Archiv für die Kategorie ‘Dortmund’

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Frühlingsmarkt: Hab’sch was gekäuft!

Sonntag, Mai 10, 2009

War mal wieder im Westfalenpark. Dieses Mal eher spontan, nachdem ich gelesen hatte, dass dort Frühlingsmarkt sei. Noch mehr Grün und Bunt also, als es da eh schon zu sehen gibt. Ich also hin und mich schon nach wenigen Minuten in diese Meerjungfrau verliebt. Was muss die da auch einfach so da sitzen, wenn ich vorbei komme? Da hatten selbst die Geckos und die Seepferdchen, die es überall gab, keine Chance mehr.Mermaid

Zunächst konnte ich widerstehen und folgte den Gerüchen und Düften all der Stauden, Blütenpflanzen, Kräuter – und Bratwürste. Aber sie ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Also hab ich meine Runde über die 140 Stände gedreht, hier ein wenig gestaunt, da ein wenig (oder auch mehr) von einem Garten und wenigstens einem Balkon geträumt (seufz!) und bin am Ende zurück zu diesem einen Stand. Und dann hab ich sie mir gekrallt und mich mit ihr und Lesestoff über Australien in die Sonne gelegt und mich von indischen Kindern anstarren lassen, wie ich da so lag, mit ner Tüte neben mir, wo ein Fischschwanz rausguckte.

Und jetzt freue ich mich jedesmal, wenn ich diese Meerjungfrau sehe und denke ans Meer, an Blumen, Park, Sonne – und indische Kinder.

Übrigens: Wer in den Westfalenpark geht, sollte wirklich niemals nie nicht an dieser Bäckerei vorbei gehen, sondern sich was Leckeres aus dem Holzofen (!) mitnehmen. Ich empfehle (weil schon verschlungen) das Vollkornbrot (tiefdunkel und körnig – mega lecker) und den frisch gebackenen Apfelkuchen mit dem feucht-lockeren Teig. Das schmeckt alles wie von Uroma, nur frischer. Und super nett sind se auch noch da, egal wie viele Muttchens und Ömmekes in der Schlange stehen („Willi, willtse auch n Stücksken Kuchen oder lieber nachher ne Wurst?“).

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Ich bin Fußballmuseum!

Montag, April 27, 2009

Ich hab’s die Tage schon getwittert, ganz frisch sind die Neuigkeiten also nicht. Und eigentlich bin ich ja auch nicht so der Fußballfan und ist mir auch der Dortmunder Fußball meistens wurscht. Die Fußball WM 2006 in Dortmund, bei der ich nicht nur wegen meiner Wohnlage wirklich mitten drin war (roter Teppich vor der Haustür, alle, aber wirklich alle Fans zogen an meiner Wohnung vorbei, Fußball gucken mitten auf dem Wall, hach, war dat ein Erlebnis!), bleibt mir jedoch bis ans Lebensende unvergessen, soviel steht mal fest. Und so ganz drumherum kommt man um diesen Sport in Dortmund nicht, da kann man sich noch so wehren. Erst vorletzte Nacht konnte ich mal wieder nicht schlafen – wegen den feiernden Fans. Es sei ihnen gegönnt. Jedenfalls ist mittlerweile entschieden, dass das nationale DFB-Fußballmuseum nach Dortmund und nicht nach Gelsenkirchen kommt – und ich kann nicht leugnen, dass ich das gut finde. Die Verantwortlichen sprechen vom „Coup des Jahrzehnts“ für den Tourismus.

Ich hab das ganze Brimborium nicht wirklich intensiv verfolgt, aber bei den Ruhr Nachrichten hab ich gerade das Video gefunden, mit dem sich die Stadt als Standort beworben hat. Darin geht es zwar natürlich um Fußball, ein großer inhaltlicher Schwenker stellt allerdings auch die Stadt an sich vor. Wer also grob wissen will, was überhaupt dieses Dortmund ist, dem seien diese neun Minuten ans Herz gelegt. (Ich selbst steh da irgendwo feiernd zwischen den Deutschen und Türken auf dem Friedensplatz bei der Fußball EM 2008. Viel Spaß beim Suchen. :D )

(Das Einbinden des Videos war trotz Fummelei nicht in vernünftiger Größe möglich, ohne dass Ränder abgeschnitten werden. Dadurch sind die „Bedienelemente“ aus dem Bild gerutscht. Wenn ihr aber aufs Video klickt, während es läuft, pausiert es.)

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Flo(h)rian im Westfalenpark

Sonntag, April 19, 2009

Nächsten Sonntag, 26. April, findet wieder der Flo(h)rian, der Flohmarkt im Dortmunder Westfalenpark, statt. Ich war letztes Jahr zwei Mal da und finde den absolut klasse. Es gibt pro Jahr vier Termine und der nächste Woche ist der erste in 2009. Ich freu mich schon seit letztem Sommer drauf. Und nicht nur ich: Die Beliebtheit ist mittlerweile so groß, dass die Kapazität laut Homepage „mit nunmehr 1.400 angemeldeten Trödlern“ erschöpft ist!

Zu trödeln gibt’s Antikes, Sammlerkram, Haushaltssachen – und jede Menge Kleinkram. Ich hab letztes Jahr ein Bild, eine alte Blechdose, kleine und große Küchengläser mit Korken und eine kleine Kommode zum selbst pimpen nach Hause geschleppt. Eigentlich wird so ziemlich alles angeboten, was man einigermaßen tragen kann. Und selbst wenn man nichts mitnimmt, das Stöbern und Schlendern alleine ist schon klasse.

Bei schönem Wetter bin ich da.

Sonst noch wer? :)

Ach ja, Eintritt kostet soweit ich mich erinnere maximal 3 Euro.

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Liebes Jugendamt der Stadt Dortmund,…

Freitag, April 3, 2009

… als (momentan pausierende) Mittelalter-Darstellerin, die dieses Hobby drei Jahre lang in einem gemeinnützigen Verein ausgeübt hat, möchte ich in kurzen, knappen Worten eines loswerden:

LARPern und Mittelalter-Darstellern ihr Hobby verbieten, weil es ja irgendwie (wie auch immer, nix genaues weiß man ja nicht, woll?) Amokläufe auslösen könnte, ist in etwa so, als würde man Vätern und Großvätern verbieten, ihre Enkel und Kinder auf den Schoß zu nehmen, weil das ja einen kinderpornografischen Hintergrund haben könnte.

Danke für Ihre ansonsten offenbar völlig fehlgeleitete Aufmerksamkeit. Deutlicher kann man nicht zeigen, dass man nichts verstanden hat.

→ Der Westen: Jugendamt entwaffnet Ritter.

→ Ruhr Nachrichten: Jugendfreizeitstätte ändert Osterprogramm.

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Vorsichtige Annäherung an den Frühling

Donnerstag, April 2, 2009

Heute hab ich mir frei genommen. Ich kann beim besten Willen nicht konsequent auf meinem Hintern im Büro sitzen, wenn draußen so der Frühling abgeht. Sei die Migräne noch so nervig und im Gegensatz zu mir konsequent. Heute war mir alles wurscht und so bin ich zum ersten Mal seit ich weiß nicht wie vielen Tagen endlich wieder aus dem Haus, raus in den Park. In meinen Lieblingspark, ist klar. Der hat ja schon auf mich gewartet. Ich hab ihn rufen hören, ganz laut. Also rein in die Jacke – nur: in welche? Ist ja Frühling geworden, seitdem ich das letzte Mal draußen war. Ein Blick aus dem Fenster auf die Leute sagte mir: Sommerjacke, aber Schal. Und die Sonnenbrille, ja die musste auch auf die Nase. Schon alleine wegen meinem altbekannten Dauer-Lern-Matsch-Auge.

Im Park dann: Menschen! Ich hatte schon ganz vergessen, dass ich nicht alleine auf der Welt bin. Lauter fröhliche, Sonnenbrille und Schal tragende, genießerisch ihre Nase in die Sonne haltende Menschen. Und alle lächeln sich an! Hallo, seit wann machen wir das denn? Ich hatte mich gerade an das alles gewöhnt, da entdeckte ich: Tiere! Mit rauher Stimme schnatternde Gänseriche, die mit ihrem bunten Gefieder rumprotzten, als könnten sie MICH damit beeindrucken. Und lustige Huhn-Viecher mit überdimensionierten und in anderen Ländern sicher als Delikatesse geschätzten Spreizfüßen und Höckernasen (ähnlich meiner eigenen, wenn ich genauer drüber nachdenke). Und Bienen, die in mein Ohr krabbeln wollen, weil sie scheinbar über den Winter vergessen haben, was sie nochmal genau befruchten sollen – $§=)T%(?Z!!!

Und eine Fliege, die ungebremst in mein Matschauge gerast ist, als ich keine Sonnenbrille aufhatte. Wie ich das hasse, wenn in meinem Auge ein Leben zu Ende geht. Es war ein schneller, wenn auch etwas feuchter Tod. Und ich könnte schwören, die hat schon im Flug gebrannt, diese Fliege.

Ich find’s ja lustig, wie Natur und Mensch es gar nicht abwarten können, sich zu zeigen, zu präsentieren, einander mit voller Keule zu begegnen und wie sehr man sich doch erst wieder aneinander gewöhnen muss. „Eeeek! Biene! Notarzt! Ich sterbe“, dachte ich in etwa beim ersten Anflug auf mein Ohr. Bis mir wieder einfiel, dass gar keine Reaktion ja die beste Reaktion ist. Und der Biene ist beim ersten Anflug wahrscheinlich wieder klar geworden, wie das ist, von einer riesigen Hand plötzlich und unerwartet durch die Luft geschwurbelt zu werden, das einem schwindelig wird. Wahrscheinlich sitzt sie gerade auf irgendeinem Blatt und übt Stachel ein- und ausfahren. Ach nee, das waren ja die Wespen, oder wie war das nochmal?

Was ich aber eigentlich sagen wollte: Ich bin mal wieder im Dreck rumgekrochen. In der Hoffnung, ein paar gescheite Fotos zustande zu bringen. Ganz tief im Dreck der Beete und Wiesen. Kopf auf’m Boden, Nase im Sand oder auch mit gequetschten Wangen direkt am Baum klebend und diesen umarmend („Wir sind Froooiiindeee!“). Popo in die Höhe, inklusive rausguckender Unterhose. Ja, meine lieben Rentner, wenn junge Leute wollen, können sie richtig Engagement zeigen, notfalls in Form von schneeweißchen-weißem Unterrücken, der schon seit einem halben Jahr keine Sonne mehr gesehen hat. Muss man ja nicht hingucken, wenn man’s nicht mag…

Und jetzt gucke ich mal, ob ich aus der Ausbeute eine Slideshow gebastelt kriege. Zumindest, wenn dieses Jucken aufhört. Alles kribbelt und krabbelt am Körper, Krabbel-Alaaaaarm!

Update: So, Stunden über Stunden später… Grrr… Grummel…. Brabbel… hier die Fotos (ja, mir geht das ganze Gezuppel und Gefrickel in und um die Slideshow herum auch tierisch auf den Keks, aber so isset nun – ich will ins Bett). Genießt! Gefälligst! :D

Update 2: In groß und schöner geht das auch über diesen Link – lohnt sich. (Hab mir ja nicht umsonst die Kamera mit Blütenstaub versaut.)

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Lost in H-Bahn

Donnerstag, Februar 12, 2009

Beim Westen gibt es ein nettes Video-Stück über die Dortmunder H-Bahn, die hauptsächlich von Studenten benutzt wird, da sie die Campus-Stationen und den Techno-Park schwebend miteinander verbindet. Früher hab ich die H-Bahn auch benutzt, denn sie war die optimale Verbindung zwischen meiner Buslinie und dem Campus. Mittlerweile wohne ich woanders. Aber manchmal, wenn ich unter der H-Bahn herlaufe und einer der Wagen über mir herflitzt, würde ich gerne nochmal drin sitzen…