Archiv für die Kategorie ‘Geschlechtliches’

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„Tauchen“ nennt man das jetzt also

Dienstag, April 14, 2009

Boah nee. Da schreibt mir bei Xing irgend so’n Event-Fuzzi ohne jegliches Hallo oder sonst irgendwas, dass er mit mir „auch mal gerne tauchen würde“. Ja, nee, is klar, du Vollpfosten. Wahrscheinlich bist du verheiratet, hast zwei kleine Kinder und hälst dich jetzt für total gefuchst.  Und wahrscheinlich denkst du, ich bin so blöd und frage jetzt, wann du denn mal Zeit hast zum „tauchen“. Und erzähle dir, wie toll ich das finde und fange richtig an zu sprudeln und finde es dann totaaaal nett, wenn du mich wirklich treffen willst und totaaaal interessiert bist an meinem Gelaber. Warum schreibst du nicht einfach, was du willst? Zu feige?

Davon, dass du durchschnittlich aussiehst, konnte ich mich ja bereits überzeugen. Wobei auf deinem Profilfoto mehr Schatten als Profil zu sehen ist und das vermutlich auch seinen Grund hat. Und da du  – wohlgemerkt in einem (angeblichen) Karriere-Portal – „Seepferdchen“ und irgendeine Urkunde von den Bundesjugendspielen als Auszeichnungen angegeben hast, hast du wohl auch sonst nicht viel zu bieten.

Wir können gerne mal tauchen gehen, weißte. Du kommst zu mir, wir trinken nen Kaffee und dann tauche ich deinen Kopf unter. Im Klo. So hätte zumindest einer von uns beiden jede Menge Spaß.

Das erinnert mich an die Mail, die ich vor einiger Zeit von einem Blogleser bekam. Er schrieb, meine Angaben bei „Über mich“ läsen sich, als hätte er „einen Wunschzettel an eine Partnervermittlung geschrieben“. Ob ich nicht mal ein Foto schicken könnte, er sei doch so neugierig, wie die Frau aussieht, die so schreibt, als würde sie zu ihm passen. Im Gegensatz zu der Nachricht vom „Horny Seahorse“ war die Mail von ihm aber sonst ganz nett geschrieben. Und außerdem wohnte der auf einem ganz anderen Kontinent (ein Pluspunkt übrigens) und nicht in Herdecke. Geantwortet hab ich ihm trotzdem nicht.

Liebe Kerle, die ihr anscheinend nicht in der Lage seid, im realen Leben Frauen kennen zu lernen oder zu halten: Sollte ich jemals so verzweifelt sein, dass ich mir im Internet für was auch immer einen Partner suchen muss, findet ihr mich zu diesem Zweck sicher nicht bei Xing und ich werde auch nicht hier im Blog auf Männerfang gehen. Aber so wie es aussieht, wird das auch weiterhin zu den Dingen gehören, die ich nicht online erledige. Erst recht um diese Jahreszeit. Wobei wahrscheinlich genau das der Grund ist, warum ausgerechnet jetzt so ne armselige Anmache in meinem Posteingang landet. Ab 20,1°C erreichen die Hormone wahrscheinlich den Siedepunkt. Meint zumindest auch Kirsten.

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Männer und Damenhygiene-Artikel

Montag, September 8, 2008

Schahaaatz, was hast du nun schon wieder bestellt?

Der Gute hatte letztens die grandiose Idee, lauter Gratisproben anzufordern, darunter auch einschlägige Damenartikel für mich. Jaja, er ist ja so selbstlos und denkt auch bei sowas an seine bessere (?) Hälfte. Heute flatterten neue Tampons in meinen Briefkasten – buchstäblich! Tampons mit Flügeln. Keine Ahnung, wofür Tampons Flügel brauchen!? Vielleicht fühlen sie sich von den Damenbinden diskriminiert oder von Energydrinks? Gleichberechtigung für alle, auch für Tampons. Oder so. Die Flügel jedenfalls sollen helfen, „Flüssigkeit aufzufangen und ins Tamponinnere zu leiten, die an gewöhnlichen Tampons vorbeilaufen kann“. Also ganz ehrlich und indiskret, bei mir läuft auch ohne Flügel nix vorbei. Aber gut. Es handelt sich hier ja ohnehin um eine „Geschichte voller Missverständnisse“, wie wir alle wissen.

Jedenfalls, was ich sagen wollte, mein Hase: Meine Tampons brauchen zwar eigentlich keine Flügel, aber damit kann ich schon wesentlich mehr anfangen als mit den Binden für schwache Blasen von letztens. :D

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Hühnerbrust sucht Hüftsteak

Mittwoch, April 23, 2008

Was bilden sich eigentlich Männer ein, die eine Frau einfach nur anstarren? So richtig lange, ausgiebig, von oben nach unten und wieder zurück, mit Sabber im Mundwinkel und dem dümmsten Blick im Gesicht, den jemals ein lebendes Wesen aufsetzen könnte? Ist ja durchaus erfreulich, wenn auch in der Hose der Frühling ausbricht, aber muss man sich deswegen gleich ausschließlich auf seine Instinkte runter rationalisieren? Licht aus, Schotten dicht, alles Blut ins Erdgeschoss?

Es ist ja durchaus schmeichelhaft, angelächelt zu werden. Wenn sich mal jemand den Kopf verdreht, rot anläuft oder tollpatschig stolpert. Aber dieses stumpfsinnige Geglotze kann ich ja mal sowas von nicht ab! Hallihalloooo!? Sind wir hier im Kühlregal? Hab ich „Hüftsteak“ auf der Stirn stehen? Vooorsicht, da läuft dir grad ein Sabberfaden am Hals entlang! Und dann sind das auch noch immer sowat von Bäh-Kerle. Ich frage mich, wie vernachlässigt die sein müssen, dass sie ihr komplettes Benehmen vergessen, wenn ihnen eine Durchschnitts-Frau über den Weg läuft. Was würden die tun, wenn ich polange Haare hätte? Oder kinnlange Beine? Oder wenn’s dunkel wäre?

Mir schüttelt’s sich bei solchen Männern, ehrlich. Der nächste, der mir so über den Weg läuft, kriegt den geballten Frust ab. Schluss mit nett und niedlich.

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Männerwitz

Dienstag, Oktober 2, 2007

Was sagt ein Mann, der bis zum Bauchnabel im Wasser steht?

„Das geht mir über den Verstand.“

:D

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Schnarchnase im Anmarsch?

Montag, Oktober 1, 2007

Ich hab da so eine ganz, ganz böse Vorahnung. Fast schon eine Vision. Eine Vision von flatternden Bettlaken, bebenden Nasenflügeln, wund gestöpselten Ohren und tiefschwarzen Rändern unter den Augen. Meinen Augen und Ohren, um genau zu sein. Und seinen Nasenflügeln. Ich war bisher immer so unendlich froh, habe mich geradezu gesellschaftlich privilegiert gefühlt, weil er nicht schnarcht, sondern friedlich, fast bewegungslos und vor allem totenstill durch die Nacht schläft. Doch seit geraumer Zeit vernehme ich da so ein tiefes Atmen, sobald er richtig wegschlummert. So ein chchchchchch, füüüüüüüü, chchchchchch, füüüüüüüü…

Man könnte es niemals als Schnarchen bezeichnen und es gibt sicherlich Millionen, Abermillionen von Frauen, die froh darüber wären, wenn ihr Bettnachbar so atmen würde. Für mich aber ist das ein ganz böses Omen. Denn ich höre es schon seit Wochen. Viel zu lange für einen Schnupfen. Und es raubt mir den Schlaf. Also greife ich mal wieder zu den Stöpseln, die langsam zu meinen besten Freunden der Nacht mutieren und mir spätestens zum Morgengrauen höllische Druckschmerzen in den Ohren verursachen. Und bete, dass es sich nicht langsam und unbemerkt auf Dauer in mein Leben schleicht, sich stetig steigert, bis ich auch einen von diesen Sägewerk-Angestellten neben mir liegen habe. Das wäre nämlich das Ende unserer Bettnachbarschaft. Da hilft auch kein Maschendrahtzaun.

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Von Knöpfen, Männerfreundschaften und technischen Hinterlassenschaften

Donnerstag, September 27, 2007

Mein Männe ist ein Technik-Junkie. Was auch immer Neues auf den Markt geworfen wird, es dauert nicht lang, bis er es besitzt. Hauptsache es hat möglichst viele Knöpfe und blinkt oder leuchtet irgendwo. Von Vorteil ist, wenn Geräusche raus kommen oder man damit sprechen kann oder ein Menü animiert ist. Und wenn dann noch irgendwo „Limited Edition“ draufsteht, sind alle vorher genannten Punkte egal, dann darf’s sogar das Vulkangestein-Duschbad oder das neue Herren-Antifalten-Peeling sein. computer-bot.jpg

Ich zucke vor lauter Hilflosigkeit ob dieser Techniksucht nur noch mit den Schultern. Hat er sich neues „Spielzeug“ gekauft, wird es stolz präsentiert. Dann bleibt nichtmals mehr Zeit, meine Jacke auszuziehen – ich werde sofort zur Couch bugsiert, hingesetzt und mir wird wiederholt eingeflößt, dass ich in wenigen Minuten ein absolutes Highlight erleben werde, dass ich aus dem Staunen nicht mehr rauskommen werde. Was auch ab einem bestimmten Zeitpunkt zutrifft. Nämlich dann, wenn ich den Preis höre.

Mich lässt der ganze Schnickschnack ziemlich kalt, während seine männlichen Freunde sofort herbei geeilt kommen, wenn er ihnen von seiner neuen Errungenschaft erzählt. Dann gibt’s lauter Ooohhhs und Uuuuhs und Boooaaahhs und riesengroße Augen. Es ist ein ganz besonderes Naturschauspiel, zu beobachten, was für große Emotionen ein paar teure Knöpfe auslösen können. So ein neues Gerät schweißt zusammen, es vertieft Männerfreundschaften. Früher, also ganz früher, wurden dafür Geweihe aneinander gerieben oder verhornte Stirnknochen gegeneinander gedonnert.

Ich finde es dagegen nicht wichtig, dass ich nun Dvds in Blue-Ray-Qualität gucken kann. Oder dass ich mit diesem Gerät gleichzeitig Spiele zocken, Dvds gucken und im Internet surfen könnte. Ich hab ja selber nichtmals mehr nen Fernseher. Ich höre auch keinen Unterschied in der Tonqualität dank dieses neuen tollen Kabels. Ich fühle mich nicht gleich ins Mittelalter zurück versetzt, wenn ich ein Hörspiel über einen normalen Cd-Player höre anstatt über den IPod. Mein Computer läuft. Dass er dabei nicht schneller ist als jeder andere Computer interessiert mich nicht. Und im Urlaub fahre ich lieber in südländischer Hitze Boot als im klimatisierten Zimmer Autorennen zu zocken. Im Auto höre ich – ich muss wirklich direkt der Steinzeit entflohen sein – Kassetten! Dieses Wort hat er schon vor Jahren aus seinem Gedächtnis verbannt. Und außerdem brauche ich nur ein einziges Handy mit einem einzigen Vertrag.

Trotzdem muss ich zugeben, dass ich von dieser Technikbegeisterung profitiere. Zum Beispiel muss ich mich nie mit Computerproblemen rumschlagen. Und ich habe ein DVD-Laufwerk von ihm übernommen. Völlig ungefragt wurde es eines Tages eingebaut. Gleich daneben liegt ein hochwertiges Headset für die Internettelefonie. Beide Geräte sind bis heute unbenutzt. In der Ecke steht ein DVD-Player, den er auf Grund einer Neuanschaffung nicht mehr brauchte. Meine technische Entwicklung war nämlich beim Videorekorder stecken geblieben. Ohne TV brauche ich natürlich beides nicht mehr, aber wen kümmert das. Dieses Phänomen zieht sich nach unserer fünfjährigen Beziehung durch meine ganze Wohnung.

Gestern kam noch ein neues Gerät hinzu: Sein Handy. Wegen mehrerer Verträge bekommt er wesentlich öfter ein tolles Angebot für ein neues Handy als ich. Und da meins kurz vorm ultimativen Zusammenbruch steht, gab er mir sein „altes“. Damit kann man übrigens nicht nur telefonieren, Emails und Sms schreiben und natürlich fotografieren. Nein, ihr ahnt es vielleicht schon, man kann es auch als Walkman benutzen. Wollte ich nur mal gesagt haben, bevor ich diese Funktion endgültig ignoriere und vergesse…

Foto: aboutpixel.de / @bot