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Sydney – Die andere Seite der Stadt

14 Sep

Meine Lust auf Sydney hatte sich in Darwin noch in Grenzen gehalten. Nach unserer Reise die Westkueste hoch kam mir schon Darwin mit seinen etwa 100.000 Einwohnern wie eine Grossstadt vor. Wie sollte es mir da in Sydney gehen, der Stadt, die fuer verstopfte Strassen und Menschenmassen bekannt ist? Wer in Sydneys Central Business District (CBD) einfach stehen bleibt, wird garantiert angerempelt, weil er damit irgendwem den Weg versperrt. Ich selbst habe es immer gehasst, wenn Leute dort ploetzlich stehen blieben. Andererseits sollte Sydney noch einmal ein Highlight sein – schliesslich hatte ich dort 2007 drei Monate lang gelebt und diese Stadt hat mein Herz damals im Sturm erobert. Drei Jahre lang hab ich mich danach gesehnt, hierher zurueck zu kommen.

Noch im Anflug jedoch war alle Skepsis wie weggewischt. Sydney, meine Freundin. Ganz warm wurde mir ums Herz, als ich aus dem kleinen Fenster im Flugzeug deutlich Opernhaus und Harbour Bridge erkennen konnte. Direkt unter mir. Endlich zurueck!

Nach der Landung rein in den Zug, an der Station “Wynyard” mitten im CBD wieder raus. Routine. Wohl hunderte Male bin ich 2007 hier ein- und ausgestiegen.  Durch bekannte Strassen, ueber bekannte Kreuzungen, im bekannt schnellen Sydney-Tempo. Nicht eine Minute musste ich mich umgewoehnen, obwohl ich mir im Norden den “tropischen Gang” angewoehnt hatte, eine quasi durch Hitze bedingte Bewegungs-Zeitlupe. Ich hatte mich im fast nagelneuen YHA im historischen Viertel The Rocks eingebucht. Hostel-Luxus. Mit tollen Zimmern und Baedern, vorbildlich ausgestatteter Kueche und bequemen, menschenfreundlichen Betten. Und mit fantastischem Blick von der Dachterasse. Dafuer zahlt man in den grossen Hotels hunderte Dollar pro Nacht.

Die Betten kamen mir wie gerufen – ich war hundemuede nach dem naechtlichen Flug und gerade einmal zwei Stunden Schlaf. Sydney musste warten, ich musste erstmal schlafen.

Anschliessend hinaus in die Stadt. Alles so bekannt. Als waere ich nie weg gewesen. Wo sind bloss die letzten drei Jahre hin? Wozu habe ich ueberhaupt nen Stadtplan eingesteckt – ich brauche ihn gar nicht! Ueberall Erinnerungen, an meinen Arbeitsweg damals, Ausfluege, Bekanntschaften. Sofort nervt die Schnelligkeit der Stadt wieder ein wenig, trotzdem fliesse ich selber mit im 24 Stunden lang hoerbaren, summenden Rhythmus dieser Stadt.

Ich friere mir allerdings einen ab. Waehrend sich die Sydneysider ueber den spuerbar nahenden Fruehling freuen, komme ich auf 20 Grad ueberhaupt nicht mehr klar. Liege nachts mit drei dicken Decken, langer Hose, langem Shirt und Socken im Bett. Nur meine Nase guckt noch raus. Ich habe nicht genug warme Sachen dabei. Nun, es geht ja nicht anders, ich will ja eigentlich gar nicht, aber ich fuerchte… ja… ich muss wohl gezwungener Massen ein bisschen shoppen gehen. Dazu eignen sich die Innenstadt und wie ich feststelle ganz besonders der am Wochenende stattfindende Paddington Market sowie die Modemeile Oxford Street ganz wunderbar. Und obendrein muss ich natuerlich gut essen, damit mir warm wird. :D

Ich verbringe aber nur knapp zwei Tage in der Innenstadt. Ich kenne sie ja schon und finde ausserdem, dass der CBD nicht gerade Sydneys Glanzseite ist. Es ist wie ueberall in den Weltstaedten: Wolkenkratzer, dazwischen historische Gebaeude, viel Verkehr, viele Menschen, ueberall Konsumtempel, viel Schatten und Wind und viele Abgruende. Die wirklich sehenswerten und schoenen Dinge liegen nicht direkt im CBD. Damit meine ich neben den zig Straenden die Cliff – und Harbourwalks, einige davon gehoeren zu den schoensten der Welt. 2007 hatte ich die Klippenwanderung von Coogee nach Bondi im Blog vorgestellt. Dieses Mal habe ich zwei nachgeholt, die ich damals nicht geschafft hatte: Die Hafenwanderungen von Manly zur Spit Bridge und die Wanderung von Manly durch den anliegenden Nationalpark und auf die Landspitze, die den Eingang vom Ozean in den 20 Kilometer langen Hafen von Sydney (Port Jackson) bildet.

Wer es nicht weiss, der ahnt es nicht: Nur maximal eine halbe Stunde muss man vom CBD aus mit der Faehre fahren (alleine die Fahrt bietet neue Sichtweisen der Stadt), um in ruhigen, teils luxurioesen Wohngegenden zu landen – von denen aus wunderschoene Wanderwege mitten in den australischen Busch oder in Reste schattiger, subtropischer Regenwaelder fuehren. Einen Tag wandere ich vier Stunden lang von Manly zur Spit Bridge (auch die fuer mich eine “alte Bekannte”), am naechsten Tag wieder knapp vier Stunden lang von Manly aus in die andere Richtung. Vorbei an grossen und winzigen Straenden (darunter Schnorchelparadies Shelley Beach), Hauesern, in die ich ohne Zoegern einziehen wuerde (in die alten, schon etwas schiefen, nicht die hochmodernen, sterilen neuen).

Von einer Bucht geht es in grossen Kurven in die naechste, manchmal durch dichten Bewuchs und Begegnungen mit Wildtieren, vorbei an kleinen geschichtlichen Sehenswuerdigkeiten, manchmal mit grandiosen Blicken auf den wenn man mich fragt weltschoensten natuerlichen Hafen und die Skyline. So liebe ich Sydney, so sollte es jeder sehen, anstatt im Konsum- und Verkehrs-Trubel der Innenstadt unterzugehen.

Waehrend der zweiten Wanderung treffe ich zwei Kiwis (Neuseelaender). Wir alle drei wissen nicht, wohin wir weitergehen muessen. Treffen einen Sydneysider. Und der, so sind die Australier und so sind – manchmal – auch die Sydneysider, macht seine Wanderung einfach noch einmal, um uns als ueberraschend informativer Tourguide die besten Ausblicke und wertvolle Infos zu Flora und Fauna zu geben. Locker zwei Stunden lang laufen wir zu viert durch die Gegend. Ich bekomme Reisetipps fuer Neuseeland (und eine weitere Visitenkarte fuer meine Sammlung, “falls ich mal vorbei komme”), gebe selber Tipps zu Western Australia und freiwilliger Arbeit im Naturschutz. Und lerne einiges ueber das Buschland in und um Sydney, werde viele Fragen los, die ich mir alleine nicht haette beantworten koennen. Ganz davon ab, dass ich den Weg durch dieses eher schlecht beschilderte Labyrinth am Nordkap niemals alleine und so Dinge wie den alten Quarantaene-Friedhof ueberhaupt nicht erst gefunden haette. Wie so oft kam die richtige Begegnung zur richtigen Zeit daher gelaufen. Wenn das mal zu Hause auch so laufen wuerde…

Heute ist mein letzter Abend in Australien. (Sydney macht mir den Abschied “leicht”: Es regnet heute in Stroemen und gerade bebt das ganze Hostel vor krachendem Donner.) Morgen Nachmittag um kurz vor vier Ortszeit geht mein Flieger und am Donnerstag Morgen in aller Herrgottsfruehe Ortszeit lande ich in Frankfurt. Ich bin in einer Art mentaler Schockstarre hab ich das Gefuehl. Ich erinnere mich, dass ich mich 2007 genau so gefuehlt habe. Ein paar Tage vor Abreise setzt dieses komische Gefuehl ein. Wie ferngesteuert. Ich mache das nicht freiwillig, das Packen, das zum Flughafen Fahren, das Einchecken und all das Zeug, sondern weil es sein muss. Ich lasse das ueber mich ergehen. Mit moeglichst wenig Nachdenken und moeglichst abgestellten Gefuehlen.

Aber: Ich freue mich auf meine Menschen. Auf nichts mehr und nichts weniger. Wie schoen, dass ich euch hab. See you very soon! :)

Viel mehr Fotos gibt’s im Sydney-Album. Mehr Blogbeitraege zum Thema Sydney gibt’s von meiner letzten Australienreise in der Blogkategorie Sydney: Tipps und Alltag. Darunter ein Beitrag mit Tipps, von wo aus man tagsueber und nachts die beste Sicht auf die Skyline hat und obendrein nett picknicken und ein bisschen spazierengehen kann.

Was ich euch noch nicht erzaehlt habe: Zwei Tage nach meiner Ankunft in Sydney war ich nochmal tauchen – in South West Rocks, am Fish Rock mit einem Dutzend Sandtigerhaien und in der Fish Rock Cave. Drei Tage war ich unterwegs fuer diese zwei Tauchgaenge – und es hat sich wieder gelohnt! Siehe dazu meine Beitraege von 2007 ueber meine ersten Tauchgaengen dort hier im Blog beziehungsweise im Reisemagazin Australian Traveller, fuer das ich damals eine Reportage geschrieben habe. Ich koennte erneut drueber schreiben, denn vor allem die Hoehle war dieses Mal ein voellig anderes Erlebnis fuer mich, toller noch als 2007. Aber mir fehlt die Zeit dazu. Nach meinem erneuten Besuch kann ich uebrigens auch die zweite Tauchbasis, Fish Rock Dive, ebenso uneingeschraenkt empfehlen wie das South West Rocks Dive Centre. Wer Interesse hat, kann sich hier ein paar grossartige Videos angucken. Mehr davon gibt’s bei YouTube. Fish Rock Cave gehoert – ich glaube, ich kann das mittlerweile ganz gut einschaetzen – zu den besten Tauchspots in Australien.

Brückentag mal anders

22 Mai

Nachmacher! Jaja, bin ich, Asche auf mein Haupt. Ich finde die Idee von Coffee And TV, an einem Brückentag wie heute Brücken zu zeigen aber lustig. Und deshalb mache ich das jetzt auch.

Für mich gibt’s natürlich nur eine Brücke. DIE Brücke. Das Herzstück Sydneys, in das ich mich unerwarteter Weise (ich steh eigentlich nicht so auf Bauwerke) verliebt habe als ich vor zwei Jahren drei Monate in Sydney gelebt habe. Die Brücke gehörte zu meinem täglichen Arbeitsweg. Entweder bin ich mit dem Bus drüber gefahren oder mit der Fähre unten dran vorbei. Ich liebe diese Brücke. Und natürlich hab ich davon einige Fotos*.

Gewidmet all den armen Schweinen, die wie ich an Tagen wie heute und gestern arbeiten müssen.

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Das war am 18. März 2007, dem 75. Geburtstag der Harbour Bridge. Ich war leider nicht dabei, aber an diesem Tag überquerten hunderttausende Menschen die Brücke, über die eigentlich eine mehrspurige, ständig verstopfte Straße führt, zu Fuß. Im Mai 2000 fand Ähnliches statt, allerdings mit viel symbolträchtigerem Hintergrund. Beim “Walk of Reconciliation” (frei übersetzt etwa Zug der Versöhnung) über die Harbour Bridge setzten ebenfalls Fußgänger ein Zeichen gegen die Unterdrückung der australischen Aborigines, vor allem im Zusammenhang mit den so genannten Stolen Generations (über die ich schon einmal gebloggt habe und über die in dieser Serie eindrucksvoll berichtet wird).

Hier noch einmal eine andere Ansicht vom 75. Geburtstag:

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Und so sieht die Brücke an ganz normalen Tagen aus. Die Harbour Bridge wird übrigens von den Sydneysidern “coat hanger” genannt, weil sie an einen Kleiderbügel erinnert. Als ich im Januar 2007 ankam, schmückte auch tatsächlich ein riesiger, beleuchteter Kleiderbügel die Brücke. :)

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Dieses letzte Foto hat es in den Australian Traveller geschafft, bei dem ich damals ein redaktionelles Praktikum gemacht habe (ich hatte einen Text mit Tipps geschrieben, was man für 199 AUS-Dollar in Sydney machen kann):

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* Ja, manche davon kennt ihr vielleicht schon aus früheren Beiträgen. Ich kann’s halt nicht oft genug zeigen. ;)

Fotos: © Muschelschubserin

Kostenlos ins Ausland telefonieren

16 Mär

Wie viel kostet das Gespräch aus Spanien nach Hause übers Handy? Ist es billiger, wenn ich anrufe oder wenn ich angerufen werde? Oder doch lieber über Telefonzelle? Welche Karte lohnt sich? Welcher Tarif ist für wie oft telefonieren am günstigsten? Wo ist die nächste Telefonzelle? Und warum funktioniert das Scheißteil nicht?

Diese Fragen gehören per superdicht versiegelter Space-Kapsel ins Weltall katapultiert und vergessen! Zumindest, wenn man sich in einem von derzeit 28 Zielländern aufhält, dort über einen Festnetzanschluss verfügt und die Gegenpartie zu Hause einen Internetanschluss hat. Ganze vier Monate lang hat mein Schatz mich mit “Peter zahlt” völlig kostenlos in Australien angerufen – jeden Tag, 30 Minuten lang! Dabei ist einetelefon.jpg Registrierung freiwillig, man muss nix extra installieren, es gibt keine versteckten Kosten, die Gespräche tauchen nicht einmal auf der Telefonrechnung auf. Man gibt seine eigene Nummer und die des Angerufenen ein, kurz darauf klingeln beide Telefone – und losgequatscht. Einzige Bedingungen: Die Gespräche haben eine Maximaldauer und beim Anrufer öffnet sich ein Werbefenster, welches während des Gesprächs nicht geschlossen werden darf. Aber das heißt ja nicht, dass man die ganze Zeit davor hocken muss. ;)

Ich würde eine Registrierung empfehlen, denn dadurch verlängert sich unter anderem die kostenlose Gesprächszeit auf 30 Minuten am Tag. Außerdem kann man bis 3 Uhr morgens anstatt “nur” bis Mitternacht deutscher Zeit anrufen. In den vier Monaten gab es vielleicht fünf Mal kleinere Probleme. Zu Stoßzeiten versuchen zum Beispiel sehr viele Leute über diesen Service zu telefonieren und dann kann es schonmal passieren, dass man einige Minuten in der Warteschlange hängt (am Computer, nicht am Telefon). Bei geschätzten 95% der Gesprächen hat aber alles einwandfrei geklappt. Nach 30 Minuten wird das Gespräch gekappt, falls man nicht eh schon längst fertig ist. Wir haben’s meistens bis 29:59 Minuten ausgereizt.

Ohne “Peter zahlt” wäre so reger Kontakt im Leben nicht möglich gewesen, nicht einmal ansatzweise. Es ist also für Reisende, die einen Festnetzanschluss haben, absolut empfehlenswert und spart Unmengen von Geld. Erst recht, wenn man längere Zeit im Ausland verbringt.

So, das wollte ich schon seit ner halben Ewigkeit mal gesagt haben, hatte es aber komplett vergessen.

Danke nochmal an Stromfrau für den Tipp, das hat uns beiden sehr viel bedeutet “damals”, dass das so ging.

Ist das vielleicht auch was für dich, Sari?

Foto: Copyright by “G” / Pixelio

Das war’s erstmal

28 Apr

Ich schulde euch noch zwei erstklassige Erlebnisse in schriftlicher Form und ein lustiges Erlebnis in 1770. Ich war auf Fraser Island, der groessten Sandinsel der Welt, und hatte die drei besten Abschiedstauchgaenge am allerletzten Urlaubstag, die man sich jemals vorstellen kann. Aber ich schreibe da erst von Deutschland aus drueber, denn ich bin gerade in Brisbane, meinem Abflugsort, angekommen und fuehle mich entsprechend demotiviert.

Ob ich ueber die Tauchgaenge ueberhaupt schreibe, weiss ich allerdings noch gar nicht. Denn erstens ist der Tauchspot absoluter Geheimtipp und es waere schoen, wenn er es bleibt, und zweitens fehlen mir dafuer die Worte. “Neptun” gehoert von nun an quer ueber meinen Allerwertesten oder meine Stirn taettowiert. Sowas geniales, drei Mal am Tag, sogar mit Steigerung, hab ich noch nie erlebt und ich kann einfach nicht fassen, dass ich tauchenmaessig so dermassen viel Glueck hatte. Ich kann gar nicht mehr sagen, welcher von den Top-Tauchgaengen hier an erster Stelle steht. Fest steht, keiner davon war am Great Barrier Reef und das ist nun wirklich ne Ueberraschung.

Meine vier Monate jedenfalls waren der totale Erfolg. Ich hatte ein super geniales Praktikum, bin heilfroh, dass ich mich letzten Endes fuer Sydney als Praktikumsort entschieden habe. Meine Arbeitskollegen haben mir vor allem am Ende ganz toll gezeigt, wie die Australier drauf sind! Sydney ist toll und wird immer in meinem Herzen sein. Aber Sydney ist – wie ich mir schon dachte, als ich noch da war – nicht typisch Australien. Wirklich das Land kennen lernen kann man nur ausserhalb der Grossstadt.

Der Urlaub war einfach nur ein Volltreffer, ich hab so viele einzigartige Orte gesehen, vor allem was das Tauchen angeht gerne mal abseits der normalen Touristroeme, hab mir selbst vertraut und auf mein Bauchgefuehl gehoert und konnte mich immer gut darauf verlassen. Ich bin auf jedes Boot, das ich finden konnte, draufgehopst, bin bei jeder Gelegenheit ins Wasser gesprungen und abgetaucht, bin mit jedem Buddy klargekommen, mit den wildesten Stroemungen, Hoehlen und Tieren und hab unter Wasser ALLES gesehen, was ich sehen wollte – in einer Art, wie ich es mir schoener nicht vorstellen kann. Ich habe es genossen, alleine zu reisen, wenn ich auch gerne mal zu zweit wiederkommen moechte.

Ich hab mich selbst besser kennen gelernt, vor allem in der Hinsicht, meinem Bauchgefuehl zu vertrauen. Ich wusste, dass ich dieses Land lieben werde, bevor ich es je gesehen habe. Und ich hatte Recht, trotz einiger Tiefen, die ich hier auch durchgemacht habe. Ich hab es einfach gewusst.

Ich bereue keine einzige Entscheidung, die ich hier getroffen habe. Mir blutet das Herz, dass ich morgen abfliege, aber ich nehme unendlich viel mit – und last but not least freue ich mich wahnsinnig auf Sven und meine Familie. Das ist das, was mich jetzt aufrecht haelt vor der Abreise.

See you soon & NO WORRIES!

Abschnitt Nummer drei nach Schule und Arbeit – Abschied aus Sydney

4 Apr

Nun steht ein voellig neuer Abschnitt in Australien an. Mein Praktikum ist beendet, mit Bravour sozusagen. Es war ne super tolle Zeit und hat mir sehr gut gefallen. Im aktuellen Magazin sind etliche Artikel von mir zu lesen, ein Foto von mir wurde gedruckt, ich schreibe derzeit an einem Artikel ueber mein Wochenende in South West Rocks fuer die naechste oder eine der naechsten Ausgaben und hatte einen netten Abschied im Pub am Freitag. Und mein Zeugnis koennte kaum besser sein. Diese Woche hab ich frei und bin beschaeftigt mit Verabschiedungen, Packen und Organisieren. Heute morgen hab ich sage und schreibe 25 kg nach Hause geschickt. Wenn irgendwas davon sydney-abschied.jpgnicht ankommt (Seamail dauert ganze drei Monate!), dann hab ich nix anzuziehen und dann gibt’s keine Geschenke. :) Ich bin gespannt, das Schicken hat ein Vermoegen gekostet! Aber das war’s mir wert, um nicht unter Massen von unbrauchbarem Gepaeck beim Reisen zusammen zu brechen.

Ich kann gar nicht beschreiben, wie ich mich derzeit fuehle. Meine Gefuehle sind so gemischt, dass ich gar nicht mehr weiss, was ich denken soll. Ich will nicht weg aus Sydney (es ist echt viel zu frueh, ich schaffe etliches nicht, was ich mir vorgenommen hatte), freue mich aber wie bloed aufs Reisen und Urlaub und Zeit fuer mich nach all der Arbeit. Ich freue mich darauf, endlich meinen Schatzi wiederzusehen in dreieinhalb Wochen, mir wird aber ganz uebel bei dem Gedanken daran, aus Australien abzureisen. Gemischter geht’s echt nicht. Ruhig schlafen ist auch nicht mehr drin, gedanklich bin ich schon am Great Barrier Reef.

Dies ist dann somit vermutlich auch meine letzte Meldung aus Sydney. Schluck! Das ist so surreal das zu schreiben. Morgen bin ich vermutlich auf dem Hawkesbury River, wo ich mich seit Wochen drauf freue. Samstag Morgen flieg ich zum Ayer’s Rock / Uluru, mitten in die Wueste in brodelnde Hitze, Sonntag geht’s weiter nach Cairns, von wo aus ich Montag oder Dienstag auf ein Boot will fuer drei Tage. Mal sehen, wann und von wo aus ich mich wieder melde.

Alles Gute, bis bald und NO WORRIES! See you, Sydney!

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