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“Mein” Australien – Interaktive Reisekarte & Reisetipps

20 Sep

In zwei Australienreisen hab ich von diesem riesigen Land einiges gesehen und über fast alle Aufenthaltsorte gebloggt. Mit Hilfe von Google Maps habe ich nun eine Karte gebastelt, die einen Überblick über meine Reisen 2007 und 2010 zeigt. So sind die Geschehnisse auch geografisch schnell nachvollziehbar. Damit lässt sich auch ein bisschen spielen: Klickt man Anker oder Ortsmarken an, erscheinen fast immer Links zu meinen dazugehörigen Blogbeiträgen sowie Fotos. Mit den Navigationsfeldern lassen sich verschiedene Kartenansichten einstellen und wenn man in der vergrößerten Version das gelbe Männchen (über der Größenskala) anklickt und auf die Karte zieht, kann man per Google Street View Realansichten aus Augenhöhe sehen und sich eingschränkt im Raum bewegen. So stand ich vorhin zum Beispiel vor der Baustelle, auf der mittlerweile mein Hostel in Sydney steht. :D

Meine Reiseroute von 2007 ist anhand der gelben, die von 2010 anhand der blauen Ortsmarken zu erkennen. Von mir betauchte Spots sind mit blauen Ankern markiert.

Viel Spaß beim Fummeln! (Am besten geht das in der großen Ansicht im neuen Fenster.)

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Außerdem habe ich mittlerweile ein bisschen Reise- und Australien-Erfahrungen gesammelt. Vielleicht kann wer damit was anfangen. Im Folgenden ein paar subjektive Hinweise zum Reisen in Australien, mit Schwerpunkt auf das Reisen an Ost- und Westküste (und ohne Gewähr auf Vollständigkeit):

Reiseführer:

Wo man sich online gut in Sachen Reisevorbereitung informieren kann, hatte ich ja schon einmal aufgelistet. Beim Australien-Blogger hab ich außerdem noch einen sehr ausführlichen Überblick gefunden. Zusätzlich sind gute Reiseführer unterwegs und zur Vorbereitung ein Quell an Nutzwert und Wissen.

Die Ostküste habe ich mit dem Lonely Planet bereist und war damit zufrieden. Vorteile sind die detaillierten Auflistungen von Unterkünften und Restaurants, Snackbars, Museen und Kneipen. Sicher gibt es aber andere gute Alternativen. Wer sich auf den Lonely Planet verlassen will, der sollte sein Exemplar Down Under kaufen. Das ist wesentlich günstiger. Außerdem lohnt es sich nur, die (unglaublich dicke und schwere) Ausgabe “Australien” zu kaufen, wenn man das ganze Land bereisen will. Ansonsten gibt es zum Beispiel Ausgaben zu den einzelnen Staaten oder zum Tauchen am Great Barrier Reef. Die behandeln das jeweilige Gebiet ausführlicher.

Die Westküste habe ich mit dem großartigen Reiseführer “Westaustralien und das Top End” von Janine Günther und Jens Mohr bereist. Er ist  erschienen im Juni 2009. Auf diesen Führer konnte ich mich immer und überall verlassen. Wertvoll ist er vor allem für Selbstfahrer, da dort teilweise Campingplätze und Campgrounds aufgelistet und Straßenverhältnisse berücksichtigt werden. Außerdem enthält er ausführliche Infos zu Flora und Fauna sowie Geologie und Geschichte und ist daher für alle wissbegierigen Reisenden empfehlenswert. Von mir eine uneingeschränkte Empfehlung.

→ Tipps: Nur die während der Reise wichtigen Infos mitnehmen, als Kopien – spart Gewicht (bei doppelseitigen Kopien kann das locker ein halbes Kilo sein) und sobald man Ziele “abgereist” hat, kann man die Seiten wegwerfen. Somit wird der Reiseführer während der Reise immer leichter. Noch ein Tipp: In Australien gibt es in fast jedem Kaff und Nationalpark Visitor Centres. Service und Hilfsbereitschaft schwanken stark, aber überall liegen kostenlose Prospekte zur Reiseroute aus. Außerdem gibt es dort zum Beispiel Broschüren, die Campingplätze für die gesamte Küste auflisten, inklusive Ausstattung, Adresse, Telefonnummer und Preisen. Selbstfahrer brauchen dann nur noch eine Straßenkarte – die gibt’s zum Beispiel in Perth für 7 AU-Dollar im Gebrauchtbuchladen (man braucht kein Luxusexemplar, zumindest an der Westküste gibt es meist nur eine, maximal zwei Straßen zur Auswahl – sich verfahren ist da fast unmöglich).

Reisezeit:

Beste Reisezeit: Das ist recht einfach. In Australien sind die Jahreszeiten umgekehrt zu unseren. Während unserem Sommer ist dort unten Winter und andersrum. Wichtiger zu wissen ist aber, dass die Tropen und Subtropen in der Nordhälfte des Landes (grob gesagt alles nördlich von Exmouth und Brisbane) im australischen Sommer Regenzeit und im Winter Trockenzeit bedeuten. Beste Reisezeit für die nördliche Hälfte ist die Trockenzeit im australischen Winter / deutschen Sommer, da hier die Straßen befahrbar und die Sehenswürdigkeiten erreichbar sind. Außerdem sind Temperaturen und Luftfeuchtigkeit in der Trockenzeit aushaltbar. Für den Süden gilt das umgekehrt: Das mediterrane Klima sorgt im Winter für stellenweise viel Regen und kaltes Wetter inklusive Frost und eisigem Wind. Beste Reisezeit für den Süden ist daher der australische Sommer / deutsche Winter. Ausführliche Klimatabellen hier.

Entfernungen: Sein europäisches Verständnis und Gefühl von Entfernungen kann man getrost “in die Tonne kloppen”. Das gilt in Australien nicht. Google Maps ist keine verlässliche Quelle! Wir haben Leute losfahren sehen, die dachten dank Google Maps, es seien 5.000 Kilometer von Darwin nach Sydney, über die Westküste! Wer sich so verschätzt, bekommt nicht nur irgendwann ein Zeitproblem, sondern muss mit erheblichen Mehrkosten beim Sprit (und verlängerter Automiete) rechnen. Zweitens: Hat man die richtige Kilometerzahl herausgefunden, handelt es sich um Direktverbindungen. Darauf kann man oft locker 50-75% draufrechnen, wegen Umwegen zu Sehenswürdigkeiten, die mehrere hundert Kilometer ausmachen können. Beispiel: Unsere Route von Perth nach Darwin beträgt auf direktem Wege ca 4.000 km. Gefahren sind wir 7.300 km.

Transportmittel:

Die Ostküste habe ich mit dem Greyhound-Bus bereist. Man kann viele unterschiedliche Pässe kaufen (nach Reiseroute, Zeit oder Kilometern) und die Busse sind eine recht kostengünstige und an der Ostküste praktische Fortbewegungsmöglichkeit. Alle bekannten und wichtigen Orte werden angefahren, oft befinden sich die Hostels in Laufnähe zur Haltestelle. Es gibt noch eine günstigere Alternative zum Greyhound, Premier Motor Service, aber ich habe damit keine Erfahrungen gemacht.

Auch an der Westküste verkehren Busunternehmen. Allerdings ist die Westküste ideal für Selbstfahrer und ich würde im Rückblick dazu raten, das auszunutzen. Mit dem Bus zu fahren heißt die besten Reiseziele zu verpassen, wie zum Beispiel den Karijini Nationalpark. Alternativ bieten sich durchorganisierte Gruppen-Busreisen an oder eben das Mieten oder noch besser Kaufen eines Autos oder Bullis. Noch bevor man über Preise und Anbieter nachdenkt, sollte man sich im Klaren sein über Zwei- (2WD) oder Allradantrieb (4WD – 4 Wheel Drive) . Westküste heißt viel Schotter- und Waschbrettpiste, wie man sie hier in Europa nicht kennt. Viele Straßen sind nur mit Allradantrieb befahrbar. Außerdem verlieren gemietete 2WD-Fahrzeuge den Versicherungsschutz bei Unfällen und Schäden verursacht auf Gravel Roads. Wer auf einen Allradantrieb verzichtet, kommt billiger davon und muss sich nicht mit kniffligen Fahrsituationen auseinandersetzen, wird aber auch nicht das ganz große, hier mögliche Abenteuer erleben können. Wir waren mit Zweiradantrieb unterwegs, auch “illegal” offroad. Aber wir mussten einiges auslassen, zum Beispiel die nördlichen Kimberleys sowie die Gibb River Road. Mein Traum wäre es, eines Tages mit einem 4WD ins Nichts zu düsen, mit sämtlichen Vorräten und Swags auf dem Dach. :) Gesehen haben wir solche Autos oft.

Generell würde ich heute sagen, das Autofahren lohnt sich finanziell erst so richtig ab drei oder vier Personen und vor allem mit gekauften Autos – zumindest solange keine größeren Schäden auftreten, für die man dann voll zahlen muss. Pro Liter Benzin muss man meiner Erfahrung nach (an der Westküste und im Norden, über den Osten weiß ich dazu nichts) zwischen 1,35 und 1,75 AUD zahlen. Im Outback kann das auch schonmal mehr sein (ich hörte von über zwei Dollar pro Liter). Spritgeld ist auf Grund der immensen Entfernungen ein nicht zu unterschätzender finanzieller Faktor beim Selbstfahren! Ausführliche Tipps zum Thema Reisen mit Allradantrieb in Australien gibt’s bei Australien-Info.de.

Handynutzung & mit Deutschland telefonieren:

Deutsche Handys funktionieren in Australien. Allerdings lohnt es sich für eine längere Reise, sich eine australische Prepaid-Karte zu kaufen. Die drei größten Anbieter sind Vodafone, Telstra und Optus. Ich habe bei beiden Reisen Vodafone genutzt, würde für Western Australia und das Northern Territory Telstra oder Optus (beide etwas teurer als Vodafone, aber mit deutlich größerer Netzabdeckung) empfehlen, da man dort mit Vodafone nur sehr selten Empfang hat. Das kann zwar ganz angenehm sein, nervt aber, wenn man Buchungen über Handy machen oder sich mal kurz zu Hause melden möchte. Tarife kann ich hier nicht empfehlen, weil sie sich ändern und weil es drauf ankommt, ob man zum Beispiel mehr Sms schreibt oder telefoniert und wohin man telefoniert.

Wer in Australien über einen Festnetzanschluss verfügt, kann sich dort täglich für 30 Minuten umsonst von Deutschland aus anrufen lassen. Das funktioniert mit “Peter zahlt” (ich hatte schonmal drüber gebloggt) und zwar so, wie hier beschrieben. Das hab ich 2007 genutzt und toll gefunden. Wer keinen Festnetzanschluss zur Verfügung hat, sollte sich auf öffentliche Telefonzellen verlassen. Von hier aus kann man erstaunlich günstig nach Deutschland telefonieren. Es gibt etliche Anbieter, am besten lässt man sich in einer News Agency, wo man die Telefonkarten (International Calling Cards) kaufen kann, beraten (allerdings kennen sich nicht alle Verkäufer gut aus). Manchmal ist das Einwählen kostenlos, manchmal muss man dafür einen geringen Betrag bezahlen, auch wenn niemand abhebt.

Mehr Infos zum Thema Telefonieren gibt’s bei Reisebine (hier zusätzlich noch “Insider-Tipps“) und bei Australien-Info.de.

Internet:

Wer einen Laptop mitnimmt, braucht sich um all die Nachteile, die Internetcafes mit sich bringen (Kosten, wo ist das nächste?, teils langsame Verbindungen und schlechte Ausstattung, Gefahr von Viren und Datenrisiken etc) nicht zu kümmern. Man sollte trotzdem zwei Mal überlegen, denn ein Laptop heißt zusätzliches Gewicht und ist ein für Diebe attraktiver Wertgegenstand. Leider haben längst nicht alle Hostels Locker, in die man Wertsachen einschließen kann. Ich habe die Leute mit Laptop immer beneidet, aber ich bin auch auf meiner letzten Reise extrem beklaut worden und hab mich gefragt, wie unwohl einem in vielen Situationen mit Laptop sein muss.

Internetcafes gibt’s in allen größeren Städten zuhauf und dort auch zu günstigen Preisen. Diese varriieren je nach Ort und Cafe von 1,50 AUD bis 8 AUD pro Stunde. Auch viele Hostels und manche Campingplätze haben Internetplätze, dies sind aber wohl nie die günstigsten. Manchmal kauft man Karten, manchmal muss man sich registrieren, manchmal wird die Zeit einfach aufgeschrieben. An der Ostküste findet man überall Cafes, im Westen und Norden nicht und vor allem nicht zu bezahlbaren Preisen und in nutzbarer Qualität. Deshalb hat hier im Blog während meiner letzten Reise lange Zeit Funkstille geherrscht. In Büchereien und Bibliotheken ist das Surfen übrigens meist – wenn auch zeitlich oder datenmengenmäßig beschränkt – kostenlos.

Wie an sein Geld rankommen?

Empfehlenswert ist eine Kreditkarte, für Notfälle und weil man sie für sehr viele Buchungen von Touren, Bussen, Flügen etc. braucht und damit auch bezahlen kann. Wer keine “richtige” Kreditkarte hat, kann versuchen, bei der DKB oder der comdirect Bank eine zu bekommen. Diese Karten funktionieren im Zahlungsverkehr wie Kreditkarten, bei der Abrechnung aber wie EC-Karten, das heißt, das Geld wird direkt abgebucht vom Konto. Abhebungen im Ausland sind kostenlos, ebenso wie die Kontoführungsgebühren. Hier ein Überblick beziehungsweise Vergleich der beiden Anbieter. Die DKB bekommt regelmäßig Auszeichnungen.

Wer länger in Australien bleibt, kann dort ein Konto eröffnen. Dazu braucht man einen Ausweis und eine Adresse, an die die EC-Karte geschickt werden kann (dauert max. zehn Tage). Diese lässt sich dann auch für EFTPOS-Zahlungen (so heißt das Zahlen mit EC-Karte) nutzen und in Australien kann man in den Supermärkten damit bezahlen und gleichzeitig Bargeld abheben – eine Sache, die sich hier aus mir unerfindlichen Gründen nicht so richtig durchzusetzen scheint. Wichtig: Innerhalb der ersten vier Wochen Aufenthalt ist die Eröffnung problemlos mit Ausweis und Adresse möglich, danach muss man einen umständlichen Punktekatalog erfüllen. Man sollte sich also bald nach Ankunft darum kümmern.

Wer Schwierigkeiten hat, eine Adresse anzugeben oder nicht lange in Australien sein wird, für den könnte ein Girokonto bei der Deutschen Bank interessant sein. Mit der EC-Karte kann man nämlich an allen Westpac-Filialen in Australien kostenlos Bargeld abheben. (Geldautomaten heißen in Australien übrigens ATMs.) Filialen und Geldautomaten kann man über die Website der Bank suchen. Ich habe diese Möglichkeit bei meiner letzten Reise genutzt und hatte bis auf sehr wenige Ausnahmen in sehr winzigen Orten nie Schwierigkeiten, einen Westpac-Geldautomaten zu finden. Vorteil ist auch, dass man sich teure Überweisungen auf ein australisches Konto spart. EFTPOS funktioniert damit allerdings nicht.

Noch Fragen? Anregungen, Tipps, Kritik? Bitte in den Kommentaren melden oder per E-Mail an muschelschubserin@web.de. Bei Bedarf ergänze ich gerne.

Anmerkung zur ITB

15 Mär

Am Wochenende war ich in Berlin, um die Internationale Touristik Börse zu besuchen. Das ist die weltweit größte Touristik-Messe und da ich momentan Urlaub plane, bin ich wissbegierig und mit bestimmten Zielen dorthin gefahren. Ich wollte nicht nur wahllos Prospekte abgreifen, sondern Infos zu bestimmten Regionen und hatte vor allem ganz gezielte Fragen, deren Beantwortung mir die derzeitige Reiseplanung erleichtert hätten. Ja, “hätten”. Denn konkret beantwortet wurde keine einzige.

Ich wollte zum Beispiel wissen, ob ein Backpacker-Urlaub in Westaustralien und dem Northern Territory vergleichbar einfach und spontan zu planen ist wie in Queensland. Westaustralien und das Northern Territory sind für europäische Verhältnisse unvorstellbar dünn besiedelt. Das gilt natürlich für ganz Australien, das etwa eineinhalb Mal so groß ist wie Europa, aber nur ein Viertel der Einwohnerzahl Deutschlands hat. Aber ganz besonders gilt dies für den Norden und den Westen des Landes. So ziemlich alle bisherigen Reise-Infos, die ich dazu gefunden habe, wenden sich an Selbstfahrer. Das liegt nahe, denn die Gegend ist wie gemacht für ein vollkommen unabhängiges Reisen im eigenen Auto samt Schlafmöglichkeit. Ich hab mich aber dazu entschieden, ohne Auto unterwegs und somit auf öffentliche Verkehrsmittel, Touren-Anbieter und Hostels angewiesen zu sein. Ich möchte aber nicht die ganze Reise von A bis Z von einem Anbieter durchorganisiert kriegen, sondern wie schon bei meiner letzten Australienreise selbst entscheiden und von unterwegs planen. Dazu hätte ich gerne ein paar Tipps von Experten gehabt.

Gleiches gilt für das Tauchen an der Westküste. Eine vage Vorstellung habe ich, aber was ist zum Beispiel mit Tauchgebieten abseits des Ningaloo Reef? Auch da hätte ich gerne mehr Tipps gehabt als ich bisher so gefunden habe. Oder zumindest eine Bestätigung meiner Infos. Oder eine Quelle, einen Katalog, irgendwas. Vom Fachmann halt, der sich da unten auskennt.

Und dann hatte ich gehofft, auf der ITB Organisationen zu finden, die Down Under Volunteering – freiwillige Arbeit – anbieten oder zumindest etwas darüber wissen.

Wie gesagt, keine der Fragen wurde konkret beantwortet. Ich hab nicht die komplette Messe abgelaufen (und den zweiten geplanten Tag dort gestrichen, weil ich nicht mehr gewusst hätte, wo ich noch hätte suchen sollen nach dem ersten Tag), aber nach den Messeplänen hab ich dort gesucht, wo es Sinn zu machen schien. Zum Volunteering habe ich so gut wie nichts gefunden – außer zwei Links, die mir Google im Vorfeld schon ausgespuckt hat. Ein Mitarbeiter von einem auf Australien spezialisierten Reiseveranstalter wollte mir sogar erzählen, freiwillige Arbeit sei “illegal”… Okay, ich weiß auch, dass die normalen Reiseunternehmen so etwas eher nicht anbieten, aber ich hatte gedacht, sie hätten zumindest schon einmal davon gehört, würden Organisationen kennen, Kontakte, wie auch immer.

Zum Thema tauchen in West- und Nordaustralien und auch zum Thema Backpacking bekam ich ausschließlich Prospekte, Kataloge und den Hinweis auf die Websites. Super. Als könnte ich nicht selber googeln. Ich bin offenbar mit zu hohen Erwartungen auf die ITB gefahren. Oder mit den falschen Fragen. Die Messe ist interessant zu sehen und sicherlich finden viele Interessierte dort das, was sie suchen. In meinem Fall war das aber nicht so. Vielleicht wäre es anders gewesen, hätte ich bei den jeweiligen Unternehmen auf der Stelle irgendwas gebucht.

Fazit: Um Links zu Websites und Prospekte und Kataloge zu bekommen (die ich ganz sicher auch mit wenigen Klicks online hätte anfordern können), muss ich nicht 100 Euro für ein Zugticket, grob 10-20 Euro Eintritt je nach Anzahl der Tage und Sonderkonditionen, 50 Euro für ein Hotelzimmer und sicher noch einmal 50 Euro für Essen und Trinken ausgeben. Ich hab sämtliche Infos schon vorher gehabt oder hätte sie binnen weniger Klicks bekommen können. Und wenn man mir dort einfach das persönlich erzählt, was im Katalog steht: Ich fahre dahin, um mit Menschen zu reden – und lese dann zu Hause nochmal nach. Nur zum Infos sammeln und lesen brauche ich keine Messe. Jedenfalls nicht, wenn ich schon konkrete Reisepläne im Kopf habe. Dafür reicht mir eine Suchmaschine.

Not WRONG at all

27 Feb

So ganz klappt das mit dem Enstpannen, dem Urlaub genießen, dem Diplom Verdauen noch nicht. Aber ein bisschen. Manchmal. Zum Beispiel gestern. Eine Überraschung hatte man mir versprochen, mir einen ungefähren Dresscode vorgegeben und sich konspirativ am Essener Hauptbahnhof verabredet, “um dann mit dem Auto weiterzureisen”. Ich solle einfach ja sagen, man wüsste, dass ich mich darüber freuen würde, ich solle mich einfach überraschen lassen. Es ginge aber nur an diesem einen Freitag. Ich hatte nach ein paar Überlegungen eine Ahnung, aber ich dachte, nee, das kann einfach nicht sein.

Doch.

Als es dann im Auto hieß, man würde mir verraten, worum es geht, kam erst eine Vorwarnung: “Aber mach mir ja keine Vorwürfe! Fang bloß nicht an zu schimpfen! Beschwer dich nicht! Ich weiß nämlich, dass das ohne diese Vorwarnung alles kommt. Genieß es einfach.” Ab da wusste ich Bescheid. Ich hatte Recht. Und meinte daher: “Ich hab diese Beschwerden und Vorwürfe bereits auf der Zunge liegen.” Und dann sang Dave Gahan aus dem Autoradio. Und ich war einfach ruhig. Und wir fuhren – nach einer etwas aufreibenden Aktion, die eine Tankstelle, einen Autoschlüssel, einen Baumarkt, einen Hammer und rohe Gewalt beinhaltete – auf der Autobahn Richtung Düsseldorf.

Nach meinem ersten Mal in einem Sushi-Restaurant und einem skurrilen Erlebnis in einer Düsseldorfer Altstadt-Kneipe ging’s in die Arena. Und dann stand irgendwann der einzige Mann, dem ich tagelang beim Tanzen zuschmachten könnte, auf der Bühne und wir durften stundenlang zugucken. Fein. Lecker. Schmacko.

Danke, Daniel, für diese “hammer”geile Überraschung, die nette Zeit und ein schönes Konzert. Sowas alles braucht frau ab und zu – und freut sich. Humpelnd und leise. ;)

Und für alle, die nicht da waren und auch heute nicht zum Tour-Finale hingehen, dat Schnuckelpaket in Action. Nicht von gestern, aber nah und knackig. Ach ja, und die Musik, die ist auch gut. Is klar, oder?

(Die wahren dirty Dave Videos bei You Tube hätte ich dann auch durch. Ick seh Sternchen.)

Mainz bei Nacht

1 Nov

Nach Bildern und Infos zur Altstadt und zum Dom, hier ein paar Nachtaufnahmen von Mainz. Die mag ich persönlich am liebsten.

Fotos: © Muschelschubserin

Die Mainzer Alstadt (Teil 2): Dom St. Martin

24 Okt

Nachdem ich beim letzten Mal über die Mainzer Altstadt im Allgemeinen gebloggt habe, heute endlich der zweite Teil. Dieses Mal geht’s ausschließlich um den Dom St. Martin. Es gibt wirklich sehr viele Kirchen in Mainz und etliche davon sind sehenswert, darunter auch die Christuskirche auf der Kaiserstraße, die schon im letzten Beitrag erwähnte Kirche St. Stephan mit ihren blauen Chagall-Fenstern und St. Ignaz in der Alstadt (deren Inneres mich so beeindruckt hat, dass ich mich, obwohl ich die einzige Person drin war, nicht getraut habe, Fotos zu machen vor lauter Respekt – diese Orgel vor allem!). Ich habe mir aber speziell den Mainzer Dom rausgepickt, weil er in diesem Jahr seinen wohlgemerkt 1000. Geburtstag feiert und weil ich ihn mir auch von innen ausführlich angeguckt habe. Wer mehr darüber wissen möchte, surfe bitte hier entlang oder zu Wikipedia, wo es einen sehr ausführlichen Eintrag zum Dom gibt.

Ich wünscht, der Himmel wäre blau gewesen und hätte die Außenaufnahmen so von Natur aus wesentlich verschönert. Mehr Nachtaufnahmen vom Dom und weiteren Sehenswürdigkeiten bei Nacht gibt’s in diesem  Mainz-Beitrag.

Fotos: © Muschelschubserin

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