Trauriges aus dem Leben

21 Dez

Gestern im Laufe des Tages: Ein Mann begibt sich unangemeldet zur Wohnung seines Vaters, den er schon länger nicht mehr gesehen hat. So kurz vor Weihnachten möchte er vielleicht wissen, wie es ihm geht. Der Mann hat einen Schlüssel und geht in die Wohnung. Sein Vater ist nicht da. Er wundert sich, wartet. Es wird Abend, nichts passiert. Irgendwann legt er sich in der Wohnung seines Vaters ins Bett. Heute Morgen wird er wach. Er liegt im Bett, hört Geräusche in der Wohnung. Er steht auf. „Wer sind Sie, was machen Sie hier“, fragt er die beiden jungen Leute, die bereits die Wohnung durchsuchen. Erstaunt ob seiner Anwesenheit antworten sie: „Wir sind beruflich hier. Der Mann, der hier gewohnt hat, ist verstorben. Wir suchen nun nach Papieren, Geld und Angaben zu Angehörigen.“ „Ich bin sein Sohn“, sagt der Mann und bricht in Tränen aus.

Das hat sich wirklich heute Morgen so zugetragen. Ich werde versuchen, vor allem in diesen Tagen auch an die Menschen zu denken, denen es nicht so gut geht wie mir. Man glaubt nicht, wie oft genau solche Dinge passieren. Oftmals ohne Angehörige, die die Toten vermissen…

4 Antworten to “Trauriges aus dem Leben”

  1. Stromfrau Samstag, Dezember 22, 2007 um 10:40 #

    *snief*

    Gestern auf dem Weihnachtsmarkt am Parkhaus saß ein Obdachloser. Eine Passantin fragte ihn, warum er sich nicht in den Vorraum des Parkhauses setzen würde, es wäre doch so kalt. „Da dürfe er nicht rein“ …antwortete er und aß ein weggeworfenes Fischbrötchen von der Fischbude nebenan… und außerdem meinte er, dass die Füße wohl nach 2 Stunden bissel kalt werden, aber da gewöhne man sich dran! 😦

    Und ich jammer schon nach 30 Minuten, dass ich kalte Füße habe, obwohl ich paar dicke Socken und fette Stiefel habe… es geht immer vielen Leuten schlechter als mir!

    Und: es ist glaube ich mein 28. Weihnachten ohne meinen Bruder, aber er fehlt immer noch so wie beim ersten Mal! Gerade in diesen Tagen wird mir immer bewusst, wie froh ich sein kann gesund zu sein und ein Dach über den Kopf zu haben!

    Ich wünsche allen ein besinnliches Fest!!!

  2. Aki Arik Samstag, Dezember 22, 2007 um 15:22 #

    Finde ich gut, dass du in dem ganzen Weihnachtsrummel Zeit für echte Anteilnahme findest – und vor allem, dass du es auch veröffentlichst. Wünsche dir ein frohes Fest und einen guten Rutsch.

  3. Nordstrahl Samstag, Dezember 22, 2007 um 17:33 #

    Hallo Muschelschubserin,
    das ist wirklich sehr traurig. Einsame Menschen, die so sehr zurück gezogen leben, dass ihr Tod sie auch allein überrascht.
    Für manchen Menschen kommt er so überraschend, dass er sich nicht einmal darauf vorbereiten kann um sich von seinen Lieben zu verabschieden, bzw. auch den Angehörigen nicht die Möglichkeit gibt, sich zu verabschieden.
    Für den jungem Mann wird dieses Jahr sicher die schwierigste Weihnachten sein.

    Gruß Nordstrahl

  4. Muschelschubserin Sonntag, Dezember 23, 2007 um 13:26 #

    @Aki Arik
    Wie ich sehe, hattest du eine ähnliche Idee. Find ich auch gut! 🙂

    Ansonsten danke für weiteren Nachdenk-Stoff @Stromfrau und Nordstrahl.

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