
Import des Blogs auf den eigenen Webspace - Hilfe!
Sonntag, April 20, 2008Ich habe in den letzten Tagen einiges für den Umzug dieses noch von WordPress selbst gehosteten Blogs auf meinen eigenen Webspace vorbereitet. Jedoch klappt das Importieren dieses Blogs auf den neuen Server irgendwie nicht. Vielleicht kann mir irgendjemand hier helfen. Hab schon einige Foren durchsucht, finde aber nichts zu meinem Problem. Ich hab einfach sehr wenig Ahnung.
Beim Exportieren dieses Blogs entsteht ein xml-Dokument mit etwas über 3MB. Wenn ich versuche, diese Datei auf den neuen Server zu importieren, bekomme ich eine Fehlermeldung wegen falschen Sonderzeichen, wenn ich das richtig verstehe. Außerdem ist die Datei eigentlich zu groß, denn vom Hoster gibt es eine Größenbegrenzung für Importe. Ich schätze, das wäre die nächste Fehlermeldung. So weit, so gut. Ich hatte mir ein WordPress-Buch gekauft und da stehen diese Dinge drin, ebenso wie man dann vorgehen soll. Kann vielleicht sogar sein, dass ich das hinkriegen würde. Jedoch ist da in Sachen Import / Export immer von SQL-Dateien die Rede. Man solle die Tabellen als einzelne Dateien importieren, um die große Datei in mehrere kleine zu zerlegen und so weiter. Ich sehe aber gar keine Tabellen in dem xml-Export-Dokument.
Wie gesagt, ich hab kaum eine Ahnung von dem, was ich da mache, aber vielleicht kann mir jemand sagen, was es mit den zwei Dateitypen auf sich hat? Ob es eine Möglichkeit gibt, das Blog als SQL-Dokument zu exportieren oder wie der Import einer xml-Datei funktioniert, die zu groß ist und wo es vermutlich ein Problem mit den Sonderzeichen gibt? Kann man diese Datei auch zerlegen? Ich kapier einfach nicht, wie ich mein Blog auf den neuen Server kriege (WordPress ist dort installiert und läuft, es geht sozusagen nur um den konkreten Umzug des Blogs).
Ich hab Fragen über Fragen. Ich träum schon nachts davon, endlich die Ideen, auch layoutmäßig, verwirklichen zu können. Aber in der Praxis hapert’s leider gewaltig und ich komme kaum weiter. Was für ein blödes Gefühl, im Kopf konkrete Vorstellungen zu haben, die man mangels Kompetenz nicht umsetzen kann. ![]()






Hmm, wenn ich mich nicht irre, ist die exportierte XML-Datei bei WordPress im Prinzip ein RSS-Feed. Versuch doch einfach mal die XML-Datei als RSS-Feed zu importieren. Müsste WordPress laut Produktbeschreibung ja auch können.
Wundert mich nur, das der Umstieg von WordPress.com auf .org sich als so steinig erweist…
Das ist knifflig. Die Exportdatei ist einfach zu groß geworden, und deshalb wird beim Upload in der Mitte abgeschnitten. Wenn dabei ein Zeichen zerschnitten wird, das mit zwei Bytes dargestellt wird, kommt es zu dieser wenig hilfreichen Fehlermeldung mit dem “illegalen Zeichen”. Es wird auch nichts helfen, die Datei als RSS-Feed zu importieren, da dabei genau die gleichen Probleme auftreten werden. Auch stecken in so einer XML-Datei eine Menge Informationen, die beim schlichten RSS-Import unter den Tisch fallen. (Kommentare, Autoren, Links etc.)
Von WP.com kann man keine Datenbanktabelle bekommen, die beschränken sich auf den Export als “erweiteres RSS”. Die einzige Möglichkeit, diese Datei kleiner zu machen, wäre der Export für einen bestimmten Autor — eine ziemlich sinnlose Option bei einem Blog, der nur eine Autorin hat. Manchmal möchte man das alles nur noch verfluchen.
Wenn dein neuer Hoster dazu bereit wäre, die Limits für den Upload anzupassen, wäre das vielleicht die beste Lösung. Eventuell erlaubt er es auch in der Konfiguration des Webservers, dass man die Voreinstellungen für das mod_php überschreiben kann, dann könnte man durch eine
.htaccessdie Beschränkung (die übrigens sinnvoll ist) kurz aufheben. Dafür müsste etwa das folgende drinstehen:<IfModule mod_php4.c>php_value post_max_size "20000000000"
php_value upload_max_filesize "20000000000"
php_value memory_limit "20000000000"
php_value max_execution_time "20000000000"
php_value max_input_time "20000000000"
</IfModule>
LimitRequestBody 20000000000
Wenn ich ein Hoster wäre, würde ich das aber nicht erlauben.
Deshalb musst du wohl ganz tief in die Trickkiste greifen. Wenn du eine Datenbank hochladen kannst (zum Beispiel mit PHPMyAdmin), dann könntest du etwa so vorgehen:
1. Aufsetzen eines Webservers mit PHP-Modul und einer MySQL auf dem Arbeitsrechner zuhause. (Das ist für Testzwecke sowieso immer eine gute Sache.)
2. Konfiguration dieses kleinen Monsters, damit der Upload von mehreren MB klappt.
3. Installation eines frischen, nackten WordPress auf dem Webserver auf dem Arbeitsrechner. Wenn du die MySQL nicht auf der Kommandozeile bedienen willst, ist ein PHPMyAdmin ebenfalls empfehlenswert.
4. In dieses lokale WordPress wird die Export-Datei importiert. Dabei entsteht ein ziemlich großes Blog.
5. WordPress fragt dich, ob es die Dateien (Bilder etc.) aus dem alten Blog laden soll. Beantworte das einfach mit ja, allein schon, um diese Dinge zu sichern.
6. Am Ende des Prozesses hast du dieses Blog zu Hause, aber alle Pfade sind falsch, wenn du an die Bedingungen deines neuen Blogs denkst. Diese müssten vor dem Upload der Datenbank angepasst werden.
7. Exportiere jede Tabelle deiner Datenbank einzeln. Dabei entstehen etwa 10 Textdateien.
8. Öffne jede einzelne dieser Textdateien mit einem guten Texteditor (nicht dem von Windows, der kann das nämlich nicht) und verwende das globale Ersetzen. Deine Links enthalten jetzt immer so etwas wie
localhost/wordpress, ersetze das im Text durch den Domainnamen deines neuen Blogs, also etwahttp://www.domain.de. Wenn dein neues Blog in einem Unterverzeichnis liegt, musst du das auch noch dranhängen, also etwahttp://www.domain.de/wp. Die geänderten Dateien speicherst du einfach ab.9. Mit einem kleinen bisschen Glück sind alle diese Dateien kleiner als die Upload-Grenze bei deinem neuen Provider. Dann kannst du sie alle mit dem PHPMyAdmin des richtigen Webservers importieren.
10. Tief durchatmen, eine Tasse Kaffee machen und böse Verwünschungen über alle technischen Teufel aussprechen.
11. Die wp-config.php des WordPress auf dem richtigen Webserver an die gerade hochgeladene Datenbank anpassen.
12. Mit einem kleinen bisschen Glück (ich kann nicht an jede mögliche Panne denken, und es gibt hunderte von Möglichkeiten) war es das und du hast dein Blog umgezogen.
13. Nun sind natürlich die ganzen Bilder und das andere Zeug noch nicht da. Deshalb musst du den Inhalt des Verzeichnisses
wp-contentauf der Installation auf deinem Arbeitsrechner mit einem FTP-Client in das Verzeichniswp-contentdes Webserver hochladen. Achte dabei darauf, dass alle Dateien für den Webserver schreibbar bleiben, damit die Verwaltung aus WordPress heraus funktioniert. Verzeichnisse kriegen die Rechte777, Dateien kriegen666.14. Wenn heute ein besonders glücklicher Tag ist, hat das auch geklappt und du bist tatsächlich umgezogen. Wenn nicht, habe ich bestimmt irgendeine Pannenquelle vergessen…
Natürlich ist diese schnelle Anleitung ohne jede Gewähr.
Wenn die Tabelle
wp-postsbeim Export zu groß ist, kannst du sie mit deinem lokalen PHPMyAdmin auch mitgzipkomprimiert exportieren. Das kann PHPMyAdmin auch wieder importieren. Die Größe schrumpft auf etwa 15 Prozent der Originalgröße zusammen.Ich hoffe, dass es wenigstens eine kleine Hilfe war. Wenn du damit richtig große Probleme hast, nerv einfach mal einen “Freak” aus deinem Umfeld, zeig ihn diese Vorgehensweise und lass ihn das machen (und an den möglichen Problemen verzweifeln).
Ach, und bevor ich es ganz vergesse. Schreib hier nach dem Umzug noch einmal die Adresse deines neuen Blogs rein, sonst kriege ich das wieder alles nicht mit…
kurze unqualifizierte Bemerkung am Rande:
ICH VERSTEH NUR CHINESISCH!! Wat is los?
Frau Doktor - mir gehts da wie Ihnen! ;o)
Ich versteh allerdings auch kein chinesisch, dafür haben wir aber schon lange nicht mehr mit Käffchen zugeprostet. Kann ich auch gerade nicht, wegen Schwanger und bähhhhhhhhhhhhh… also *stösschenmittee* ;o)
Das war mal am Rande nen bissel ruhrpöttlerisch oder so!
Bussi
@124c41
Vielen Dank erstmal für deine Hilfe! Ich verstehe das meiste leider nicht, obwohl es sich ähnlich anhört wie das, was in meinem Buch steht. Schande über meine Ahnungslosigkeit! Vielleicht kann aber mein Schatz damit mehr anfangen. Er ist wesentlich bewanderter als ich und hat mir sowieso schon viel geholfen. Vielleicht schafft er es, sich da mit mir rein zu denken. Ich bin jedenfalls erstmal sehr dankbar für diese Aufstellung.
Bescheid sage ich hier auf jeden Fall. Werde wohl einen Post schreiben oder hier alles schließen, mit dem Hinweis auf die neue Adresse. Trotzdem bleibt das hier für eventuelle Nachzügler noch eine ganze Weile mit ner Weiterleitung bestehen. Freue mich ja über jeden, der mit mir zusammen umzieht.
@Stromfrau / Babs
Vielleicht kann ich’s euch eines Tages erklären.
Schon wieder umziehen??? Na aber das musste mir dann mal genau erklären ;o)

*Stösschen mit Kaffee*
Baby? Is ja geil!! Hauptsache, das kommt nicht auf die Welt und redet gleich chinesich oder Blogerisch (s.o.). *kicher*
Liebste Sonjamaus, da kannste dir den Mund fusselig reden und ich werds nicht raffen.
*Stösschen trotzdem mit Früchtetee*
Jo Baby - Hammer was? Wer hätte das gedacht? ;o)
Aber mit 36 hörte ich es auch langsam ticken hihihi…
Vielleicht richte ich euch im neuen Blog nen eigenen Chat-Bereich ein, wie wär’s, Mädels?
Moin, kannst du notfalls nicht den WordPress.com-Support anschreiben, ob die dir ein MySQL-Backup von deinem Blog schicken? Und dann deinen neuen Webspace-Anbieter fragen ob es eine Möglichkeit gäbe die einmalig einzuspielen wegen den 3 Mb Limit? Sonst wechselst du halt wieder
Gibt genug Anbieter welche ein grösseres Limit haben.
Soweit ich mich entsinnen kann, gibt es auch WP-Backup-Plugins, wo du selber ein MySQL-Dump machen kannst statt ein Feed-Backup.
Gruss
Hallo und danke! Ich werde das ausprobieren. Ich find’s irgendwie heftig, dass ein Wechsel von WordPress zu WordPress so schwierig sein soll. Werde mal nachfragen.