Ein Strauch zittert…

4 Jan

 

erinnerungen.jpg

…weil ein Vogel darüber flog.

Das Herz erzittert,

weil Erinnerung es durchzog.

Sándor Petöfi (1823-49), ungar. National-Dichter

 

4. Januar 2007.

 

Foto: Pixelio – sparkie

9 Antworten to “Ein Strauch zittert…”

  1. Aki Arik Samstag, Januar 5, 2008 um 12:14 #

    S u p e r !

  2. Anika Samstag, Januar 5, 2008 um 17:36 #

    ui toll…ich komme langsm in das Alter, in dem ich Gedichte toll finde…:-)

  3. Babs Samstag, Januar 5, 2008 um 20:09 #

    Ich hab vorgestern am Schreibtisch sitzend noch an den Anruf vor einem Jahr gedacht, als es um ein aufgebrochenes Autofenster ging und die Aufregung und das Mitfiebern während der ersten Tage und dann das regelmässige Blog-Aufsuchen im Verlauf der Monate….

  4. Babs Samstag, Januar 5, 2008 um 20:10 #

    Stufen
    Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
    Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
    Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
    Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

    Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
    Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
    Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
    in andre, neue Bindungen zu geben.

    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
    Der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
    An keinem wie an einer Heimat hängen,
    Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
    Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.

    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
    Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
    Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
    Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
    Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden …
    Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

    Hermann Hesse

  5. Muschelschubserin Sonntag, Januar 6, 2008 um 13:21 #

    Danke Babs, schönes Gedicht! Literatur und Gedichte krieg ich grad aus mehreren Richtungen um die Ohren gehauen oder haue es mir selbst um die Ohren, und finde unendlich weise Worte sowie Gedanken, die mir aus der Seele sprechen. 🙂

  6. Babs Sonntag, Januar 6, 2008 um 21:13 #

    Das ist das einzige Gedicht, das ich kenne, bei dem ich immer n Kloß im Hals bekomme…weils irgendwie auf Australien (für dich), auf Cadaques (uns) und viele Situationen in meinem Leben passt. Ich dacht, ich bringe es mal unters Volk
    :o/

  7. Nordstrahl Montag, Januar 7, 2008 um 11:52 #

    Hallo Muschelschubserin,

    es stimmt und gestern hatte ich wieder den Beweis dafür. Über eine Erinnerung – die emotional stark mit Traurigkeit verbunden ist – kann ich nicht erzählen, ohne dass es mich wieder und wieder zu Tränen rührt. Die Tränen zu umschiffen gelingt mir nur, wenn ich nur den rationalen Gedanken zu lasse – mein Herz sozusagen aus der Diskussion ausschließe.

    Ich wünsche dir ein schönes neues Jahr

    Gruß Nordstrahl

  8. Aki Arik Mittwoch, Januar 23, 2008 um 23:23 #

    „Mein Herz ist der Muschel gleich,
    die Perle: des Freundes Bild.
    Ich passe nicht mehr in mich –
    Er füllt das ganze Herz mir aus.“

    Dschelaleddin Rumi

  9. Muschelschubserin Donnerstag, Januar 24, 2008 um 10:55 #

    Schööön. 🙂 Danke dafür.

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