Pimp my memories

14 Apr

Schon seit Monaten hatte ich vor, mein Australien-Fotoalbum anzufangen. Es soll nicht irgendein Album werden, sondern ein Scrapbooking-Album. So kann ich meine Fotos maximal aufpimpen, möglichst viele Eindrücke und Erinnerungen bildhaft darstellen, Texte dazu schreiben, Erinnerungsstücke dazukleben und mich lange Zeit damit beschäftigen und in Erinnerungen schwelgen. Zusammen mit meinen Down Under geschriebenen Tagebüchern und der Diashow hab ich damit am Ende eine ganze Reihe verschiedener Erinnerungen, von denen ich hoffentlich lange etwas habe. Und ich hab mal wieder eine neue Beschäftigung für abends, weil ich doch keinen Fernseher habe. Scrapbooken geht aber nicht einfach mal eben so, deshalb hatte ich das seit Monaten vor und bin nie dazu gekommen.

Scrapbooken kostet nicht gerade wenig Geld, erst recht als Anfänger. Ich hab ja nix an Grundausstattung hier außer ein paar Scheren. Beim Scrapbooken muss man nämlich – und das empfinde ich als den größten Haken – darauf achten, dass die verwendeten Materialien säurefrei sind, damit die Fotos nicht auf lange Sicht unter der Säure leiden. Das schließt das Verarbeiten von einer Menge Material und Erinnerungsstücken aus und das Kaufen von Unmengen von extra fürs Scrapbooken hergestellten, säurefreien Artikel ein. Und macht Scrapbooken vermutlich zu einem sehr lukrativen Geschäft. Was es da nämlich alles zu kaufen gibt, von den tollsten Papieren über Stempel und Motivstanzer, über Bänder, Aufkleber, 3D-Effekt-Anhänger, Ösen, Haken und was weiß ich noch alles, lässt einem den Atem verschlagen. Schnell wurde mir klar, dass ich laaaange mit diesem Album beschäftigt sein werde und das Ganze in eine Art Sammelwahn ausarten wird. Wobei ich sagen muss, dass ich zwar auf verspielte Motive stehe und auch auf Schnörkel, allerdings ist mir vieles von dem meist aus den USA stammenden Sachen extrem zu „oh-my-god-it’s-the-cutest-thing-I’ve-ever-seen-in-my-whole-life“. Teddybärlies kommen genauso wenig in mein Album wie Entchen, Häschen oder Disneyfiguren. Bei Meerjungfrauen und so Sachen mache ich allerdings ne Ausnahme. 😀

Jetzt hab ich vier Monate lang gesammelt und am Wochenende endlich mal losgelegt. Am Ende hatte ich das ganze Wohnzimmer und dank Kleberei auch den Rest der Wohnung voller Schnipsel, Folien und Verpackungen, aber ich hatte auch vier fertige Bögen. Einen davon seht ihr hier. Jedoch musste ich direkt wieder neues Material bestellen, denn irgendwie hatte ich fast nur Meer-Sachen gekauft. Ich war aber doch auch im Regenwald und im Outback sowie die meiste Zeit in Sydney. Dafür brauche ich natürlich ganz andere Farben und Materialien.

Ach ja, Scrapbooken ist übrigens doch wohl etwas kreativer als Decopatch. Dafür aber auch wesentlich zeitaufwändiger und ganz im Gegenteil zu Decopatch mit Nachdenken und Planen verbunden. Ich wette übrigens, dass ich es nicht schaffe, in diesem Jahr mit diesem Album fertig zu werden.

Scrapbooken geht übrigens auch digital am Computer. Auch da gibt’s einiges an Materialien. Ich bin mal über einige solcher Scrapbooking-Seiten gesurft, hab mich aber nicht näher damit beschäftigt und möchte daher hier keine bestimmten empfehlen. Wer’s mag. Für mich wäre das nix, ich will meine Erinnerungen anfassen können. Zumindest diese. 🙂

Dazu gibt’s mal wieder neue Artikel von vor einem Jahr in der Sidebar, zum Teil mit neuen Fotos. 😉

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7 Antworten to “Pimp my memories”

  1. Kassiopaia Dienstag, April 15, 2008 um 09:34 #

    Gibt es eigentlich auch ein deutsches Wort für Scrapbook? Das klingt ganz komisch im Satz. *g*

  2. Muschelschubserin Dienstag, April 15, 2008 um 11:21 #

    Gute Frage. Schnipselbuch? 😀 Ich lese gerade – räusper – „Einklebebuch“ oder „Sammelalbum“. Ob das nu besser ist…

  3. Kassiopaia Dienstag, April 15, 2008 um 12:16 #

    Also, „Einklebebuch“ geht auch nicht, dann doch eher Sammellabum.

  4. Stromfrau Samstag, April 19, 2008 um 11:30 #

    Erst lerne ich, was ein Blog ist, dann was ein Scrapbook ist… du haust immer Klamotten rein, da denke ich, die Welt läuft an mir vorbei ;o)
    Sieht aber schon mal schick aus!!!

  5. Muschelschubserin Sonntag, April 20, 2008 um 14:00 #

    Demnächst erzähl ich dir einen über Webdesign. 😀 Ich träume schon davon. Hab so schöne Ideen für mein neues Blog, kann sie aber momentan nicht umsetzen. Dabei ist der Umzug soweit vorbereitet, dass es losgehen könnte. :/

  6. Gabi.G Mittwoch, April 15, 2009 um 14:54 #

    Ein Jahr ist nu rum…
    Wie weit biste denn gekommen?

  7. Muschelschubserin Mittwoch, April 15, 2009 um 19:25 #

    Ich glaube, ich bin genauso weit wie vor einem Jahr. 😀 (Ein Grund dafür ist, dass mir das Herz blutet, wenn ich an Down Under denke.)

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