„Emma“ war da

1 Mrz

emma.jpg

Ganz Deutschland wird derzeit von Sturmtief „Emma“ aufgesucht, mit zum Teil bizarren und auch gefährlichen Auswüchsen. Auch hier in Südbayern, wo ich mich für ein paar Wochen aufhalte, ist „Emma“ vor wenigen Stunden durchgefegt – und hinterlässt nicht nur staunende Gesichter. Kurz bevor ich einkaufen gehen wollte, bei bewölkten 12 Grad, traf „Emma“ ein. Sie brachte die Bäume vorm Haus zum Knarren, wehte Äste, Zweige und Tannenzapfen durch die Luft und verursachte ein mulmiges Gefühl. In der Unwetterwarnung für den Kries Miesbach las ich was von möglichen Gebäudeschäden, umherfliegenden Gebäudeteilen, entwurzelten Bäumen und Blitzeinschlags-Gefahr. Draußen peitschte Hagel gegen die Fenster und Donner grollte durchs Tal. Das Einkaufen fiel aus.

Heulend verzogen sich die schwersten Auswüchse „Emmas“ kurze Zeit später wieder vom Tegernsee, wo das Wasser wütend an die Ufer peitschte und der ein oder andere Steg bereits in der Gischt versank. „Emmas“ Wut scheint mittlerweile abgeklungen, jedoch ist die Temperatur binnen 30 Minuten von 12 auf 2 Grad abgesunken und seitdem schneit’s! Wie bizarr, hatte ich doch erst vor wenigen Tagen was von 20 Grad warmem Sommerwetter geschrieben (siehe Foto im entsprechenden Post).

Weitere, regelmäßig aktualisierte Infos zu den landesweiten Unwetterwarnungen gibt es bei Wetter.com (auch für einzelne Bundesländer und Kreise). Infos für Bayern finden sich hier. Außerdem werden dort Sturmvideos gesammelt und Tipps gegeben. Die Tagesschau berichtet und gibt ebenfalls Unwetterwarnungen heraus.

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10 Antworten to “„Emma“ war da”

  1. Paul Samstag, März 1, 2008 um 13:18 #

    Oha, Schnee ^^ So schlimm ist es bei uns zum Glück nicht. Bei uns regnet es zwar wie verrückt und jede Menge Hagel usw. kam aber zum Glück kein Schnee.

  2. alpha Samstag, März 1, 2008 um 13:41 #

    Hier im Harz ist es auch (noch) recht erträglich. Bekannte berichten zwar, dass es heute morgen ganz schön ungemütlich gewesen sein soll, sogar mit Gewitter! Aber wenn ich schlafe könnte der Blitz direkt neben mir einschlagen – ich würde es nicht mitkriegen.

    Einen Verlust habe ich aber dennoch zu beklagen: Meine Einkaufsklappbox. 😦 Weils so geregnet hatte hab ich wohl zu viel auf einmal geschleppt, dabei hats die Box entschärft…

    Ich hoffe jedenfalls, dass das gröbste überstanden ist.

  3. Babs Samstag, März 1, 2008 um 14:11 #

    In Köln hats tierisch gewittert und der Wind hat mich an das Unwetter (Kyrill) vom letzten Jahr erinnert. Alter Schwede, ich dachte, der Balkon weht weg…

  4. Aki Arik Samstag, März 1, 2008 um 14:23 #

    Bald scheint wieder die Sonne 😉

    à propos Tegernsee: warst du schon mal im Olaf-Gulbransson-Museum?

  5. Sylt Blog unter Sturm Samstag, März 1, 2008 um 20:52 #

    Und bei uns auf Sylt peitscht das Wasser an die Küste – Bilder siehe URL.

    Stürmische Grüße von ganz Nord nach ganz Süd 😉

  6. Muschelschubserin Samstag, März 1, 2008 um 23:06 #

    @Paul
    Eis auf dem Fenster ist aber auch nicht schlecht. 😉

    @alpha
    Ich hoffe, dass es bei euch so geblieben ist. Hier fegt’s seit einer Weile wieder ganz schön.

    @Babs
    Gut, dass der Balkon noch dran ist. Steht der Dom noch? Will ich doch hoffen. 🙂

    @Aki Arik
    Nein, war ich nicht. Sagt mir auch nichts. Aber du scheinst mehr zu wissen. Klär mich gerne auf, vielleicht interessiert’s mich ja. 🙂

    @Sylt Blog
    Wie gesagt, tolle Fotos! Ich beneide euch um die Nähe zum Meer. 🙂

  7. weltkind Sonntag, März 2, 2008 um 00:28 #

    hier im ruhrgebiet – zumindest in gelsenkirchen – war gar nix von emma zu merken. da sorgten allenfalls die bayern auf schalke fuer stuerme der entruestung 🙂 – gruesse nach seudbayern vom weltkind.

  8. Aki Arik Sonntag, März 2, 2008 um 13:47 #

    @Muschelschubserin:
    In kenne das Museum von einer Ausstellung über die politisch-satirische Zeitschrift „Simplicissimus“. An diesem Blatt hatte neben Hermann Hesse, Thomas Mann oder Frank Wedekind (und vielen anderen berühmten Schriftstellern) eben auch Olaf Gulbransson mitgewirkt. Einige Geschichten um diese Zeitschrift wurden auch in meiner Familie erzählt, weil einer meiner Großväter als Fotograf die Ausläufer dieser damaligen Münchner Künstlerszene noch miterlebt hatte. Stichwort „Münchner Bohème“ (nicht: digitale Bohème 😉 ). Also war ich natürlich neugierig auf diese Ausstellung. Den Zeichner und Karikaturisten Olaf Gulbransson hatte es übrigens von Norwegen an den Tegernsee verschlagen. Ich behaupte jetzt mal wegen einer Frau, aber ehrlich gesagt, wissen tu ich es nicht.

  9. Zaubermaus Samstag, März 8, 2008 um 20:28 #

    Ach ich sag Euch das war gar nix, im Gegensatz, dazu wie unsere „Emma“ manchmal wütet! 🙂 Vora allem wenn SIe Hunger oder Bauchweh hat!;)

  10. Muschelschubserin Sonntag, März 9, 2008 um 19:21 #

    An eure kleine Emma hab ich auch gedacht, als ich zum ersten Mal den Namen des Sturmtiefs hörte. 😀

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