ordentlich hoch leben lassen!

Schön, dass es dich gibt, und noch schöner, dass es dich in meinem Leben gibt. ♥

Und jetzt ein Versprechen an den Rest hier: Das war’s erstmal an Geburtstags-Content. ;)

Foto (Ausschnitt): © Sarah / Pixelio

h1

Heute ist der Papa dran

Freitag, April 25, 2008

Alles Liebe zum Geburtstag, Papi! :)

Auch dich hab ich sehr lieb und bin stolz auf dich. Egal, ob du das hier liest oder nicht. Ich bin sehr froh, dass ich euch hab und genieße jeden der auf Grund der Entfernung eher seltenen Momente mit euch. Ich kenne Leute, die freuen sich nicht, ihre Eltern zu sehen, die kriegen die Krise, wenn sie ein paar Stunden mit ihnen verbringen müssen. Ich gehöre nicht dazu, und das finde ich toll!

Und jetzt freu ich mich auf lecker Kuchen. :)