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Der perfekte Welt-Männertag

Samstag, November 4, 2006

Gestern war Welt-Männertag und keiner hat’s gemerkt! Das ist aus männlicher Sicht betrachtet auch gut so, denn mit der eigentlichen Intention können wahre Männer vermutlich wenig anfangen. Dieser Tag soll nämlich das „Bewusstsein der Männer im gesundheitlichen Bereich erweitern“. Schließlich beißen Männer statistisch gesehen ganze sieben Jahre eher ins Gras als Frauen.mann.jpg

Nun könnte man ja meinen, so ein Männertag ist dazu da, dass Männer tun und lassen dürfen, was immer sie wollen. Aber Gesundheit? Am besten noch gepaart mit sinnlicher und genüsslicher Abstinenz in jeglicher Form. Kein Wunder, dass der so unbemerkt verstreicht. Man könnte glatt meinen, der Welt-Männertag diene eher der Diskriminierung als der Ehrung des Mannes.

Dessen perfekter Männer-Tag sieht schließlich ungefähr so aus*:

06.00 Wecker klingelt
06.15 Blow Job
06.30 Großer befriedigender Morgenschiss, dabei den Sportteil der Zeitung lesen
07.00 Frühstück: Rumpsteak und Eier, Kaffee und Toast, zubereitet von einer nackten Hausangestellten.
07.30 Limousine kommt an
07.45 Einige Gläser Whiskey auf dem Weg zum Flughafen.
09.15 Flug in Privatjet
09.30 Limousine mit Chauffeur zum Golf Club (Blow Job unterwegs)
09.45 Golf spielen
11.45 Mittagessen: Fast Food, 3 Bier, eine Flasche Dom Perignon
12.15 Blow Job
12.30 Golf spielen
14.15 Limousine zurück zum Flughafen (einige Gläser Whiskey)
14.30 Flug nach Monte Carlo
15.30 Nachmittagsausflug zum Fischen, Begleiterinnen sind alle nackt.
17.00 Flug nachhause, Ganzkörpermassage durch Verona Feldbusch
18.45 Scheißen, Duschen, Rasieren
19.00 Nachrichten anschauen: Michael Jackson umgebracht, Marihuana und Hardcore-Pornos legalisiert.
19.30 Abendessen: Hummer als Vorspeise, Dom Perignon (1953), großes saftiges Filetsteak, gefolgt von Eiscreme, serviert auf bloßen Brüsten
21.00 Napoleon Cognac und eine Cohuna Zigarre vor einem Großbildschirm-Fernseher, Sportschau anschauen. England schlägt Deutschland Deutschland schlägt England 11:0
21.30 Sex mit drei Frauen (alle drei mit lesbischen Neigungen)
23.00 Massage und Bad im Whirlpool, dazu eine leckere Pizza und ein reinigendes Helles
23.30 Gute-Nacht-Blow-Job
23.45 Alleine im Bett liegen
23.50 Ein 12sekündiger Pfurz, der die Tonart 4mal wechselt und den Hund nötigt, den Raum zu verlassen.


*Im Internet kursieren viele verschiedene Versionen von diesem Tag, aber sie unterscheiden sich nur in kleinen Punkten wie der Whiskysorte, der Fleischsorte, der Haarfarbe und Vorliebe der Gespielinnen und dem Promi, der die Ganzkörpermassage durchführt.

12 Kommentare

  1. …also mind. 1 Punkt gehört nicht zum perfekten Männertag, außer Du hast frei aus dem Englischen übersetzt.. den (deutschen) Mann möchte ich treffen, der so ein Fußballspiel perfekt nennt…SCNR, musste dem Chauvi-Clichee hier ja noch etwas Futter geben.. Schönen Gruß, spinpoint


  2. Uups! *grins* Diese Version kommt dann wohl tatsächlich ursprünglich aus England. Womit wieder einmal bewiesen wäre, dass ich mich nicht für den Fußball eigne.
    Ich hab da mal was redigiert, allerdings ohne Löscherei. Ich wollte eh schon immer diese Durchstreich-Funktion ausprobieren.


  3. 12 sec? nen bissel kurz nach dem tag,oder?

    *fg*


  4. Durchstreichfunktion-Benutzung ist weich.


  5. Na und? Im Nachhinein „unbemerkt“ rumkorrigieren ist noch viel weicher.


  6. Yeah . . . you’ ve got it, BABE . . . ;-)


  7. Wenn ich das lese, kann ich mich lediglich anatomisch zu diesem geschlecht zählen. Um sechs uhr weckerklingeln – da wär bei mir der tag schon gelaufen. Besser so gegen zehn. Und dann muss auch als erste tat gleich ein kaffee gemacht werden. Das kann ich auch noch selber. Frühstück ist auch gut, damit die zigaretten nicht so auf den magen schlagen. Am besten ein süsses frühstück.

    Nach dem aufstehen scheissen und sportteil lesen. Also ne. Morgentliches urinieren reicht vollkommen. Den sportteil einer zeitung lese ich nicht. Und morgens, nach dem aufstehen schon gar nicht. Die fähigkeit des lesens stellt sich bei mir erst nach etwa einer stunde wachheit ein.

    Limousine, privatjet, whiskey? Wozu das denn? Nachts, zum runterspülen der schlaftablette ist nen glas glenfiddich ganz nett – selten so gut geschlafen – aber gleich am morgen: bäh!

    Dann verlasse ich gänzlich den perfekten tag meiner geschlechtsgenossen: Wenn gutes licht draussen ist, könnte man nen bisserl photographieren gehen. Wenn nicht, dann eben bloggen oder brotbacken oder sowas.


  8. Dann besteht ja vielleicht doch noch Hoffnung für die Menschheit. :)

    Der perfekte Frauentag sieht übrigens angeblich so aus:

    08.15 Mit Schmusen und Küssen geweckt werden

    08.30 2 Kilogramm weniger als am Vortag wiegen

    08.45 Frühstück im Bett mit frisch gepresstem Orangensaft und Croissants,
    Geschenke öffnen, z.B. teuren Schmuck vom aufmerksamen Partner ausgewählt

    09.15 Heißes Bad mit Duftöl nehmen

    10.00 Leichtes Workout im Fitnessclub mit hübschem, humorvollem
    persönlichem Trainer

    10.30 Gesichtspflege, Maniküre, Haare waschen, Kurpackung in den
    Haaren einwirken lassen, fönen

    12.00 Mittagessen mit der besten Freundin im In-Lokal

    12.45 Die Ex-Frau oder Ex-Freundin des Partners begaffen und feststellen,
    dass sie 7 kg zugenommen hat.

    13.00 Einkaufen mit Freunden, unbegrenzter Kreditrahmen.

    15.00 Mittagsschlaf

    16.00 Drei Dutzend Rosen werden angeliefert mit einer Karte von einem
    geheimen Bewunderer

    16.15 Leichtes Workout im Fitnessclub, gefolgt von einer Massage durch
    einen starken, aber freundlichen Typen der sagt, daß er selten einen
    solchen perfekten Körper massiert hat

    17.30 Outfit aus der Auswahl teurer Designer-Klamotten anprobieren
    und vor dem Vollkörperspiegel eine Modenschau veranstalten

    19.30 Candle Light Dinner für zwei Personen, gefolgt von Tanzen, verbunden
    mit Komplimenten

    22.00 Heisse Dusche, Körperpflege (alleine)

    22:50 Ins Bett getragen werden, kuscheln und schmusen (nur notfalls GV)

    23.15 In seinen starken Armen einschlafen

    Da finde ich mich auch nicht wirklich wieder. Das hört sich nach aufgedonnerter Superzicke an, vorne hui, hinten pfui. Nääääää!

    Vielleicht kann man sich ja in der Mitte treffen.


  9. „Vielleicht kann man sich ja in der Mitte treffen.“ – Was passiert wohl, wenn man Klischee mit Klischee paart? Ein neues Klischee, ein/e Androgyne/r, ein Neutrum?

    Ein Jahr später habe ich mich auch zum Männertag geäußert und zu Ihrem Artikel hier gelinkt:

    http://blogorama.eisbrecher.net/2007/11/03/weltmannertag-mutter-madchen-motoren/

    Have a nice (Männer-) Day!


  10. Von Klischees paaren hab ich nix geschrieben, sondern von sich davon WEG bewegen, jeweils in die Richtung des anderen mit einem Treffen in der Mitte, der Realität.

    Naja, schön, dass wenigstens einer der über 100 Leser dieses Beitrags am gestrigen Tag nen Kommentar hinterlassen hat. *g* Wenn ich auch mit nackten jungen Weibern nix anfangen kann, sowas seh ich jeden Tag im Spiegel.


  11. Also, tut mir leid, aber acht Track- und Pingbacks find ich langsam zu viel, zumal alle zum selben Beitrag führen. Ich werde sie nun löschen.


  12. [...] wenig drin und in Österreich geht es bei diesem Thema ernster zu als hierzulande, wie dieser Blogbeitrag und seine Kommentare [...]



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