Archiv für die Kategorie ‘Komisches’

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“…wenn da nicht der neue Slogan wär”

Sonntag, April 27, 2008

Ach, ich muss da noch eben was dranhängen an den letzten Artikel. Es gibt einen weiteren Grund, warum ich den Ruhrpott so mag. Und das ist die grundehrliche, bodenständige, selbstironische und direkte Art der Menschen hier. Sie sind so ganz anders als in meiner “Heimat”, dem meiner 30-jährigen Erfahrung nach super-drögen Münsterland, welches ich nie als Heimat empfunden habe.

Und jetzt hab ich nach ein paar Tagen, in denen ich kaum online war, bei den Ruhrbaronen folgendes tolle Video gefunden, welches einen Song des “Spardosen-Terzetts” zum neuen Ruhrgebiets-Slogan zeigt. Dieser von einer Düsseldorfer Werbefirma gebastelte Slogan “Ruhr hoch N - Teamwork Capital”, mit dem sich das Ruhrgebiet zukünftig international präsentieren soll, hat ja für reichlich AufRUHR gesorgt, auch bei mir. Aber mit diesem Lied kann vielleicht sogar ich mir merken, wie dieser blöde Slogan nochmal geht. Ich muss jedenfalls sagen, gesungen gefällt er mir am besten. :D Auch, wenn einige von euch ihn sicherlich schon kennen, den kann man sich ja auch durchaus öfter anhören. Ich zumindest hab bereits nen Ohrwurm:

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WSV-Epidemie ausgebrochen!

Donnerstag, Januar 3, 2008

Sach ma, steht uns ne Eiszeit bevor? Hat ganz Deutschland im Lotto gewonnen? Ist die Mehrwertsteuer abgeschafft worden? Oder is’ da draußen vielleicht ‘n Krieg ausgebrochen, von dem ich vor lauter Lernerei noch nix mitbekommen hab? Kein Krieg ausgebrochen, nein? Dann muss es der Winterschlussverkauf sein, der da ausgebrochen ist. Epidemieartig, wie mir scheint. Selbst aus offenbar gutem Hause kommende Konsumenten haben sich allem Anschein nach nichtmals mehr ansatzweise unter Kontrolle! Und ich dachte, der Einkaufsstress sei nun vorüber - alle Geschenke eingekauft, alle Geschenke wieder umgetauscht und nun sei ich ganz alleine in der Fußgängerzone unterwegs…

Eigentlich wollte ich ja nur kurz meinem bald-nicht-mehr Stromanbieter meinen Zähler-Endstand in den Briefkasten werfen. Da ich aber nur noch Lernstoff im Kopf habe und mir das Abschalten unendlich schwer fällt, lief ich noch in Richtung Westenhellweg, der einen Hälfte von Dortmunds Shoppingmeile. Wie gesagt, ich erwartete ziemlich leere Läden und wollte mich nur ein wenig visuell ablenken. Mit so einer riesen Ablenkung hatte ich allerdings nicht gerechnet! Chaos pur, ziemlichwsv-wes.jpg egal welchen Laden ich betrat! Und nein, ich war nicht im schwedischen Hund und Maus, in dem man sich ja an diese riesigen Kleiderberge und durchgebogenen Klamottenständer, aus denen man gar nix mehr angucken kann, ohne gleich den ganzen Sermon vor sich auf dem Boden zu verteilen, schon lange gewöhnt hat. Mein Ziel waren dieses Mal ausnahmsweise die etwas teureren Läden. Mal gucken, was so eine Studentin wie ich gerne hätte, sich aber nie leisten können wird. Nur mal gucken, vielleicht auch mal anfassen - so ganz unverbindlich.

Aber diese Anblicke haben mir dann sogar die Lust aufs Gucken verdorben. Stapelweise lagen da die bunt durcheinander gemixten Sachen lose in den Regalen oder auch gleich auf dem Boden. Ein Wunder, dass ich mir nicht die Haxen gebrochen hab, was mir in einem Paar dieser ebenfalls wahllos rumliegenden Stiefelettendinger sicherlich passiert wäre. Kein Teenager-Zimmer könnte schlimmer aussehen als das, was mir da grad entgegen schlug. Dazwischen verzweifelt umherhuschende Verkäuferinnen, die längst den Überblick verloren haben. Und immer wieder mein Blick auf das Schild am Eingang: Bin ich wirklich im richtigen Laden? Ja, ich bin, auch wenn’s hier schlimmer zugeht als bei Aldi zur Stoßzeit. Mich hätte es nicht gewundert, junge Mütter im 70%-Rabatt-Nahkampf ums letzte Teil zu sehen, während die Blagen daneben im Kinderwagen Milchbrötchen lutschend um die Wette brüllen. Also echt. Ich plädiere für ein kleines bisschen mehr Selbstbeherrschung beim Hamsterkauf.

Foto: Pixelio / Wes

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Kopfkratzer Teil 6: Im Minilatz zur Traumfigur?

Donnerstag, Oktober 25, 2007

Gehen eigentlich die Hersteller von Sportklamotten davon aus, dass man reich, supersexy und willig ist, alle Problemzonen schwitzend zur Schau zu stellen? Ich hab seit zwei Jahren die selben Klamotten zum Sport an und hätte gerne mal was Neues. Damals hab ich beim Sport-Discounter und dem berühmten Kaffeehaus zugegriffen und die Sachen sind langsam mal durch - ganz zu schweigen davon, dass sie noch nie gut aussahen und sich das nicht grad gebessert hat. Wenn ich aber mal so durch die Online-Kataloge durchblättere, stelle ich fest: Ich kann mir fast nix von dem Zeug leisten. Sorry, aber ich hab mal nicht eben 50-80 Euro für ne stinknormale Fitnesshose locker sitzen, bloß weil da drei Streifen drauf sind. Wenn ich mal unter “Sonderangebote” ein Teil finde, welches in meinem finanziellen Rahmen liegt, handelt es sich dabei um einen winzigen Fetzen Stoff, den dochsport.jpg beim besten Willen keine Frau ernsthaft beim Sport anziehen kann. Oder etwa doch?

Ich verbringe mein Training in einem Gesundheitsverein, wo hauptsächlich ältere Menschen trainieren. Von daher kriege ich das ganze “Guck mal hier mein vollkommen durchtrainierter Po” nicht mit. Eigentlich hab ich kaum Ahnung davon, was in so nem richtigen Studio abgeht, wo junge Menschen um die Wette trainieren. Ich habe mich bewusst gegen so einen Laden entschieden. Eben weil ich nicht beobachtet werden, nicht flirten, nicht angezickt werden will, sondern in Ruhe mein Training machen. Und wenn ich mir die Sportkataloge ansehe, war das wohl eine gute Entscheidung. Ich mag ja mit meiner Einschätzung falsch liegen, aber ich frage mich ob die Hersteller dann das ganze Zeug am Kunden vorbei produzieren? Irgendwer muss diese Minilätzchen von Sportshirts doch kaufen?

Ich für meinen Teil möchte, dass meine winterlichen Fettpolster nicht unterm T-Shirt hervorquillen, sobald ich die Arme hochhebe. Ich möchte auch, dass mein Shirt am Körper bleibt, wenn ich mich bücke, anstatt bis zum Bauchnabel ne Gratis-Peepshow zu bieten. Was sollen diese ganzen mega weit ausgeschnittenen Oberteile? Zwischen Ausschnitt und unterem Saum befinden sich manchmal nur wenige Zentimeter, am besten noch halb transparenter Stoff. Der reicht dann von kurz überm Nippel bis fünf Zentimeter über den Bauchnabel - da MUSS man ja hingucken, wenn dann noch die Arme gehoben werden. Manche Höschen gehören jawohl eher in die Unterwäsche-Abteilung als ins Sportregal. Früher nannte man sowas “Slip”! Hallo? Mach ich das hier für andere? Will ich nen Erotik-Wettbewerb gewinnen oder Sport machen? Können Nacktschnecken vielleicht rennen?
Mal im Ernst: So viel kann ich gar nicht schwitzen, dass ich mir so wenig Stoff auf den Leib wünschen würde. Dann renn ich halt buchstäblich weiterhin in den alten Schlabbersachen rum.

Foto: aboutpixel.de © n-loader

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Männerwitz

Dienstag, Oktober 2, 2007

Was sagt ein Mann, der bis zum Bauchnabel im Wasser steht?

“Das geht mir über den Verstand.”

:D

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Von Knöpfen, Männerfreundschaften und technischen Hinterlassenschaften

Donnerstag, September 27, 2007

Mein Männe ist ein Technik-Junkie. Was auch immer Neues auf den Markt geworfen wird, es dauert nicht lang, bis er es besitzt. Hauptsache es hat möglichst viele Knöpfe und blinkt oder leuchtet irgendwo. Von Vorteil ist, wenn Geräusche raus kommen oder man damit sprechen kann oder ein Menü animiert ist. Und wenn dann noch irgendwo “Limited Edition” draufsteht, sind alle vorher genannten Punkte egal, dann darf’s sogar das Vulkangestein-Duschbad oder das neue Herren-Antifalten-Peeling sein. computer-bot.jpg

Ich zucke vor lauter Hilflosigkeit ob dieser Techniksucht nur noch mit den Schultern. Hat er sich neues “Spielzeug” gekauft, wird es stolz präsentiert. Dann bleibt nichtmals mehr Zeit, meine Jacke auszuziehen - ich werde sofort zur Couch bugsiert, hingesetzt und mir wird wiederholt eingeflößt, dass ich in wenigen Minuten ein absolutes Highlight erleben werde, dass ich aus dem Staunen nicht mehr rauskommen werde. Was auch ab einem bestimmten Zeitpunkt zutrifft. Nämlich dann, wenn ich den Preis höre.

Mich lässt der ganze Schnickschnack ziemlich kalt, während seine männlichen Freunde sofort herbei geeilt kommen, wenn er ihnen von seiner neuen Errungenschaft erzählt. Dann gibt’s lauter Ooohhhs und Uuuuhs und Boooaaahhs und riesengroße Augen. Es ist ein ganz besonderes Naturschauspiel, zu beobachten, was für große Emotionen ein paar teure Knöpfe auslösen können. So ein neues Gerät schweißt zusammen, es vertieft Männerfreundschaften. Früher, also ganz früher, wurden dafür Geweihe aneinander gerieben oder verhornte Stirnknochen gegeneinander gedonnert.

Ich finde es dagegen nicht wichtig, dass ich nun Dvds in Blue-Ray-Qualität gucken kann. Oder dass ich mit diesem Gerät gleichzeitig Spiele zocken, Dvds gucken und im Internet surfen könnte. Ich hab ja selber nichtmals mehr nen Fernseher. Ich höre auch keinen Unterschied in der Tonqualität dank dieses neuen tollen Kabels. Ich fühle mich nicht gleich ins Mittelalter zurück versetzt, wenn ich ein Hörspiel über einen normalen Cd-Player höre anstatt über den IPod. Mein Computer läuft. Dass er dabei nicht schneller ist als jeder andere Computer interessiert mich nicht. Und im Urlaub fahre ich lieber in südländischer Hitze Boot als im klimatisierten Zimmer Autorennen zu zocken. Im Auto höre ich - ich muss wirklich direkt der Steinzeit entflohen sein - Kassetten! Dieses Wort hat er schon vor Jahren aus seinem Gedächtnis verbannt. Und außerdem brauche ich nur ein einziges Handy mit einem einzigen Vertrag.

Trotzdem muss ich zugeben, dass ich von dieser Technikbegeisterung profitiere. Zum Beispiel muss ich mich nie mit Computerproblemen rumschlagen. Und ich habe ein DVD-Laufwerk von ihm übernommen. Völlig ungefragt wurde es eines Tages eingebaut. Gleich daneben liegt ein hochwertiges Headset für die Internettelefonie. Beide Geräte sind bis heute unbenutzt. In der Ecke steht ein DVD-Player, den er auf Grund einer Neuanschaffung nicht mehr brauchte. Meine technische Entwicklung war nämlich beim Videorekorder stecken geblieben. Ohne TV brauche ich natürlich beides nicht mehr, aber wen kümmert das. Dieses Phänomen zieht sich nach unserer fünfjährigen Beziehung durch meine ganze Wohnung.

Gestern kam noch ein neues Gerät hinzu: Sein Handy. Wegen mehrerer Verträge bekommt er wesentlich öfter ein tolles Angebot für ein neues Handy als ich. Und da meins kurz vorm ultimativen Zusammenbruch steht, gab er mir sein “altes”. Damit kann man übrigens nicht nur telefonieren, Emails und Sms schreiben und natürlich fotografieren. Nein, ihr ahnt es vielleicht schon, man kann es auch als Walkman benutzen. Wollte ich nur mal gesagt haben, bevor ich diese Funktion endgültig ignoriere und vergesse…

Foto: aboutpixel.de / @bot

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Beleidigte chinesische Leberwurst

Montag, September 24, 2007

Gestern waren se beleidigt, heute sind se beleidigt wie ne chinesische Leberwurst. Angela Merkel empfing tatsächlich den Dalai Lama, und das fand man in China gar nicht lustig. Der propagiere doch unter dem Deckmantel des Buddhismus die Abspaltung Tibets, meinen die Chinesen. Und sagten, beleidigt wie sie nunmal waren, ein Treffen mit Justizministerin Zypries kurzerhand ab. Aber nicht wegen des Dailai Lama, nein, Konfuzius bewahre! Schuld waren “technische Gründe”. Äh, genau. Vor diesen “technischen Gründen” hatte man zuvor ja schließlich lauthals gewarnt. Man nannte sie da allerdings noch etwas konkreter Sanktionen gegen die deutsche Wirtschaft.

Mittlerweile haben die Chinesen aber wohl gemerkt, dass ein abgesagtes China-Treffen mit Zypries irgendwie nicht ganz ein nicht abgesagtes Deutschland-Treffen mit dem Dalai Lama aufwiegt - und sagten das nächste hoch offizielle Treffen mit unserem Außenminister Steinmeier ab, diesmal aus “Termingründen”. Ja nee, is klar! Das ist also jetzt der Leberwurst-Teil. Die Lage spitzt sich zu und ich frage mich, wo das hinführen soll?

In Deutschland ist man um Schadensbegrenzung bemüht, versucht, Ersatztermine zu finden und die Chinesen zu beschwichtigen. Der Dalai Lama sei doch gar nicht so böse und wir haben ganz nebenbei auch nix gegen China. Auch nicht aus technischen oder terminlichen Gründen. In China dagegen darf im Internet gegen unsere Angela angeschimpft werden was das Zeug hält, sogar ganz ohne Zensur. Ja, wo kommen wir denn da hin? Was kommt als nächstes? Chinesische Karikaturen, wo der Dalai Lama mit Hilfe des trojanischen Merkel-Pferdes völlig gewaltfrei Tibets Freiheit zurückerobert? Ich finde, Deutschland muss reagieren. Mit konkreten Sanktionen gegen die chinesische Wirtsch… äh, einem Exportstopp von Milchprodukten zum Beispiel. Also aus technischen Gründen, versteht sich.

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Von Fältchen, Dämmerlicht und Zone 30

Montag, September 17, 2007

Ich bin seit zweieinhalb Wochen 30 Jahre alt und erkenne schon die ersten altersbedingten Tücken. Am Wochenende war ich nämlich auf einer Party und stellte nach kurzem Rundumblick mit nicht geringem Schrecken fest, dass ich die älteste anwesende Person war! Natürlich wäre ich auch mit 29 die Älteste gewesen. Aber, mal ganz ehrlich, das ist etwas völlig anderes. Ich wäre alterstechnisch dann zumindest im gleichen Jahrzehnt anzuordnen gewesen. Hätte wie alle anderen die junge, frische und scheinbar gegen allen Lebensernst immune Zwei vorne gehabt. Und die ganze Sache wäre überhaupt nicht erwähnenswert gewesen. Natürlich hätte es auch gar keiner gemerkt, hätte ich es nicht im akuten Schockzustand, der nach dieser Erkenntnis einsetzte, laut erwähnt. Im schwummerigen Partylicht sieht man schließlich weder graue Haare (die ich letzte Woche vorsorglich übergefärbt habe) noch die ganzen Fältchen unter den Augen - und neuerdings sogar je nach Mimik auch in anderen Gesichtspartien. Wie man mir mehrfach bestätigte, sehe ich gar nicht aus wie 30. Welch Wohltat! Ich freute mich über diese Reaktionen. Sah die Überraschung in den Gesichtern. Fühlte mich erleichtert. Hoffte beinahe, es würde noch jemand sagen - bitte!

Aber auch diese Medaille hat zwei Seiten. Es ist beruhigend, eher wie irgendwo-in-den-späten-Zwanzigern auszusehen. Jaha, schüttelt nicht den Kopf - auf diese paar Jährchen kommt es sehr wohl an! Jedoch ist “Wie 30 siehst du aber nicht aus” ja eigentlich auch nur ein durch die Blume gesprochenes “Sooooooo alt siehst du gar nicht aus” oder “Rein oberflächlich betrachtet, bei diesem Dämmerlicht, hätte ich dich anders eingeschätzt, aber hätte ich Gelegenheit für einen zweiten Blick und würde es hier nicht so nach Alkoholfahnen und Zigaretten stinken, würde ich sicherlich schon irgendwie modrigen Geruch aus deiner Richtung vernehmen”. Sprich: “Scheiße, bist du alt!”

Ich übertreibe natürlich maßlos. Aber dass ich grad ein Buch lese, das “Zone 30 - Frauen werden nicht älter. Frauen werden besser” heißt, ist mindestens ebenso verwirrend und verunsichernd wie die Erkenntnis, dass das vor wenigen Jahren entdeckte eine graue Haar sich offenbar massenweise selbst geklont hat. Aber ich hab’s geschenkt bekommen, ehrlich! Also das Buch jetzt. :D

(Danke, Stromfrau.)

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Fetisch WAS?

Montag, August 13, 2007

Dass jemand über schmuddelige Suchbegriffe in meinem Blog landet, ist keine Seltenheit. So ein Blog besteht nunmal aus sehr vielen Wörtern und erzielt außerdem ein recht hohes Ranking bei Google. Ist also alles nicht überraschend. Wobei ich mich durchaus so manches Mal darüber wundere, nach was da so gesucht wird. Da ist ne Menge Grenzwertiges dabei, manchmal geht’s auch über vielerlei Grenzen hinaus. Ich wundere mich, welche Fantasien manche Menschen haben - oder welchen Fetisch!

Gestern kam jemand, der nach “Fetisch Tauchen” gesucht hat, hierher. Fetisch tauchen? Hä? Ich hörte schon von Leuten, die Neoprenanzüge ganz toll finden, aber tauchen an sich als Fetisch? Das schrie ja förmlich danach, dass ich das mal bei Google taucher-stb.jpgeingebe. Wer weiß, in Wahrheit tauche ich womöglich nur, weil es mich antörnt! Jedenfalls bin ich mal wieder überrascht und mehr noch amüsiert über das Ergebnis. Direkt als erstes kommt man nämlich zur Seite Fetishdivers. Es gibt Fetisch-Pool-Parties, bei denen auch gerne mal abgetaucht wird. Unter Wasser ist dann alles erlaubt, “was Spaß macht”. Dabei kann man oder frau in seinem Lieblingsdress abtauchen - vornehmlich wohl in Gummi, Latex oder halt Neopren und, laut Fotos, mit Maske. Das Ganze wird natürlich auch gefilmt oder fotografiert und am Ende bekommt jeder eine CD mit (bewegten) Unterwasserbildern. Manche davon kann man sich auch online angucken. Mein Favorit ist eindeutig “Scuba Combat Bitches”. Ich hau mich weg, schon alleine der Name! Da bekommt der Ausdruck “Lila Rutsche” (Tauchgruppe bestehend aus Frauen) ne ganz andere Bedeutung!

Nicht, dass mich das Ganze jetzt irgendwie schockt oder es das ungewöhnlichste ist, was ich bisher in dieser Richtung gehört habe. Ich bin bloß nie auf die Idee gekommen, dass man Tauchen in Gummianzug geil finden könnte. Wenn ich mir meine Pelle bei 30 Grad im Schatten drüberziehe, mit Mühe und Not, Zentimeter für Zentimeter, bis nur noch das Gesicht rausguckt und dann noch den Bleigurt und diese höllenschwere Flasche umschnalle, dann hört der Spaß für mich bis zum Eintritt ins Wasser erstmal auf. Mit Lust hat das für mich erstmal nix zu tun.

Interessant ist auch der Hinweis unter der Rubrik Poolparty, dass man doch bitte mit zivilen Klamotten zum Hallenbad kommen solle, da es in einer ziemlich konservativen Gegend liege. Nicht, dass die Anwohner am Trainingsbad meines Tauchvereins demnächst denken, wir veranstalten da ne Fetischparty, eben gerade weil wir so normal gekleidet da “auftauchen”. So ließe sich dann auch erklären, warum ich immer mit durchwuschelten, nassen Haaren und total abgekämpft, aber frisch geduscht da raus komme. :D

Foto: aboutpixel.de - stb