
Mein erstes Stöckchen: Verwirrungen
Samstag, August 11, 2007Ani vom Knallrosa Tagebuch hat mir ein Stöckchen zugeworfen, das ich – wenn auch etwas verspätet – gerne beantworte. Da es mein allererstes Stöckchen ist, freue ich mich darüber ganz besonders.
Drei Dinge, die mich leicht verwirren:
- Dass es sie wirklich gibt: Die „Männer“, die zwar alleine wohnen, aber bei denen Mutti trotzdem noch putzt. Ich weiß gar nicht, wen ich verwirrender finde – die Söhne oder deren Muttis. Nie im Leben würde ich irgendjemand anderes bei mir zu Hause putzen lassen, bloß weil ich dazu zu faul bin. Es sei denn, ich würde 12 Stunden am Tag arbeiten und hätte zu viel Geld oder wäre gesundheitlich nicht dazu in der Lage, meinen Haushalt selbst zu führen. Ansonsten wäre ich dazu schlichtweg zu stolz. Ebenso würde ich nie im Leben bei meinem erwachsenen Sohn putzen, nichtmals, wenn er noch zu Hause wohnen würde. Wie kann man nur so dumm sein? Wer’s später ausbaden muss is ja klar, ne? Die Zukünftige nämlich. Ich weiß nicht, ob ich über solche Söhne lachen oder weinen soll. Von daher bleibe ich verwirrt zurück.
- Dass ich immer hungrig einkaufen gehe. Lechzend stehe ich dann im Supermarkt, das Wasser läuft mir beim Anblick all der leckeren Sachen im Mund zusammen und ich verbrauche eine enorme Menge Energie dafür, mich zu beherrschen, nicht schon IM Laden mit dem Essen anzufangen. Dann kaufe ich tausend Dinge, rase nach Hause („Oh Gott, ich halt’s nicht mehr aus! Dieser frische-Brötchen-Duft im Auto!“), schlepp mir nen Wolf an all den Tüten, verschlinge meine lang ersehnte Portion und frage mich anschließend voll gefressen, ob all die Lebensmittel überhaupt so lange haltbar sind, bis ich es schaffe, sie aufzuessen.
- Die Fußgängerampeln in Dortmund. Die hab ich nämlich ne ganze Weile „missverstanden“. Jetzt, wo ich sie „durchschaut“ habe, amüsiere ich mich darüber, dass niemand zu kapieren scheint, wofür diese gelben Apparaturen an den Ampeln sind. Nein, das sind keine Druckknöpfe, damit es schneller grün wird! Das sind Hilfen für Blinde (wie unschwer an den drei Punkten zu erkennen ist, was aber keinem auffällt). Fasst man nämlich mit einem Finger UNTER dieses Teil, spürt man bei Grün ein vibrieren. So „sehen“ auch Blinde, wann es grün wird. Dabei hab ich sehr lange, so wie viele viele andere Fußgänger hier, immer leicht verwirrt auf der gesamten gelben Apparatur rumgedrückt, und dabei in der Hoffnung, es werde dadurch schneller grün, unauffällig gen Himmel gestarrt.
Ich werde das Stöckchen einfach mal in die Runde. Wer’s aufheben mag, ist herzlich willkommen. Besonders freuen würde ich mich, wenn Eileen und Jens es fangen würden.


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Verwirrendes Stöckchen
Ich bin ja immer für Stöckchen zu haben – und diesmal bin ich sogar selbst direkt darauf aufmerksam geworden, dass man mir eines zugeworfen hat (manchmal brauche ich eine eMail zur Erinnerung):
Die Muschelschubserin hat mir folgendes Stö…
[...] November 13th, 2007 Das Reviersternchen hat mir ein Weihnachts-Stöckchen zugeworfen. Da sich das einzige Stöckchen, das ich bisher gebloggt habe, sowieso schon ganz einsam fühlt, habe ich es gefangen und [...]