Ein Knall, schlotternde Knie und viel Staub (mehrmals aktualisiert)

17 Feb

vorhernachher.jpgDer Schrecken sitzt mir noch immer in den Knochen. Der Knall war dermaßen laut, dass mein Finger vom Auslöser gehüpft ist und die Serienbildaufnahme damit nicht funktioniert hat. 😀 Da steht man minutenlang da und wartet auf den Knall und dann erschreckt man sich doch, dass die Knie schlottern. Und so langsam fängt dann auch der Staub in den Augen kräftig an zu jucken, denn der Wind trug den ganzen grauen Schleier direkt auf die Zuschauer auf dem Friedensplatz zu, die schlagartig flüchteten. Nach der Sprengung dauerte es noch etwa 2 Stunden, bis ich wieder in die Wohnung konnte. Dafür ist alles heile geblieben. 🙂
Ich lasse einfach Bilder sprechen und verlinke einige Quellen mit Videos und Bildern von der heutigen Sprengung des ehemaligen Volkwohl Bund Gebäudes auf dem Dortmunder Südwall. Bundesweit hat es übrigens bis heute noch keine Sprenung gegeben, bei der die anderen Gebäude so nah (35 Meter) am Sprengobjekt standen und bei der eine U-Bahn-Linie direkt unter dem Sprengobjekt verlief.

Unser Video (Sprengung beginnt etwa bei 54 Sekunden):

Fotos:

123.jpg

staubwolke.jpg

schutthaufen.jpg

kind.jpg

WDR:

RUHR NACHRICHTEN:

DER WESTEN:

Weitere Infos zur Vorgeschichte findet man in diesem Blog. Eine Übersicht über alle meine Beiträge gibt es hier. Außerdem haben auch andere Blogger das Thema für sich entdeckt: Hier gibt’s Infos zum neuen Gebäude, das bis 2010 fertiggestellt werden soll, hier gibt’s viele weitere Fotos, hier gibt’s Fotos vom Hinterhof von letzter Nacht und Aufnahmen von vor, während und nach der Sprengung. Tolle Fotos gibt’s außerdem hier.

Und weil’s so viel Spaß macht: Auch in München hat’s heute fast zur selben Uhrzeit bei der Sprengung des Agfa-Hochhauses laut geknallt. 😀 N-Tv berichtete darüber.

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18 Antworten to “Ein Knall, schlotternde Knie und viel Staub (mehrmals aktualisiert)”

  1. Claudia Sonntag, Februar 17, 2008 um 20:56 #

    Eindrucksvolle Bilder! Aber das mit der einzigartigen Nähe zu umliegenden Gebäuden stimmt nicht ganz.
    Am 4.9.1995 wurde der Glockenturm der ausgebrannten Canisius-Kirche in Berlin-Charlottenburg gesprengt. Die nächsten bewohnten Gebäude sind unmittelbar rechts und links davon (definitiv weniger als 35 m); sie wurden für die Sprengung evakuiert.

  2. Muschelschubserin Sonntag, Februar 17, 2008 um 21:08 #

    Ok, wenn du das sagst. Im Internet finde ich dazu leider keine Angaben, will das aber trotzdem mal nicht bezweifeln. 🙂 Werde das entsprechend editieren. Danke für den Hinweis.

  3. Klaudia Sonntag, Februar 17, 2008 um 22:43 #

    sprengungen sind schon wastolles 😉

  4. Babs Montag, Februar 18, 2008 um 08:50 #

    Ich habs tagsüber im Radio verfolgt und freu mich über das Filmchen. Echt cool!

  5. Muschelschubserin Montag, Februar 18, 2008 um 16:19 #

    @Babs
    Warum nur im Radio? Warste unterwegs?

    Ich hab die ganze Nacht davon geträumt. 😀 Die Kreuzung sieht total komisch aus jetzt, ich höre die Bagger beim Schutt abtragen. Die Sprengung war irgendwie noch wesentlich beeindruckender, als ich erwartet hatte.

    Und im Umkreis der Baustelle sieht man diese Tage nur noch Leute, die hoch gucken bzw jetzt nicht mehr ganz so hoch gucken, aber immernoch in diese eine Richtung.

  6. Babs Montag, Februar 18, 2008 um 18:29 #

    Nee, hab am Schreibtisch gesessen und gelernt,
    2. Staatsexamen steht vor der Tür :o(
    und was ich so gedacht hab, hab ich dir ja geschrieben.
    Knutschiiiiiiiiiihhhihihihiiiiii

  7. nordstrahl Montag, Februar 18, 2008 um 19:41 #

    Hallo Muschel… ,
    das Fernsehen berichtete gestern und auch heut über das Ereignis. Kaum zu glauben, dass ür die Vorbeietung, diesen Ginganten aus dem Stadtbild verschwinden zu lassen, 4 Monate ins Land gingen.
    Wenn ich die Nachrichten richtig verstanden habe, dann soll dort wieder ein Hochhaus entstehen.

    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend

    Gruß Nordstrahl

  8. alpha Montag, Februar 18, 2008 um 20:28 #

    hm, muss man sowas direkt vor der haustüre haben? ich sage Nein! Aber mit dieser Problematik werde ich in einer historischen Altstadt mit dem Welterbe-Siegel wohl niemals konfrontiert werden.
    (Angucken würde ich mir sowas aber trotzdem mal… *lach*)

  9. Muschelschubserin Montag, Februar 18, 2008 um 22:39 #

    @Nordstrahl
    Ja, da kommt ein sehr ähnlicher Bau hin, jedoch wesentlich moderner mit viel Glas und Holz. Aber auch sehr groß. Und ja, die haben vier Monate gebraucht. Vier Monate voller Hämmerei, Bohrerei, Klopperei und vielen weiteren lustigen Geräuschen. Und für den Aufbau sind weitere 3 Jahre angesetzt. Alles nur mit einer vierspurigen Straße zwischen dem Geschehen und meinem Schlafzimmer. :/ Allerdings werde ich vermutlich gar nicht mehr so lange hier wohnen.

    @Alpha
    Nee, muss man nicht. 😀 Aber ich hab mich wie schon bei der WM, bei der die Fanmeile an meinem Schlafzimmer vorbei führte, nach kurzem typisch deutschem Gegrummel optimistisch auf die Sache eingelassen – und es nicht bereut. Die WM war der Oberhammer, die Sprengung absolut sehenswert. 🙂
    Ne historische Altstadt hätten wir hier auch, wenn Dortmund nicht leider zum erheblichen Teil weggebombt worden wäre im Krieg. 😦

  10. weltkind Montag, Februar 18, 2008 um 22:57 #

    in muenchen hamse zeitgleich auch http://de.youtube.com/watch?v=Im-7gF9N-qo&feature=related gesprengt ;-). das agfa-haus. und beim anschauen des youtube-filmchen waren im hintergrund die gleichen aufgeregten stimmchen zu hoeren (ganz hohe tonlage – angst? spannung?). die erotik der sprengung ;-). bei meinem sohn war es frueher, als er klein war, die abrissbirne – da war er nicht wegzukriegen, wenn die zuschlug bei uns in der essener city. uebrigens: sehr schoener beitrag. hab´ich ja auch nicht anders von dir erwartet ;-).

  11. Muschelschubserin Dienstag, Februar 19, 2008 um 10:16 #

    Oh, vielen Dank. 🙂 Das mit dem Agfa-Haus steht ganz unten am Ende des Beitrags. Du hast Recht, da hat’s fast zur selben Minute geknallt. Hatte das zufällig über Technorati gefunden. Da das Haus viel größer war, wundert es mich eigentlich, dass hier so ein großes Medienaufkommen war. Lag vielleicht auch an der U-Bahn darunter und der engen Bebauuung. Mir soll’s recht sein. 😀

  12. Stromfrau Dienstag, Februar 19, 2008 um 14:12 #

    … ich habs im TV gesehen! Ich finde Sprengungen immer superaufregend… im April soll in Castrop-Rauxel ein Schornstein gesprengt werden; hoffentlich kann ich das mal wieder in live ansehen!

    Danke für den Bericht und die Links mit den Fotoserien! Von mir aus können die jeden Tag was sprengen; dann werde ich nie arbeitslos, weil wir immer wieder was aufbauen können ;o)

    Dickes Kussihihihihihi *fandichvollsüßvonbabs* 😀

  13. Sebastian Mittwoch, März 5, 2008 um 08:54 #

    Gestern wurde wieder über die Sprengung in Dortmund berichtet. Diesmal bei VOX. 🙂

  14. Muschelschubserin Mittwoch, März 5, 2008 um 10:25 #

    Huch, so spät noch? Hab ich nicht gesehen. :/

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