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Mit dem Skalpell gegen die Migräne - Hoffen und Bangen

Donnerstag, November 15, 2007

Vier Mal Kopfschmerzen, eine Migräneattacke. So lautet die Zusammenfassung aus 18 Tagen, in denen der Botox-Vortest mittlerweile läuft. Zwar kann ich nicht mehr sagen, dass ich noch gar keine Migräne hatte seit Beginn des Tests, jedoch ist eine Attacke in fast drei Wochen theoretisch ein relativ guter Schnitt und die Attacke verschwand nach der Einnahme einer Schmerztablette sofort.

Stark relativiert wird das Ganze jedoch dadurch, dass die ersten zehn Tage nach der Botoxinjektion bei der Bewertung des Tests und somit der Entscheidung über eine eventuell anstehende Operation nicht zählen. Das Botox braucht nämlich eine gewisse Zeit, bis es seine vollständige Wirkung (Lähmung der Muskeln über den Augenbrauen) erreicht hat. Somit sind also offiziell erst acht Tage vergangen, die in die endgültige Wertung eingehen. Die Migräne hatte ich leider innerhalb dieser acht Tage und somit zählt sie. Außerdem hatte ich in den acht Tagen ein Mal Kopfschmerzen. Dieser Schnitt hört sich schon nicht mehr so toll an, aber der Test läuft noch fast 40 Tage weiter, in denen ich hoffen kann und werde, dass er sich noch verbessert.

Die Muskellähmung ist mitterlweile komplett eingetreten. Die Augenbrauen kann ich gar nicht mehr bewegen, ebenso tut sich nichts in der unteren Hälfte der Stirn, die, egal welche Mimik ich mache, glatt wie ein Babypopo bleibt. Es fällt niemandem, der es nicht weiß, auf. Für mich selber ist es ungewohnt, da die Muskulator einfach auf bestimmte Befehle nicht reagiert und ich somit teilweise nicht so gucke, wie ich will. Das hat schon dazu geführt, dass mein Gegenüber nicht wusste, was ich meinte oder eine Aussage langsamer richtig einordnen konnte, aber der Unterschied ist sehr klein und fällt wohl niemandem außer mir auf.

Für eine Prognose über den Erfolg oder Misserfolg des Vortests ist es nach erst einer Woche, die in die Wertung eingeht, sicherlich zu früh. Ich hoffe also weiterhin, vor allem darauf, dass keine weiteren Migräneattacken folgen. Und ein bisschen Bangen ist nach der ersten Attacke noch hinzugekommen.

13 comments

  1. Ich drück weiterhin die Däumchen!!! Küsschen :-)


  2. Ich schließ mich an und wünsche dir viel Glück!
    Schönes We und viele Grüße

    reviersternchen


  3. Das ist wirklich eine interessante Sache. Ich drücke Dir echt die Daumen und bin mal gespannt. Vielleicht können wir uns noch mal auführlicher darüber unterhalten, denn ich kenne jemanden sehr gut, der unter fast chronischer Migräne leidet, die definitiv auch mit den Auftauchen der “Sorgenfalte” korrelliert…. Also, Dir erstmal noch viel Glück und wenig Kopfschmerzen ;-)


  4. Danke!

    @spinpoint
    Natürlich. Ich schreibe die Berichte sowieso am ehesten für Leute, die nach Infos darüber suchen und über eine Suchmaschine hierher finden, was mittlerweile auch jeden oder jeden zweiten Tag passiert. Melde dich einfach bei Bedarf!


  5. Also, das klingt schon etwas gruselig, aber wenn es hilft. Viel Erfolg auf jeden Fall!


  6. Wünschen dir trotzdem auch weiterhin noch alles Gute und eine Verbesserung der Diagnosewerte.


  7. Das klingt total interessant. Erzähl mla bitte genauer, was diese Botox-Therapie beinhaltet. Kriegst du das Zeug in die Stirn gespritzt? Und in wiefern soll das gegen migräne wirken? Legt es irgendwelche Nerven lahm? Ist das nicht gefährlich? Wenn es wirken sollte, wie oft und wie regelmäßig müsste man das denn wiederholen? Machst du das im Krankenhaus? Ist das teuer? Wie kamst du darauf?

    Sorry für die vielen Fragen… Aber bei diesem Thema bin cih für jede neue Anregung offen…

    Liebe Grüße und auch von mir gedrückte Daumen, dass es bald eine bessere Quote gibt!


  8. Einige der Antworten findest du vermutlich in den anderen beiden Posts von mir über die Migräne OP. Zum Beispiel darüber, wie das wirken soll. (Falls das nicht reicht, frag ruhig nochmal, dann erkläre ich es nochmal).

    http://muschelschubserin.wordpress.com/2007/10/22/botox/

    und

    http://muschelschubserin.wordpress.com/2007/10/26/vortest/

    Die Botoxspritzen werden eigentlich nur ein Mal gesetzt und wirken etwa acht Wochen lang, es sei denn, nach acht Wochen ist nicht eindeutig zu sagen, ob sich die Migräne verbessert hat. Dann kann man noch ein zweites Mal spritzen. Das kostet jedoch pro Termin 450 Euro.

    Es handelt sich um sechs bis acht Spritzen, die über die Augenbrauen gesetzt werden. Sie lähmen den Corrugatormuskel über den Augenbrauen, damit der Trigeminusnerv entlastet wird. Dieser entspringt genau in der Hirnregion, wo die Migräneattacke entsteht. Es scheint also einen Zusammenhang zu geben.

    Weitere Infos gibt’s auch auf der Website, die du im ersten Post zum Thema findest. ;)

    Aber wie gesagt, frag ruhig, sollte dann noch irgendwas unklar sein. Dafür schreibe ich ja darüber.


  9. Dankeschön! Und wie geht es dir inzwischen? Irgendwelche Erfolge zu verzeichnen?


  10. Nein, leider nicht. Hatte heute wieder einen Migräneanfall. Bisher sieht der Schnitt nicht gut aus. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.


  11. Och mönsch… du Arme. Und jetzt kannst du noch nicht mal die Stirn runzeln, wenn du dich ärgerst ^^ Okay, ich hoff mal mit dir mit weiter…


  12. [...] Hoffen und Bangen [...]


  13. [...] nach kurzer Zeit schon geschrieben und hatte zu diesem Zeitpunkt bereits stark am positiven Verlauf gezweifelt, wenngleich ich das Ganze noch versuchte, optimistisch zu sehen. Meine Bilanz nach fast acht Wochen [...]


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