Stille Wasser sind tief – oder? (Tamariu-Reisebericht Teil 1)

6 Aug

Niko, Ursula und ich vor meinem 300. TG

Nö, sind sie nicht! Dafür sind sie tiefblau, wimmeln nur so vor kleinen und mittelgroßen Schwarmfischen und anderem Getier, bieten Sichtweiten um 15 Meter und nehmen einen willkommen auf. Endlich, endlich war es nach fast einem Jahr taucherischer Abstinenz wieder soweit und ich konnte mich in die gar nicht so tiefen Tiefen stürzen! Neptun und ich bleiben uns weiterhin treu und erhörten das gegenseitige Bitten und Betteln. Er bescherte mir ruhiges, blaues und meist angenehm temperiertes Wasser mit allerlei Leben drin – und ich revanchierte mich mit Lachen, Grinsen, Freuen, Genießen – und manchmal auch mit Pipi im Anzug, wie es sich für einen alten Tauchhasen gehört. 😀

Blick vom Hauptstrand Richtung Boots-Steg

Mit acht Leuten reisten wir gen Süden, aus Köln, Hamm, Dortmund und London. Die Autofahrer waren erst nach 18,5 langen Stunden am Ziel. Nach über zehn Jahren Cadaqués hatte ich mich dieses Jahr entschieden, einen anderen Ort an der spanischen Costa Brava anzusteuern – Tamariu – und hatte einige Monate an diesem Urlaub gefeilt. Hoffentlich war das eine gute Entscheidung, hoffentlich läuft alles glatt und hoffentlich gefällt es allen – so kurz vor der Ankunft war ich ja doch etwas nervös. Ich hatte den Ort ausgesucht, die Appartements und die Tauchbasis und war außerdem verantwortlich für die Tauchgänge der Fortgeschrittenen. Da gab’s also ne Menge Potenzial zum Schiefgehen. Doch kaum waren wir da, war ich überzeugt: Es war die richtige Wahl!

Tamariu bei Nacht (Blick vom Boots-Steg)

Tamariu, 130 Kilometer nördlich von Barcelona gelegen, ist ziemlich süß: Ein kleines, in der Hochsaison nicht ganz so verschlafenes, aber sympathisches ehemaliges Fischerdorf mit einer Mini-Promenade und schönem Sandstrand. Im natürlichen Hafenbecken liegen zahlreiche, bunte Boote im türkisblauen Wasser, an der Promenade finden sich ein paar Restaurants und kleine Shops sowie am Ende die Tauchbasis. Blickt man vom Meer auf den Ort, sieht es aus, als bestünde er nur aus einer einzigen Reihe weiß getünchter Häuser. Ebenso wie in Cadaqués findet man in Tamariu keine großen Hotels und Bettenburgen und so hat auch dieser Ort viel von seinem ursprünglichen Charme bewahrt. Hier sieht man sogar noch Fischer ihre Ware direkt vom Boot aus verkaufen…

Fortsetzung folgt in Teil 2… Zu Teil 3 geht’s hier entlang.

Fotos: © Muschelschubserin / Verena G. / Barbara H.

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7 Antworten to “Stille Wasser sind tief – oder? (Tamariu-Reisebericht Teil 1)”

  1. Klaudia Mittwoch, August 6, 2008 um 19:18 #

    Schön 🙂 Tauchen möchte ich auch mal lernen. Viel Spaß noch..

  2. Kassiopaia Mittwoch, August 6, 2008 um 19:40 #

    Ich habe auf den ersten Blick „Tiramisu“ gelasen, statt Tamariu. Ich glaube, ich hab Hunger… 😉
    Schade, dass es nicht südlich von Barcelona liegt, dann wäre ich da jetzt im Urlaub auch dran vorbei gekommen.

  3. Muschelschubserin Mittwoch, August 6, 2008 um 20:44 #

    @Klaudia
    Danke, aber wir sind leider schon längst wieder da. Hänge ein bisschen hinterher mit den Berichten, der Rest folgt aber bis morgen. 🙂

    @Kassiopaia
    Du bist grad im Urlaub in Spanien? Hast du’s gut! (Aber wieso dann Fotos vom Timmendorfer Strand? – Ich nix verstehen!)

  4. Kassiopaia Donnerstag, August 7, 2008 um 12:09 #

    *lol* Nein, jetzt aktuell bin ich noch nicht in Spanien, ich fahre erst noch. Aber dann halt nach Barcelona und wir machen da ’ne Rundreise. Allerdings in den Süden runter.
    (Deswegen auch jetzt erstmal noch Timmendorfer-Fotos. Alles klar? 😉 )

  5. Muschelschubserin Donnerstag, August 7, 2008 um 13:32 #

    Aah! Jetzt verstehe ich. *g* Dann wünsche ich dir schonmal einen tollen Urlaub! Ich wünscht, ich hätte das auch noch vor mir! 😉

  6. Brigitte Steinhart Montag, April 26, 2010 um 19:20 #

    Ich war vor ca. 50 Jahren 3x in Tamariu. Jetzt habe ich ein Foto meines geliebten kleinen Dorfes in einer Fernsehzeitschrift gefunden. 1972 habe ich Tamariu noch einmal gesehen und war enttäuscht ob des Tourismus. Kann ich heute nochmals Tamariu besuchen, ohne daß mir das Herz bricht? Damals gab es schon kleine Apartmenthäuser „Sol Pins“. Sie gehörten zu dem Hotel/Restaurant ganz rechts vom Strand aus gesehen. Wer kann mir etwas empfehlen? Ich interessiere mich für ein größeres Ferienhaus.

  7. Muschelschubserin Mittwoch, April 28, 2010 um 17:33 #

    Hallo,

    ich kann leider nichts wirklich empfehlen. Ich würde mich aber mental auf einen „Schock“ einstellen. Tamariu ist meiner Einschätzung nach weit davon entfernt, so touristisch zu sein wie viele andere Orte an der Costa Brava, aber der generelle Trend geht sicher auch daran nicht vorbei. Und das merkt man schon, vor allem an der Promenade in der Saison. Für eine tiefere Einschätzung kenne ich mich dort aber nicht gut genug aus.

    Ich schreibe Ihnen gleich noch eine kurze E-Mail. Vielleicht kann ich einen indirekten Tipp geben. 😉

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