Verdammte Hacke!

19 Jul

Ich wusste, dass mein erster ernsthafter mittelalterlicher Nähversuch mit irgendeinem fiesen Fehler verbunden sein würde. Ich hab zwar bisher nur das Schnittmuster erstellt und die einzelnen Teile meines Bauernkleids ausgeschnitten und mit Nadeln zusammen gepinnt und zumindest keinen groben Fehler begangen, den ich nicht wieder ausgebügelt kriege. Auch ist der Färbeversuch noch nicht schief gegangen und ich hab noch kein fleckig-braun-gelbes Kleid vor mir liegen, das eigentlich gleichmäßig braun werden sollte. Dafür zieht und pocht es aber gemein in meiner rechten Hacke. Statt eines ins Kleid eingebauten Fehlers hab ich mir nämlich ne Verletzung zugezogen. Ich muss sagen, die Hacke ist ein doofer Ort für Verletzungen. Man belastet sie ständig, es hört auf Grund des ständigen Drucks nicht auf zu bluten, man hinterlässt überall rote Blutflecken und es zieht besonders fies. Dabei hab ich es über bestimmt zwei Stunden geschickt hinbekommen, um die ganzen auf dem Boden liegenden Nadeln herum zu balancieren. Und ich habe mir das mit Nadeln verpinnte Kleid zwei Mal über den Kopf gezogen ohne mich dabei selbst zu akupunktieren. Aber ich bin es trotzdem selber Schuld.

Lektion Nummer eins in Sachen Nähen habe ich gelernt: Lasse niemals deine neue Stoffschere einfach auf dem Boden liegen, wenn du auf Grund akuten Sommerausbruchs barfuß rumläufst! Ich geh mal Wunden lecken, denn es fängt erst jetzt an sich so richtig bemerkbar zu machen… Aua.

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5 Antworten to “Verdammte Hacke!”

  1. Anika Lindtner Donnerstag, Juli 19, 2007 um 23:04 #

    Ich habe mal (warum auch immer) einen Radschlag in der Küche gemacht, dabei einen Teller zerbrochen und bin dann mit dem hacken hineingesaust. War auch nicht so nett. Aber dank Scharfgarbe wars am nächsten Tag nur noch eine kleine feine Narbe…:-)

    Und warum nähst Du Dir ein Bauernkleid?

  2. Muschelschubserin Freitag, Juli 20, 2007 um 11:02 #

    Ich bin in einer Mittelaltergruppe und wir nehmen regelmäßig an Märkten und Heerlagern teil, wo wir für Besucher authentisch Geschichte darstellen. Deshalb brauchte ich noch ein Kleid. *g*

    Ein Radschlag, wow! Dabei würd ich mir nicht nur die Hacke, sondern den gesamten Rücken verletzen mittlerweile. Ich werd alt… 😀

  3. Kassiopaia Freitag, Juli 20, 2007 um 20:16 #

    Ich sitze hier gerade mit schreckensgeweiteten Augen. Iiieh! Ich meine äh gute Besserung! Trottzdem, meine Vorstellung ist gerade noch zu bildlich, als dass ich mir nicht gerade einen Splattermovie von euch beiden ausmalen könnte…

    Das mit dem Mittelatermarkt finde ich klasse! Das sieht immer so toll aus mit den Gewändern und dem alten Kram, da gehe ich voll gerne hin. Also viel Erfolg noch beim Nähen! ^^

  4. Muschelschubserin Freitag, Juli 20, 2007 um 20:36 #

    Danke! 🙂 Bevor das Teil nicht gefärbt ist und komplett zusammen genäht an meinen Körper passt, glaube ich noch nicht so recht, dass ich das wirklich hinkriege. Ich bin der perfekte Kandidat für im-letzten-Moment-den-Halsausschnitt-mitzugenäht oder solche Späße…

    Ich muss grad grinsen, denn ich kam direkt von deiner zweiten Schwarm-Kritik hierher. *g* Was für ein Zufall, das Internet ist scheinbar genauso klein wie die Welt. 🙂

Trackbacks/Pingbacks

  1. Walnuss-Schubserin « Muschelschubserin - Mittwoch, August 1, 2007

    […] August 1st, 2007 Was ne Pamperei! Ich habe endlich meinen Färbeversuch gestartet. Mein Mittelalterkleid ist mittlerweile ohne weitere Verletzungen fertig genäht und die Walnussschalen, mit denen ich den […]

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