Es zieht im Zeh

23 Mrz

Warum krieg ich eigentlich in letzter Zeit immer öfter ganz fiese, böse, ekelhafte Zehenkrämpfe, wenn ich vom Sport komme?! Mach ich zuviel? Ich hab grad zehn Minuten lang im Schnee gestanden, bevor ich vom Fitnessstudio nach Hause fahren konnte. Gut, dass mich keiner gesehen hat da auf dem dunklen Hinterhof. Ich hätte sicherlich ein interessantes Bild geboten. Sportlerin, mit noch immer hochrotem Kopf, nassen Haaren und abgekämpftem Blick tänzelt um ihr Auto, während sie es mit einem langstieligen Besen vom Schnee befreit. Immer wieder zuckt sie nervös zusammen, flucht, und macht dann Dehnübungen fürs linke Bein. Sie setzt sich in den Wagen, um loszufahren, springt jedoch keine 30 Sekunden später wie von einem Schwarm Bienen gestochen wieder raus und dehnt schon wieder mit zusammen gebissenen Zähnen. Und weil’s mit den Schneestiefeln nicht richtig geht, zieht sie einen davon aus, flucht weiter und dehnt und drückt. Dabei steht sie mit dem linken Fuß mit Sportsocke („LEFT“) im gerade vom Auto gefegten Schnee und blickt prüfend um sich, ob sie auch ja keiner sieht. Und während sich das eisige Schneewasser durch die Socke langsam zum Knöchel hocharbeitet, lassen endlich die Krämpfe nach.

Kann mir jemand verraten, woher das kommt? Ich hatte das letztens schonmal. Die Zehen verkrampfen sich kurze Zeit nach dem Sport von ganz alleine, sobald ich den Fuß normal halte. Das hält ne Weile an, und dann isses weg. Außerdem tendiere ich nachts mal wieder zu Wadenkrämpfen, obwohl ich Magnesium nehme. Kann das vom Rücken oder der Hüfte kommen? Wenn ich lange auf dem Crosstrainer stehe (50 Minuten), dann krieg ich nämlich auch leichte Schmerzen in der Hüfte und im unteren Rücken. Oder ist das ein Mangel an irgendwas? Oder sollte ich einfach früher aufhören? Oder liegt’s daran, dass ich außer beim Sport momentan keinerlei Bewegung kriege, weil ich ständig am Schreibtisch sitze? Hülfe!

Ich könnte ja jetzt noch ausführen, wie das so ist auf einem Ostersonntag im Fitnessstudio. Lauter Bodybuilder oder solche, die sich dafür halten, und klein Muschelschubserin dazwischen, die bei jedem Gerät erstmal gefühlte fünf Minuten lang Luft ablassen muss, damit sie auf ein Gewicht kommt, dass sie bewältigen kann. PFFFFFFFFFFT, so dass es auch ja alle hören. Interessant wäre auch die Geschichte von der aufgedonnerten möchtegern Fitness-Tussi, die mich letztens von einem Gerät verjagt hat. Aber ich lasset mal, Zehenkrämpfe sind grad wichtiger. 😀

9 Antworten to “Es zieht im Zeh”

  1. alpha Sonntag, März 23, 2008 um 20:39 #

    Hm, mir war nicht mal bewusst, dass man in den Zehen Muskeln hat – zumindest nicht so ausgeprägte, als das sie schmerzhaft krampfen könnten. So ein witziges Zucken, wie man es manchmal am Augenlied hat vielleicht.
    Schon mal geprüft, ob nicht vielleicht ein Scherzkeks irgendeinen spitzen Gegenstand in deinem Schuh montiert hat? *lach* 😀
    Spass beiseite: ansich wäre es mir ja zu blöd, wegen Krämpfen zum Doc zu laufen, aber ehe man sich lange quält…

  2. spinpoint Montag, März 24, 2008 um 00:14 #

    …hmm, also ich kenne das nicht in den Zehen, sondern in der Fußsohle. Hört sich zwar auch ziemlich blöde an, bekomme ich aber auch regelmäßig, wenn ich lange auf dem Ergometer war und danach z.B. meine Jeans wieder anziehe (mit leicht nach unten abgeknickten Zehen). Hatte ich früher auch manchmal beim Schwimmen. Dehnen und Magnesium hilft bei mir relativ gut (und die krampfende Zehenstellung = Zehen nach unten) vermeiden. Für Magnesiumzufuhr kann ich auch Bananene empfehlen. Genau wie das Magnesium schon vor dem Sport nehmen, nicht erst dabei/danach… Ein paar kleine Tipps, hoffentlich könne die helfen. Ich weiß nämlich wie weh das tut und blöde das aussieht 😉

  3. Torsten Montag, März 24, 2008 um 09:58 #

    Hey Sonja,
    auf jeden Fall sind gute passende Schuhe wichtig. Außerdem kannst du ja vielleicht zwischendurch mal das Gerät wechseln, beim Crosstrainer hast du das Fußgewölbe ständig belastet, beim normalen gehen hast du einen Wechsel aus Be- und Entlastung, dadurch kommt es rein mechanisch zu einer natürlichen Versorgung der entsprechenden Muskulatur. Das ist übrigens auch der Grund, warum so vielen auf den Crossern die Füße taub werden. Ich würde dir empfehlen, nach 20-30 min. mal auf´s Laufband oder Fahrrad zu wechseln.
    Lass dir abends doch mal ´ne schöne Fußmassage verabreichen…
    Ich hoffe, ich konnte dir weiter helfen,
    Frohe Ostern,
    Torsten

  4. nordstrahl Montag, März 24, 2008 um 20:11 #

    Hallo Muschel,

    aus Sicht der Reflexzonen, die am Körper sind, betrifft die Zehenpartie auch den Kopf/Gerüst-Bereich. Bei Google lassen sich unter „Fußreflexzonen“ gute Bilder zur Darstellung aufrufen.

    Deshalb kann es sein, dass du zwar Schmerzen in den Zehen spürst, aber in Wirklichkeit reagiert dein Kopf/Gerüst/Bereich. In deinem Fall könnte es sich um eine arge Verspannung im Wirbelsäulenbereich im oberen Nacken drehen. Vielleicht haben sich dort Verspannungen zu sehr manifestiert und während deines Trainings im Fitness entspannt du dich nicht, sondern verspannst den Bereich weiter an. Vielleicht findest du einen netten Masseur, der deinen Nacken massiert und alles wieder entspannt.

    Im übertragenden Sinne läd der Mensch sich seine täglichen und zusätzlichen Lasten stets auf den Nacken. Das kann zu zusätzlichen Verspannungen führen. Vielleicht hast du dir zu viel „aufgenackt“.

    Wadenkrämpfe haben zwei Teilnehmerinnen im Yogakurs und sie nehmen beide Magnesium. Die Ursache kann auch hier in einer starken Gegenspannung liegen. Da gibt es ja den Agonist und den Antagonist – also ein Gegenspieler auch in der Muskulatur. Weil diese beiden Muskeln miteinander arbeiten – Museklanspannung und Gegenzug von Gehenspieler – verzichtet man heut auf das Nachfedern in der Dehnung. In der Dehnung nur mit einem Ausatemzug weiter in die Dehnung gehen. Diese muskulösen Gegenspieler reagieren – zumindest bei den Teinehmerinnen überheftig – und so kommt es zu schmerzhaften Verkrampfungen. Auch das kann man im übertragenden Sinne betrachten.
    Vielleicht arbeitest du unbewußt und übermäßig gegen eine Tendenz, die z.Zt. nicht in dein Konzept paßt.

    Das waren ein paar ganzheitliche Betrachtungen einer Yogalehrerin. Vielleicht kannst du damit was anfangen.

    Gruß Nordstrahl

  5. daniel Dienstag, März 25, 2008 um 10:06 #

    hallo muschelschubserin,

    kenne diese probleme. bekomme es aber nicht auf dem crosstrainer sondern beim joggen oder fußballspielen. seit ich etwas weniger mache, haben die probleme nachgelassen. nehme auch keine zusätzlichen nahrungsergänzungsmittel, sonder versuche es lieber mit viel obst und gemüsse…
    leider kann ich dir aber keinen ‚echten‘ tip geben ausser: „Da musst du durch“.

    lg daniel

  6. Muschelschubserin Dienstag, März 25, 2008 um 11:10 #

    Hm, also zum Arzt gehe ich damit nicht, es tritt ja nur nach dem Sport auf und hat somit damit was zu tun.

    Das Magnesium werde ich wirklich mal vor dem Sport nehmen, hab das bisher immer eher abends gemacht.

    Ich hab immer meine Laufschuhe an, daran kann’s also nicht liegen. Aber ich schätze, Torsten hat Recht. Es ist einfach zu lange auf einem Gerät und somit eine viel zu ungleiche Belastung. Mir werden auch schon seit Längerem die Füße kribbelig, wenn ich ein Weilchen auf dem Crosstrainer stehe. Hab erst gedacht, es länge an den Fitness-Schuhen und bin daher auf meine Laufschuhe umgestiegen, was aber nix geändert hat. Mittlerweile steh ich aber noch viel länger auf dem Gerät, von daher wird es das wohl sein. Ich mach zwar schon immer zwischendurch das Gerätetraining, aber ich sollte vielleicht wirklich eher Crosstrainer und irgendwas anderes machen. Das wäre dann wohl Rad, denn was Laufband / Joggen angeht, bin ich leider absolut unfähig.

    So ganzheitliche Ansätze find ich sehr interessant und das ist mir auch nicht neu. Ich hab einige Jahre unter chronischen Nacken- und Spannungskopfschmerzen gelitten, was wirklich vor allem mit einer zu schweren seelischen Last zu tun hatte. Kenne mich also vor allem mit chronischen Schmerzen und den Folgen bestens aus, weil ich mich auch theoretisch sehr stark damit auseinander gesetzt habe. Definitiv sind mein Kopf und Nacken die „Sollbruchstellen“ meines Körpers. Deswegen fragte ich auch, ob es auch was mit dem Rücken zu tun haben kann. Eine Rolle spielt das sicherlich, denn der leidet momentan eh wie selten zuvor wegen der Lernerei.

    Obst und Gemüse kann ich essen so viel ich will, ohne zusätzliches Magnesium krieg ich Wadenkrämpfe. Deshalb nehm ich das seit Australien eigentlich fast täglich. Und siehe da, bis auf die letzte Zeit hab ich damit nix mehr zu tun gehabt. Vorher dagegen jede Nacht.

    Ich danke euch für die vielen Tipps! 🙂

  7. Babs Dienstag, März 25, 2008 um 19:44 #

    Schnubbel,
    hab ich rel. oft während des Trainings (Volleyball) und immer beim Training (tanzen). Hab die ganz starke Vermutung, dass es a) mit dem Schuhwerk zu tun hat und b) mit der oftmals gleichen Belastung. Beim tanzen macht man ja ganz oft immer wieder die gleiche Bewegung bis sie sitzt…und die Schuhe haben halt Absätze. Hmmm.

    Aber ist superinteressant, was die anderen für Erfahrungen und Kenntnisse haben!

    Knutschi nach Bayern und ein Kaffee-tassen-prost an die Stromfrau!

  8. Monika Mittwoch, November 3, 2010 um 21:07 #

    Hallo Muschelschubserin,
    hat sich denn Dein Problem mittlwerweile gelöst? Vielleicht könntest Du mir auch mal einen Tipp geben. Ich nehme morgens immer 15 Stück Schüssler Nr. 7 (Magnesium) und bekomme nach dem Spinning (2x die Woche)und jetzt auch noch beim Squashen, obwohl ich für beide Sportarten die richtigen Schuhe habe (beim Spinning sogar Klickschuhe) danach so dermaßene starke Krämpfe in den Zehen – mal auf einer Seite, mal auf beiden Seiten. Das hatte ich bis vor gut 3 Monaten nicht. Da ging ich sicherlich nur sporadisch zum Sport, hatte aber das Problem nie.
    Hat sich bei Dir schon irgendwas verbessert?

    Viele Grüße Monika

  9. muschelschubserin Dienstag, November 9, 2010 um 19:08 #

    Hallo Monika,

    ich kann dir leider keine Tipps geben. Magnesium nehme ich auch regelmäßig, da ich sonst mit oder ohne Sport nach wenigen Tagen nachts und morgens Wadenkrämpfe bekomme. Meine „Lösung“ lautet derzeit: Sportfrei. Allerdings hat das nix mit meinen Zehen zu tun…

    Trotzdem alles Gute!

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