Monkey Mia, Denham und Francois Peron Nationalpark

16 Jul

Monkey Mia – das ist einer der Ortsnamen, die einem am haeufigsten und als erstes begegnen, wenn man sich ueber die australische Westkueste informiert. Wegen den in der Shark Bay lebenden Delfinen, die taeglich mehrmals als grosses Touri-Spektakel gefuettert werden – freiwillig allerdings, denn ob sie in die Bucht kommen oder nicht zur Fuetterungszeit, „entscheiden“ sie selbst. Mich hat das Ganze schon von zu Hause aus nicht gereizt, auch wenn ich das gar nicht genau begruenden kann, und habe diesen „Pflichttermin“ ohne schlechtes Gewissen ausgelassen. Sabine allerdings war da und kam Freude strahlend zurueck.

Monkey Mia ist, zu unserer Enttaeuschung, kein Ort, sondern ein Touri-Ressort. Vermutlich nicht sehr beliebt bei den Locals des nahe gelegenen Oertchens Denham, das ebenfalls stark vom Tourismus lebt und Massen von Touristen an Monkey Mia verliert. Wir waren sowohl in Monkey Mia als auch in Denham zwei Naechte, haben am Strand gelegen (unspektakulaer), ich hab endlich mein lang ersehntes Seafood bekommen, wir sind am Strand spazieren gegangen, haben tolle Sonnenuntergaenge gesehen.

Von Monkey Mia und Denham
Von Monkey Mia und Denham (inkl. Shell Beach und Stromatolithen / Hamelin Pool)

Und wir haben eine von der Organisation und Durchfuehrung her mittelpraechtige Tour zum Francois Peron Nationalpark auf der Halbinsel in der Shark Bay gemacht. Tolle Landschaften, aber leider auch wegen der Rentner an Board groesstenteils im Auto gesessen – und von tausenden von Sandfliegen zerstochen worden, die uns noch mehrere weitere Tage versaut haben. Die Viecher sind die absolute Pest von Australien.

Von Monkey Mia und Denham (inkl. Shell Beach und Stromatolithen / Hamelin Pool)
Von Monkey Mia und Denham (inkl. Shell Beach und Stromatolithen / Hamelin Pool)

Was mir am besten gefallen hat: Die Fahrt auf die Halbinsel sowie die Aussichten auf das spiegelglatte, klare Meer, so dass wir darin Schildkroeten, Mantas und Adlerrochen sehen konnten. Mit etwas Glueck kriegt man sogar Dugongs zu sehen.

Von Monkey Mia und Denham (inkl. Shell Beach und Stromatolithen / Hamelin Pool)
Von Monkey Mia und Denham (inkl. Shell Beach und Stromatolithen / Hamelin Pool)

Auch Kanu fahren in Monkey Mia ist nett, wenn einen die Delfine ein Stueckchen begleiten. Haette ich auch richtig dolle genossen, wenn wir nicht genau in dem Moment verzweifelt versucht haetten, eine Kurve zu paddeln, um die Viecher nicht zu streifen, was uns mehr schlecht als recht geglueckt ist. Wir sind mit unserem buchstaeblich doespaddeligen Manoever auf etlichen Touri-Fotos abgebildet, denn sobald Define auftauchen, werden die Knipsen gezueckt. Aber an derartige peinliche Touri-Momente gewoehnt man sich mit der Zeit.😀

Die Shark Bay ist Weltnaturerbe (und ja, dort gibt es viele Haie, unter anderem Tigerhaie) und die Anfahrt in die Bucht wird auf Schildern als „World Heritage Drive“ angekuendigt. Verdienter Weise. Hier IST der Weg das Ziel. Und hier reicht das Outback direkt bis ans Meer. Die Sicht vom Steuer aus: In der Mitte schlaengelt sich die asphaltierte Strasse, mal endlos geradeaus, mal ueber Huegel auf und ab. Beidseitig gesaeumt von rotem Sand. Dann bis zum Horizont Busch, rechts und links, vor und hinter uns. Viel trockener schon als weiter im Sueden. Wo es huegelig ist, wird die Strasse zur Sprungschanze Richtung Himmel. Kilometerweit faehrt man darauf zu, ich male mir aus, wie wir oben auf dem Huegel einfach abheben in die fluffigen Woelkchen und den strahlend blauen Himmel. Doch nach der Erhebung geht es genau so weiter wie vorher: Endlose Strasse, roter Sand und Buschland, so weit das Auge reicht, Richtung naechster Sprungschanze. Im grossen Rueckspiegel haargenau das selbe Bild. Unvergesslich. Windschutzscheiben-Blockbuster. Manchmal kurze Blicke auf den Ozean, immer ueber allem der blaue Himmel als Kontrast. Und immer wieder Kadaver von Kaengurus, Voegeln oder Rindern (die hier einfach so ueber die Highways laufen, in aller Seelenruhe) in unterschiedlichsten Verwesungsstufen. Wie schoneinmal geschrieben: Ich koentte noch viel mehr nur ueber das Autofahren schreiben.🙂 Statt dessen hier ein kurzes Video:

Als wir die Halbinsel Richtung Canarvon verlassen haben Zwischenstopp an den weltberuehmten Stromatolithen. Ohne sie waere keiner von uns am leben, gaebe es nicht einmal Sauerstoff in unserer Atmosphaere. Herrlich unspektakulaer sehen sie aus, aber nette Fotomotive geben sie her.

Von Hamelin Pool / Stromatolithen und Shell Beach

Zweiter Stopp am Shell Beach. Kilometerlanger Strand vor tuerkisblauem Meer, der einzig aus Muscheln besteht, 5-10 Meter tief. Muschelschubserin-Paradies.😉

Von Hamelin Pool / Stromatolithen und Shell Beach
Von Hamelin Pool / Stromatolithen und Shell Beach

Mehr Fotos in Album1 und Album 2.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s