Archiv für die Kategorie ‘Zeitgeschehen’

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Ich empfehle… (wird nach 18.45 Uhr, Montag, nicht mehr aktualisiert)

Donnerstag, Juni 18, 2009

Update: Ich werde diese Liste nun nicht weiter aktualisieren. Interessante aktuelle Texte zu diesem und anderen Themen gibt es wie vorher auch unter „Fremdlesen“.

… einen ausführlichen Blick in die Sidebar, unter „Fremdlesen“ und folgende Linkliste. Bitte.

Weitere Links zu guten Quellen bitte in die Kommentare (ich bin sicher, morgen gibt’s sehr viel dazu, Gutes wie Schlechtes). Wenn ich Zeit habe, update ich hier auch, aber das kann ich leider nicht garantieren.

Zur aktuellen Entwicklung hier Meinungen, Aktuelles und auch noch einmal Quellen mit Argumenten, Fragen / Antworten:

Zensur-Euphoriefetzen

Demo-Teilnehmerin in Berlin. Foto: "Euphoriefetzen", CC-Lizenz

Die Argumente

  • AK Zensur stellt die Argumente gegen das Gesetz anschaulich und übersichtlich dar.
  • Warum es sehr wohl um Zensur geht – Ein Text mit Fragen und Antworten für alle, die sich im Internet nicht so gut auskennen

Fakten & Entwicklung (in chronologischer Reihenfolge)

Meinungen

Weiterführende Links:

Bin für Tipps und Links dankbar, da ich das Thema aus Zeitmangel nur bedingt selber verfolgen kann in diesen Tagen. Danke dafür! :)

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Auf welcher Seite der Kluft steht ihr? (inkl. 2 Ergänzungen)

Dienstag, Juni 2, 2009

Bei Spiegel Online gibt’s einen höchst lesenswerten Beitrag zum Thema Netzsperren, in dem deutlich wird, was dieser ganze Konflikt ausgelöst hat und warum es so gekommen ist:

Die Überraschung unter den politischen Spitzenkräften Berlins in den vergangenen Wochen war kaum zu übersehen. Etwas Unerhörtes war passiert. Eine neue politisch-gesellschaftliche Frontlinie ist sichtbar geworden, eine, die das Klima in diesem Land auf Jahre hinaus prägen könnte. Die Generation C64, die erste, die mit Computern aufgewachsen ist, hat die Nase voll von Herablassung und Gängelung, will sich nicht länger an den Rand der gesellschaftlichen Debatte drängen lassen. Sie wehrt sich, mit ihren Mitteln. (…)

Dass die Unterzeichner der Petition gegen das Filtergesetz es wagen, Vernunft und Bürgerrechte sogar unter dem Risiko, als Päderastenfreunde gebrandmarkt zu werden, zu verteidigen, ist eine Entwicklung, die es eigentlich zu feiern gälte. Hier setzen sich Menschen für sinnvolle Gesetze und demokratische Grundprinzipien ein, teils schamloser öffentlicher Diffamierung zum Trotz. Das passt besser zum 60. Geburtstag des Grundgesetzes als jede Sonntagsrede.

In dem Text geht es unter anderem um die These, die ganze Diskussion verdeutliche einen Generationenkonflikt zwischen den jungen mittlerweile im Internet Heimischen und den älteren Offlinern, die dieses Land regieren. Dieser These stimme ich nur bedingt zu, denn es gibt in diesem Land eine Kluft zwischen Onlinern und – erstaunlich vielen – jungen Offlinern, für die das Internet bei Emails und MySpace aufhört. Ein Blick in den Bekanntenkreis reicht, um das zu verstehen. Diese Kluft wird immer größer und sie ist besorgniserregend. Und ich will schon lange tiefer darauf eingehen. Hier geht’s mir aber nur am Rande darum.

14 Tage sind noch Zeit, die e-Petition gegen die Netzsperren zu unterstützen, so wie es nach aktuellem Stand 105.441 Menschen getan haben. Ich hoffe doch sehr, dass darin mittlerweile ein paar Namen enthalten sind, die ich kenne.

Ergänzung 1: Thomas Knüwer hat im Handelsblatt-Blog Indiskretion Ehrensache einen vielleicht noch lesenswerteren Beitrag geschrieben, der zu diesem Thema passt – Lesebefehl:

Heute schnappen sich wenige, politisch hoch interessierte Bürger all die Aussagen und paaren sie mit Hintergrundinformationen, setzen sie in zeitliche Zusammenhänge, kommentieren all das und schließlich vernetzen sie sich. Und dabei nehmen sie mehr Menschen mit, als ein Wolfgang Schäuble oder eine Ursula von der Leyen sich das vorstellen.

So wird die neue Eskalationsstufe jene Entwicklung, die Christan Stöcker in seinem Generation-C64-Artikel beschreibt beschleunigen. Es entsteht eine gewaltige Kluft zwischen den Herschenden und den Sich-Beherrscht-Fühlenden. Das kann und wird auf Dauer nicht gut gehen. Macht die Regierung auf ihrem Kurs weiter, wird etwas passieren.

Ergänzung 2: Der kalte Atem von Vater Staat – Deutschland liegt laut einer amerikanischen Studie auf einer Liste der elektronischen Polizeistaaten auf Platz 10 – weltweit. Unter diesem Link findet sich ein Bericht von 3Sat, der in fünf Minuten noch einmal erklärt, warum die Netzsperren die Demokratie gefährden (ohne auf alle Einzelheiten und Kritikpunkte einzugehen) und was der Staat seit den Terroranschlägen 2001 noch getan hat, um uns zu überwachen, jeden Schritt im Internet, am Handy etc. über mehrere Monate nachverfolgen zu können.

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Die Gestohlenen Generationen: Info-Material

Sonntag, Mai 31, 2009

Seitdem ich in diesem Blog über die so genannten Gestohlenen Generationen (manchmal auch Geraubte Generationen, auf Englisch jedenfalls „Stolen Generations“ genannt) gebloggt habe, finden erstaunlich häufig Interessierte über Suchmaschinen und entsprechende Suchbegriffe zu meinen Beiträgen. Wir mir scheint, sind einige davon auf der Suche nach Material für den Unterricht oder für Referate.

In einem meiner Texte hatte ich bereits das Buch „My Place“ von Sally Morgan (auf Deutsch „Ich hörte den Vogel rufen“) empfohlen. Heute empfehle ich zwei Zeitschriften, die sich dem Thema Gestohlene Generationen teilweise widmen und die für alle Australien-Fans interessant sein dürften:

- Das deutsche Magazin „Australien“ behandelt in der aktuellen Ausgabe die Frage, wie es gut ein Jahr nach dem „Sorry“ von Australiens Regierungschef Kevin Rudd, welches vor allem den Gestohlenen SorryGenerationen galt, aussieht: Welche Maßnahmen hat es seitdem gegeben, die der Diskriminierung und Benachteilung der australischen Aborigines entgegen wirken? Hat sich nachweislich schon etwas an deren Lage geändert? Welche Schritte sind noch notwendig und vor allem: Wird den Aborigines heute wirklich endlich einmal zugehört? Besonders interessant ist das Interview mit Michael Anderson, einem Aborigine-Führer aus New South Wales. Die beiden Beiträge geben einen guten Überblick über die Frage, was ein Jahr nach dem „Sorry“ von eben diesem zu halten ist. Ich hatte schon länger nach Infos darüber gesucht, bisher vergeblich. Und würde mir wünschen, dass weitere, tiefere Berichte mit positiven und negativen Beispielen folgen… (Am liebsten würde ich direkt selbst hinfliegen und losrecherchieren.)

- Als eingefleischter GEO- und Australien-Fan habe ich mir natürlich gleich die aktuelle GEO EPOCHE gekauft – ein ganzes Heft nur über die Geschichte Australiens! Und obwohl ich den Film bereits gesehen habe, habe ich mir für 14,95 Euro die Sonderausgabe inklusive DVD „Long Walk Home“ gekauft. Dieses Magazin habe ich tatsächlich Wort für Wort von vorne bis hinten komplett durchgelesen – und viele neue, interessante Blickwinkel, Fakten und Geschichten gefunden, von denen ich noch nichts wusste. Selbst die Artikel über die Beteiligung der Australier an den beiden Weltkriegen und den australischen Gold Rush habe ich entgegen meiner eigenen Erwartung (weil mich diese Themen bisher nicht so sehr interessiert haben) verschlungen. Der Film, der eine wahre Geschichte behandelt, ist absolut empfehlenswert für alle, die sich mit den Gestohlenen Generationen beschäftigen – ideal auch für den Unterricht (ich habe ihn selbst in Australien in der Sprachschule gesehen; außerdem gibt es dazu ein gleichnamiges Buch, welches ich schon hier liegen habe) – und natürlich gibt’s im Magazin auch einen gedruckten Artikel zum Thema Gestohlene Generationen. Unter jedem Beitrag sind Quellenangaben mit weiterführenden Informationen, zum Teil Originalquellen, die auch im Internet abrufbar sind, enthalten (wie zum Beispiel zum Bericht „Bringing them home„, der 1997 zum ersten Mal das Ausmaß und die psychischen und sozialen Folgen des staatlichen Kinderraubes bekannt machte). Ein wirklich tolles und gelungenes Heft! Das einzige was mir fehlte, war ein Hinweis auf die von mir bereits „verbloggte“ und unglaublich beeindruckende Serie „The First Australians“ über die Geschichte der Aborigines - die ebenfalls für den Unterricht geeignet ist (in Folge 5 geht es um die Gestohlenen Generationen).

Ich hoffe, potenziell Interessierten damit ein paar hilfreiche Tipps gegeben zu haben.

Das Foto zeigt Kinder, die am Redfern Community Centre Banner hochhalten, nachdem sie die Liveübertragung der offiziellen Entschuldigung an die Gestohlenen Generationen im vergangenen Jahr gesehen haben. Das Foto steht zur freien Verfügung. Welche Emotionen diese Entschuldigung ausgelöst hat, kann man übrigens an diesen tollen Fotos ablesen und in diesem Video von ABC sehen (in dem es auch darum geht, dass nicht alle Regierungsmitglieder mit der Entschuldigung einverstanden waren…).

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Übrigens…

Donnerstag, Mai 28, 2009

… wurde nun die 100.000er Marke geknackt. :) In diesem Moment gibt es 100.068 Mitzeichner. Sehr erfreulich!

Wer’s bisher verpasst hat, mitzuzeichnen, kann dies bis zum 16. Juni tun.

Gestern diskutierte man die geplanten Netzsperren im Wirtschaftsausschuss des Bundestages.

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„Dann haben wir hier Klein-China“

Montag, Mai 11, 2009

Gucken! Und hier mitzeichnen.

Gefunden via Fixmbr (-lesenswert-).

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51807 Mitzeichner! (Stand 10.32 Uhr; mehrmals aktualisiert)

Freitag, Mai 8, 2009

Die Petition gegen die Netzsperren, die nur scheinbar dem Kampf gegen Kinderpornografie dienen, hat die Marke von 50.000 Mitzeichnern überschritten! Damit ist sie auf dem Weg zu einer der erfolgreichsten Online-Petitionen, zensursula-2seit es dieses System gibt (2005). Folge ist, dass Franziska Heine, die die Petition initiiert hat, in den Bundestag eingeladen wird, um dort das Anliegen vorzubringen. Ob das wirklich oder nur symbolisch etwas bringt, eines ist klar: Mit dieser Petition wurde ein deutliches Zeichen gesetzt – die wenigsten dürften damit gerechnet haben, dass die Marke 50.000 bereits nach vier Tagen erreicht wird! Auch ich hatte das nicht erwartet, nicht einmal bis zum Ende der Mitzeichnungsfrist Mitte Juni. Hier hat das Internet als Netzwerk gezeigt, was es kann. Und wenn dieses Thema wie bereits in den vergangenen Tagen auch zunehmend den Weg in die etablierten Medien und somit raus aus dem Internet findet, kann das nur gut sein. Wer noch mitzeichnen will, kann dies bis zum 16. Juni tun.

→ Via Zweipunktnull habe ich das Wiki gegen Netzzensur gefunden. Neben den Links, die ich die letzten Male schon erwähnt habe, ist dies eine weitere gute Info-Quelle (auch zum Beispiel für Blogger, die auf der Suche nach Aktionen und Material – Fakten, Grafiken, Videos, Stellungnahmen, Links, Initiativen -  sind).

Auch Missbrauchsopfer organisieren sich gegen die Internetsperren. Oder schreiben einen offenen Brief (PDF) an „Zensursula“.

→ Bei YouTube gibt es zahlreiche Videos mit Anleitungen, wie man die Internetsperren umgehen kann – eine der kürzesten dauert 27 Sekunden!

→ Heute Nachmittag war die Petition auch Thema in der Tagesschau (Beitrag hier angucken) – Minister Guttenberg hat sich darin als ein weiterer Politiker geoutet, der nicht versteht, worum es geht: Die Mitzeichner der Petition sind NICHT Verteidiger von Kinderpornografie, sondern des Grundrechts auf nicht stattfindende Zensur (Artikel 5 des Grundgesetzes). Wir fordern Maßnahmen gegen Kinderpornografie, die wirklich helfen, nicht Maßnahmen, die unsere Rechte beschneiden, uns alle generalverdächtig machen, die Grundlage für eine umfassendere Zensur bilden und obendrein in 30 Sekunden zu umgehen und somit vollkommen wirkungslos sind. Nur damit der ein oder andere Politiker sich beliebt machen kann mit einem Thema, das ja eigentlich nur auf Zustimmung stoßen kann (wenn man nicht so genau hinsieht). Hier gibt’s die Argumente auch nochmal zum Mitschreiben.