Gänsepellige Mädchenplauzen im Schnee

2 Nov

Die Temperaturen sinken, Zeit für uns Mädels, ordentlich Haut zu zeigen! Zu dieser Einsicht könnte frau zumindest gelangen, wenn sie sich die aktuelle Wintermode mal genauer ansieht. Also ich bezweifle ja, dass die Nation nach jeder Menge Spritzgebäck unbedingt nen Blick auf meine gänsepellige Plauze werfen will. Und auch, dass meine Nieren auf Schneestürme stehen. Bauch- und hüftfrei reichen aber diesen Winter lange nicht mehr aus. Jetzt trägt frau sogar Bermudahosen im Schnee. Warum auch damit aufhören, im Sommer sind die schließlich in Massen über die Ladentheken gegangen, also gibt’s die jetzt auch für den Winter. Natürlich als Hüfthose, schön tief sitzend, damit frau den Winterspeck nicht einmal hinter nem normal langen Pulli verstecken kann (sofern sie jemals einen normal langen Pulli findet).

Nun könnte man ja meinen, mit Bermudashorts liefe frau akut Gefahr, sich die Unterschenkel zu verfrostbeulen. Aber auch dafür gibt es eine Lösung: Netzstrümpfe, als Strumpfhose natürlich, nicht, dass man sich ne Blasenentzündung holt! Es dürfen auch zwei paar Netzstrümpfe übereinander sein, is klar. Wir ham schließlich Winter. Das ist kein Witz, ich hab nen Katalog vor der Nase liegen, da ist so eine Kombination abgebildet!

Hauptsache bei der ganzen Geschichte ist aber, dass man ne pudelige Wollmütze auf’m Kopf und die ultimativen Moonboots an den Füßen hat und zu Kurzarmbluse und bauchfreiem Pullunder nen dicken fetten Wollschal trägt. Man hat schließlich ne Menge Stoff nachzuholen, wenn der Rest des Körpers in an jeglichen Enden zu kurzen Klamöttchen steckt!

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4 Antworten to “Gänsepellige Mädchenplauzen im Schnee”

  1. Frank Donnerstag, November 2, 2006 um 23:43 #

    Das ist doch eine kulturelle leistung: Die mode emanzipiert sich endlich vom wetter, nachdem die modemacher sich schon jahrzehnte von ihrem verstand verabschiedet haben.

    Wenn die luftig-sommerliche wintermode dann noch mit blauen leuchtdioden ausgestattet wird, hat die menschliche zivilisation ihre höchste entwicklungsstufe erreicht.

  2. Muschelschubserin Donnerstag, November 2, 2006 um 23:59 #

    Die Mode emanzipiert sich vom Wetter…ja, interessanter Gedanke! Sie könnte sich ja auch von ihren Machern emanzipieren. Oder vom Stoff. Die Macher sich von ihren Drogen. Oder ich mich von der Mode.

    Aber wenn das mit den Leuchtdioden kommt, dann häng ich mir so nen Bernhardiner-Fass um den Hals und warte bauch- und hüftfrei auf die nächste Lawine. Auf das sie komme mit kräftig Getöse!

    (Ich mag übrigens Klappsmüllers „Hirnalaaaaarm!!!“, mal so ganz nebenbei erwähnt. Und ich mag drei Rufzeichen, ein paar Gänsefüße und ein Komma direkt nacheinander zu benutzen.)

  3. Felo Montag, November 6, 2006 um 00:26 #

    Der Sommer war zu kurz, der Winter wird zu lang.
    Eigentlich nur fair, wenn die Klamotten auch wieder zu kurz werden. Irgendwie muss ja der Sommer nachgeholt werden.
    Ich hol schon mal meine kurzen Hosen raus! Man will ja als Mann nicht vom allgemeinen Mode-Trend ausgeschlossen sein und ganz undiskriminiert mitfrieren! So.

  4. Muschelschubserin Montag, November 6, 2006 um 12:12 #

    DAS nenn ich Solidarität! 🙂

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